Der neue Mazda 2 - Fahrbericht

Mazda hat seinem kleinsten Spross nach drei Jahren ein Facelift spendiert. Wir waren mit dem im Detail verfeinerten Mazda 2 schon auf einer ersten Testfahrt.

Das Weltauto des Jahres 2008 kämpft in einem Segment mit vielen Mitbewerbern um die Gunst der Käufer. Seit 2003 wurden vom Mazda 2 weltweit 1,18 Millionen Fahrzeuge verkauft, in Europa waren es bislang 365.000. Dabei ist das seit 2008 erhältliche Modell in der Käufergunst stark gestiegen, im Vergleich zum Vorgänger, der 5 Jahre gebaut wurde, konnten in den ersten drei Produktionsjahren schon 26 % mehr Mazda 2 an den Mann bzw. die Frau gebracht werden.

Mit dem Facelift wurde der Mazda 2 nun noch weiter verfeinert und im Detail verbessert. Optisch erkennt man die Unterschiede nur nach genauer Betrachtung. Im Frontbereich wurde der Lufteinlass unter der Stoßstange geändert, und auch die Einfassung der Nebelscheinwerfer erstrahlt in neuer Optik. Im Innenraum erkennt man den Mazda 2 an einem neuen Armaturendesign, die Instrumente sind nun schwarz mit weißen Ziffern und roten Zeigern, an der Mittelkonsole in Klavierlack-Optik und dem neuen Lenkrad mit den Bedienelementen für Radio und Tempomat. Zusätzlich stehen zwei neue Farben, Aquatic Blue Mica und Burgundy Red Mica, zur Verfügung.

Mehr Neuheiten gibt es unter dem hübschen Blechkleid. Im Vergleich zum Vorgänger wurden beim neuen Mazda 2 rund 100 Kilogramm an Gewicht eingespart, ohne bei sicherheitsrelevanten Dingen zu sparen. Daraus resultiert auch ein geringerer Verbrauch, alle Modelle sind noch eine Spur sparsamer geworden. Die Kunden haben nach wie vor die Wahl zwischen drei Benzinmotoren und einem Dieselmotor. Als Benziner stehen zwei 1,3 Liter-Motoren mit 75 bzw. 84 PS und ein 1,5 Liter mit 102 PS zur Verfügung. Letzterer kann erstmals auch mit einem 4-Gang-Automatikgetriebe kombiniert werden. Der Verbrauch liegt bei den 1,3 Liter-Motoren im Schnitt bei 5,1 Liter pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 119 Gramm pro Kilometer entspricht, der 102 PS Benziner genehmigt sich im Schnitt 5,8 Liter auf 100 Kilometer (6,3 Liter die Automatik-Version). Noch sparsamer ist der 1,6 Liter-Dieselmotor mit 95 PS, der sich durchschnittlich 4,2 Liter Diesel auf 100 Kilometer gönnt (entspricht 110 Gramm CO2 pro Kilometer).

Bei einer ersten Testfahrt hatten wir Gelegenheit, den 1,5 Liter Benziner mit 102 PS sowohl mit manueller, als auch automatischer Schaltung zu probieren. Der Motor macht aus dem kleinen Mazda eine richtige Rennsemmel, vor allem wenn man sich für die Version mit manueller 5-Gang-Schaltung entscheidet.  Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erledigt der Mazda 2 in 10,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 188 km/h. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung reagiert prompt, und die knackige Schaltung lässt auch sportlich orientierte Fahrer auf ihre Kosten kommen. Kombiniert ist das Ganze mit einer gelungenen Federung und einem sehr gutmütigen Fahrwerk. Für das neue Modell wurde auch die komplette Radaufhängung erneuert, was sich wirklich positiv auswirkt. Selbst große Schlaglöcher werden gut weggefiltert.

Weniger Spaß macht der Mazda 2 mit der 4-Gang-Automatik, die dem Auto die sonst perfekte Harmonie raubt. Zwar reagiert die Automatik prompt auf jeden Tritt aufs Gaspedal, nur sind die Drehzahlsprünge beim Gangwechsel sehr groß, so dass man die Schaltvorgänge merklich wahrnimmt und der Motor dann oft schon bei kleinen Gasstößen aufheult. Dies schlägt sich auch auf den Verbrauch und die Fahrleistungen nieder. So dauert die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h 11,9 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit liegt nur noch bei 170 km/h. Ein Wert, der auf Österreichs Straßen aber allemal reicht. Sonst sind sich beide Modelle sehr ähnlich, das Geräuschniveau im Innenraum ist im normalen Fahrbetrieb sehr leise und angenehm, eine optimale Sitzposition ist schnell gefunden, und die verwendeten Materialien wirken sehr hochwertig.

Auch in puncto Ausstattung hat man verschiedene Wahlmöglichkeiten: Einstiegsmodell ist der 3-türige Mazda 2 1,3 Life mit 75 PS um 11.490 Euro, der schon über Frontairbags, elektrische Fensterheber vorne, ein CD-Radio und eine Klimaanlage verfügt. Die günstigste Version mit 5 Türen stellt der Mazda 2 1,3i CE um 12.490 Euro dar, bei dem man jedoch noch auf Radio und Klimaanlage verzichten muss. Erst mit dem 1,3i CE Pro um 13.490 Euro kommt man in den Genuss des CD-Radios und der Klimaanlage. Wer sich für den 1,3i CE Plus um 14.890 Euro entscheidet, bekommt noch Seiten- und Fensterairbags, Bordcomputer und eine am Lenkrad angebrachte Radio Fernbedienung dazu. Den 1,3i mit 84 PS gibt es dann ab der TE-Ausstattungslinie, die um 15.990 Euro startet und zusätzlich ein ESP, Nebelscheinwerfer und eine Klimaautomatik beinhaltet.

Beim TE Plus ab 16.990 können sich die Passagiere dann noch über 15"-Alufelgen, Fensterheber hinten, Licht/Regen-Sensor und eine Sitzheizung freuen.
Die TE-Ausstattung gibt es zudem auch für den 1,5i mit Automatik (16.990 Euro), die manuell geschaltete Version des 1,5 Liter-Motors gibt es ausschließlich in der GTA-Ausführung, wo dann noch 16"-Leichtmetallfelgen, Heckspoiler, Seitenschürzen, Tempomat und 6 Radio-Lautsprecher hinzu kommen. Der Preis liegt dann bei 17.590 Euro.
Beim Diesel kann man zwischen den Linien CE Plus (17.590 Euro), TE (18.490 Euro) und GTA (19.790 Euro) wählen. Alle Modelle des neuen Mazda 2 sind ab sofort erhältlich.

       

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