Mazda MX-5 Roadster Coupe : Weltpremiere in London

Mazda erweitert das Sportprogramm

Auf der gestern in London beginnenden British International Motor Show hat das Mazda MX-5 Roadster Coupe seine Weltpremiere gefeiert. Damit erhält die dritte Generation des japanischen Kult-Mobils nach insgesamt 17 Jahren Bauzeit erstmals ein Schwestermodell mit Klappdach zur Seite gestellt. Die Markteinführung startet im Frühjahr 2007. Die Preise verschweigt Mazda noch, ein Start um die 25.000 Euro ist jedoch wahrscheinlich.

Das dreiteilige Hardtop des Roadsters besteht aus einer sehr leichten und qualitativ hochwertigen Verbundkonstruktion aus Kunststoff. Es faltet sich so kompakt hinter den Sitzen zusammen, dass der Kofferrauminhalt von 150 Litern vollständig erhalten bleibt. Damit ist Mazda nach eigenen Angaben der weltweit erste Hersteller, dem dieses Kunststück in Sachen Raumökonomie gelang. Dank einer denkbar einfachen, halbautomatischen Bedienung dauert die Verwandlung vom Coupé zum Roadster nur zwölf Sekunden . Ähnlich wie im Mazda MX-5 mit Softtop will zuerst ein zentraler Verschluss am oberen Scheibenrahmen manuell entriegelt werden - danach erfolgt das Absenken und das erneute Aufspannen vollautomatisch per Knopfdruck. Das Mehrgewicht der Gesamtkonstruktion beträgt nur 37 Kilogramm. Um Turbulenzen in Form von Windwalzen zu unterdrücken, kommt am 40 Millimeter höheren Heckdeckel zusätzlich zum bereits bekannten Windschott ein weiteres Leitprofil aus transparentem Polypropylen zum Einsatz. Das Dach bringt dank einer innovativen Glasfaser/Kunststoff-Verbundbauweise nur neun Kilo mehr auf die Waage als die Stoffkapuze des MX-5. Weil auf den Einbau eines formgepressten Dachhimmels verzichtet werden konnte, ist das Hardtop gerade einmal 20 Millimeter dick. Optisch bleibt sich der Roadster weitgehend treu, auch wenn unterm Blech einige Modifikationen notwendig waren, um die gleiche Steifigkeit wie beim "normalen" MX-5 zu garantieren.

Die Notwendigkeit zur Unterbringung des Klappdachs führte zu subtilen Veränderungen im Bereich der hinteren Kotflügel und des Kofferraums . Der beim MX-5 Roadster nicht benötigte Verdeckkasten trägt an der Vorderkante 40 Millimeter höher auf. Damit das MX-5 Roadster Coupe dadurch nicht zu hochbeinig wirkt, zogen die Designer den Kofferraumdeckel um 20 Millimeter nach oben und lassen das Heck so betont sanft nach hinten abfallen. Zugleich halten stärker ausgeformte hintere Radkästen den Wagen optisch weiter tief am Boden. Einen weiteren spannenden Designakzent setzt die dritte Bremsleuchte. Sie sitzt weiter vorn als am Softtop-Roadster, ist etwas schlanker geformt und verfügt nun über weiße (statt rote) Leuchtdioden. Ist das Dach geschlossen, legt das Mazda MX-5 Roadster Coupe in der Höhe gerade einmal um zehn Millimeter zu - ansonsten sind alle wichtigen Maße absolut identisch mit denen des Mazda MX-5.

Mit diesem teilt sich das Fahrzeug auch die Motoren : Der 2,0-Liter leistet 118 kW / 160 PS bei 6100 U/min, er erreicht sein maximales Drehmoment von 188 Nm bei 5000 Umdrehungen pro Minute. Das 1,8-Liter-Aggregat bringt es auf 93 kW / 126 PS bei 6500 U/min und 134 Nm Drehmoment.

Eine Premiere im Entertainment-Bereich ist für Mazda die Kompatibilität des bordeigenen Audio-Systems mit einem iPod . Dessen Funktionen - wie zum Beispiel das Hören von MP3-Titeln - laufen praktischerweise über die Bedientasten der bordeigenen Audio-Anlage. Für die sichere Installation des iPod gibt es einen speziellen Anschluss im Handschuhfach des Fahrzeuges.

Das Fahrwerk wurde mittels eines größeren vorderen Querstabilisators und einer neuen Feder-Dämpferabstimmung an die allerdings nur leicht veränderte Gewichtsverteilung angepasst und soll komfortbetonter sein als beim sehr sportlich gehaltenen Roadster. Eine schon im Mazda MX-5 eingeführte und nun auch im neuen MX-5 Roadster Coupe installierte Innovation trägt zum hohen Schutz der Insassen bei: Die neuartigen Kopf-Seiten-Airbags schützen Thorax und Kopf der Insassen. Sie sind in den äußeren Partien der Sitzlehnen integriert und haben zwei Kammern, die von einem gemeinsamen Gasgenerator mit Hilfe einer einzigen Zündung aktiviert werden. Die einmalige Auslösung bringt gegenüber einem konventionellen Zweistufen-Airbag, bei dem beide Kammern nacheinander mit Gas gefüllt werden, entscheidende Zeitgewinne. Darüber hinaus wird die obere, größere Kammer (sie dient zum Schutz des Kopfes) im Vergleich zur unteren länger und fester aufgeblasen. So erreicht Mazda einen ähnlichen Effekt wie bei einem in Autos mit festem Dach üblichen "Curtain-Airbag".

auto-reporter

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