Lotus Elite : Studie am Pariser Autosalon

Champagner her, der Elite ist da: Lotus möchte wieder in der obersten Liga mitspielen und stellt in Paris eine Absichtserklärung aus.

Der Elite soll nach dem Willen der Firma Lotus ein moderner Klassiker werden, und der Hersteller wirft mit Begriffen wie Eleganz, Grazie und Stil nur so um sich. Dabei ist dieser Wagen eine "Absichtserklärung", wie Lotus eilig anmerkt - eine produktionsnahe Studie, an der sich bis zum präsumptiven Produktionsstart noch einiges ändern kann.

Anvisiert wird ein Marktstart im Jahr 2014, deshalb sind auch alle veröffentlichten Fahrzeugdaten und Leistungswerte "work in progress", ebenso wie der voraussichtliche Preis von ca. 115.000 britischen Pfund oder 138.000 Euro. Dafür bekommt man dann ein 4,6 Meter langes, 1,6 Tonnen schweres und mondän gezeichnetes 2+2-Coupé mit 5-Liter-V8 mitschiffs und einer Leistung von 620 PS bei einem Drehmoment von 720 Nm. Das besondere am Vorserien-Prototyp ist allerdings sein eingebautes Hybrid-System oder, damit sich auch alle F1-Fans auskennen, KERS. Damit wird das Fahrzeug zum Mildhybrid.

Der Elite hat in der Ahnengalerie der Lotus-Fahrzeuge zwei Vorgänger. Sein Ursprung liegt in einem ab 1957 angebotenen 2+2-Coupé mit Coventry-Climax-Motor; dieses Modell machte neben dem Seven die Marke Lotus zum Straßenauto-Hersteller im eigentlichen Sinn. Aus 1,2 Litern Hubraum schöpfte der 3,6 Meter kurze Wagen eine Leistung von anfangs 76, später bis zu 104 SAE-PS. Ab 1974 schließlich führte der Viersitzer gleichen Namens mit SciFi-Keilform die Firma Lotus in die Spätphase der Chapman-Ära. Den Antrieb des bis dahin größten Lotus besorgte die Zweiliter-Maschine aus dem Jensen-Healey mit 155 PS und später dann der 2,2 Liter-Motor aus dem auch Rallye-erprobten Sunbeam/Talbot Lotus mit ähnlichen Leistungswerten.

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