Mercedes C-Klasse mit neuartigen Rückleuchten

Ventilationsschlitze als Ersatz für herkömmliche Abrisskanten

In der neuen C-Klasse kommen erstmals zwei Mercedes-Patente zum Einsatz, die auf dem Gebiet der Aerodynamik deutliche Fortschritte bringen. So erfanden die Mercedes-Ingenieure neuartige "ventilierende Rückleuchten" und ersetzen dadurch herkömmliche Spoiler. Damit die Heckscheibe auch bei starkem Regen schmutzfrei bleibt und der Autofahrer freie Sicht nach hinten hat, entwickelten die Sindelfinger Fachleute eine zweiteilige Gummilippe, in der sich das Regenwasser sammelt und nach außen abgesaugt wird.
 
Mit einem cW-Wert von 0,27 ist die neue C-Klasse die strömungsgünstigste Stufenheck-Limousine in ihrem Marktsegment. Zu diesem Ergebnis tragen eine Reihe intelligenter Detaillösungen bei, die den Luftwiderstand - und damit den Kraftstoffverbrauch - messbar verringern. Ein Beispiel dafür sind die neuartigen Rückleuchten mit Ventilationsschlitzen . Sie ersetzen herkömmliche Abrisskanten und beeinträchtigen damit das schöne Heck-Design der Limousine nicht. Mercedes-Ingenieure haben diese Technik neu entwickelt und zum Patent angemeldet.

Aus den kleinen Ventilationsschlitzen in den Abdeckscheiben beider Rückleuchten strömt gezielt Luft aus, die während Fahrt vom Unterboden angesaugt und hinter die Rückleuchten geführt wird. Da die Rückleuchten hermetisch zur Karosserie abgedichtet sind, kann die Luft nur seitlich aus den Ventilationsschlitzen ausströmen. Auf diese Weise beeinflussen die Aerodynamik-Fachleute den Luftstrom entlang der Seitenwand, der dadurch gezielt an den Rückleuchten abreißen kann. Ohne diesen strömungstechnischen Kunstgriff würde der Fahrtwind an den Rückleuchten hinter das Heck der Limousine geführt und sich dort verwirbeln. Solche Luftwirbel können Luftwiderstand, Heckauftrieb und Gierverhalten negativ beeinflussen; sie werden durch die "ventilierenden Rückleuchten" der neuen C-Klasse verhindert.

Gummilippe an der Heckscheibe: Regenwasser wird abgesaugt

Neben der Verringerung des Luftwiderstands kümmern sich die Aerodynamik-Experten von Mercedes bei ihren Tests im Windkanal auch darum, dass Außenspiegel, Seitenscheiben und Heckscheibe bei Regen sauber bleiben und dass der Autofahrer gute Sicht nach allen Seiten hat. Aufgrund der besonderen Druckverteilung im hinteren Dachbereich der C-Klasse kommt erstmals ein neues Mercedes-Patent zum Einsatz: eine zweiteilige Gummilippe am Übergang von Dach und Heckscheibe. Sie verfügt über eine offene Rinne und einen teilweise geschlossenen Kanal. Aufgrund der Druckverhältnisse an der Hinterkante des Wagendachs läuft das Regenwasser zunächst in der Rinne zur Mitte und wird von dort nach außen gesaugt. In den geschlossenen Kanälen der Gummilippe kann es schließlich entlang der Scheibeneinfassung nach unten abfließen, so dass die Heckscheibe selbst bei hoher Geschwindigkeit schmutzfrei bleibt.

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