Die neue Mercedes A-Klasse - Fahrbericht

Die dritte Generation der A-Klasse kommt im September 2012 in den Handel. Wir konnten schon jetzt erste Fahreindrücke mit dem neuen Kompaktmodell sammeln.

Das kompakte Premium-Segment wird weltweit immer wichtiger, mit der neuen A-Klasse möchte Mercedes in diesem Segment ab Herbst 2012 ordentlich mitmischen und präsentiert eine komplett neu entwickelte A-Klasse.

Die Ingenieure hatten die Möglichkeit, mit einem weißen Blatt Papier in die Planung der 3. Generation der A-Klasse zu gehen. Dabei sollte die neue A-Klasse auf jeden Fall ganz anders als der Vorgänger werden, um eine breitere Masse anzusprechen.

Mit der zweiten Generation konnte Mercedes vor allem eher gesetztere Semester erreichen, mit der neuen A-Klasse möchte man aber Audi A3, BMW 1er und dem neuen Volvo V40 Kunden abspenstig machen.

Dass es Mercedes mit seiner Kampfansage ernst meint, erkennt man schon auf den ersten Blick. Eine komplett durchgestylte A-Klasse, die mit für Mercedes ungewohnter Sportlichkeit an den Start geht, wurde geboren.

Um auch für jeden potentiellen Käufer ein passendes A-Klasse-Modell bieten zu können, hat man auch verschiedene Ausstattungslinien kreiert. Mit den Linien "Urban", "Style" und "AMG Sport" sowie den drei Design-Paketen ("Night", "Exklusiv" und "AMG Exklusiv" lässt sich die neue A-Klasse schon vom Start weg sehr individuell gestalten.

Zusätzlich stehen zahlreiche Optionen zur Wahl, die bislang nur Autos gehobenerer Klassen zur Verfügung gestanden sind, wie etwa ein adaptiver Tempomat, PreSafe, das Intelligent Light System oder elektrisch verstellbare Ledersitze mit Memory.

Umfangreiche Sicherheitsfeatures runden den positiven Ersteindruck bei der neuen A-Klasse weiter ab. Serienmäßig sorgen der Collision Prevention Assist und der Attention Assist für mehr Sicherheit. Der Collision Prevention Assist warnt den eventuell abgelenkten Fahrer vor Hindernissen und bereitet das Bremssystem schon für eine Notbremsung vor.

Damit die neue A-Klasse nicht nur optisch bei der jungen, kaufkraftstarken Zielgruppe punkten kann, gibt es auch eine umfassende iPhone Integration, bei der man seine Musik vom Handy im Auto hören, Facebook-News absetzen, oder auch die Navilösung des Handys am Fahrzeugdisplay nutzen kann. Eine Version für Android ist schon in Vorbereitung, wird aber noch etwas auf sich warten lassen.

Zum Start wird es 1,6 bis 2,0 Liter Benzinmotoren mit einer Leistung zwischen 122 PS (90 kW) und 211 PS (155 kW) sowie 1,5 Liter bis 1,8 Liter Dieselmotoren mit einer Leistung von 109 PS (80 kW) bis 136 PS (100 kW) geben. Der 170 PS starke Diesel wird Ende des Jahres folgen.

Alle Triebwerke verfügen über die BlueEfficiency-Technologie und sind somit äußerst sparsam unterwegs. Den Bestwert erzielt dabei der Basis-Diesel mit 109 PS, der auf einen Verbrauch von nur 3,8 Liter kommen soll. Der CO2-Ausstoß liegt hier bei nur 98 g/km.

Auf Wunsch gibt es für die neue A-Klasse statt dem manuellen 6-Gang-Getriebe auch das neue 7G-DCT Doppelkupplungsgetriebe, welches mit der Software aus dem SLS AMG bestückt ist und so für rasend schnelle Gangwechsel sorgt.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den A 220 CDI mit dem 170 PS starken Diesel und das vorläufige Topmodell der Reihe, den A 250, näher kennen lernen.

So sportlich die neue A-Klasse außen aussieht, so sportlich geht es auch im Innenraum weiter. Die Testfahrzeuge im AMG Sport-Trimm fallen durch bequeme Sportsitzen inkl. integrierten Kopfstützen, eine großzügige Verwendung von Carbon-Look-Zierelementen und Soft-Touch-Oberflächen auf.

Der nun auf der Lenksäule integrierte Automatikwählhebel für das Doppelkupplungsgetriebe schafft Platz in der Mittelkonsole, wo neben einer sehr bequemen Mittelarmlehne auch zwei Becherhalter und ein großes Staufach Platz finden.

Trotz der sportlichen Karosseriegestaltung gibt es im Innenraum genug Platz für die Passagiere. Auch das Kofferraumvolumen ist mit 341 Liter auffallend üppig dimensioniert.

Für Vielfahrer präsentiert sich der neue A 220 CDI als idealer Begleiter, der mit viel Kraft aus dem Drehzahlkeller und dem 7G-DCT-Getriebe überzeugen kann. Die sportliche Auslegung von Federung und Fahrwerk sollte jedoch nur von wirklichen Sport-Fanatikern gewählt werden, komfortorientierte Käufer werden an der sehr sportlichen Auslegung keine Freude haben.

Zudem passt dieses Fahrwerk eindeutig besser zum A250, dem zum Start stärksten A-Klasse-Modell. Mit einer Leistung von 211 PS kann der A250 auch eingefleischte Sport-Fans überzeugen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird in 6,6 Sekunden absolviert, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h.

Auf einem Handlingkurs am Flughafen von Portoroz konnten wir uns auch von den Fahrwerksqualitäten überzeugen. Der A250 Sport erlaubt für ein frontgetriebenes Fahrzeug atemberaubende Kurvengeschwindigkeiten und bleibt dabei auch im Extremfall noch gut berechen- und beherrschbar.

Das maximale Drehmoment von 350 Nm steht schon bei 1.200 U/Min bereit und bleibt bis 4.000 U/Min erhalten.

Wer das Topmodell möchte, muss dann auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Der A250 BlueEfficiency kommt auf 34.900 Euro, der A250 Sport, der auch im AMG-Look zum Kunden rollt, schlägt sich mit 39.015 Euro zu Buche. Günstigstes Modell ist der A 180 BlueEfficiency mit 122 PS (90 KW) um 24.950 Euro, der günstigste Diesel, der A 180 CDI BlueEfficiency, kommt auf 26.700 Euro.

Doch die neue A-Klasse steht erst am Beginn einer wahren Modelloffensive der kleinsten Mercedes-Modellreihe. Schon Anfang 2013 wird mit dem A45 AMG die sportlichste A-Klasse aller Zeiten auf den Markt kommen, die auch über Allradantrieb verfügen wird. Etwas später folgen dann auch noch weitere Karosserieformen auf Basis der neuen Mercedes A-Klasse.

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