Mercedes CLS 63 AMG : Debüt auf der Los Angeles Auto Show

Im Windschatten des neuen CLS folgt die AMG-Variante. Bis zu 410 kW / 557 PS stark, und laut Werk gleichzeitig sparsamer denn je.

Für Gouvernatoren, Gangsta-Rapper und andere Superstars: Der Platz für die Weltpremiere des neuen Mercedes-Benz CLS 63 AMG hätte nicht besser gewählt werden können. Vor allem im Großraum um Los Angeles und im Orange County sind die AMG-Modelle seit Jahren beliebt. Die AMG-Variante des neuen CLS prunkt optisch mit bulligen Schürzen, breiten Reifen und im Innenraum mit viel Luxus. Technisches Gustostück ist das neu entwickelte V8-Triebwerk, das leicht modifiziert bereits in der S- und CL-Klasse erhältlich ist.

Der 5,5 Liter große Achtzylinder mit doppelter Turboaufladung leistet 410 kW / 557 PS und ein Drehmoment von 800 Nm. Spektakulär sind nicht nur die Fahrleistungen: Trotz deutlicher Leistungssteigerung hat der Hersteller laut eigenen Angaben den Normverbrauch um 32 Prozent reduziert, auf knapp unter zehn Liter Super pro 100 Kilometer. Wer sich nicht für das optionale "Performance Paket" entscheidet, bekommt den CLS 63 AMG auch in einer leicht abgeschwächten Version mit 386 kW / 525 PS. Dann reduziert sich das maximale Drehmoment von 800 auf immer noch ausreichende 700 Nm. Bei der Beschleunigung Null auf 100 km/h liegen beide CLS-Versionen mit 4,3 beziehungsweise 4,4 Sekunden nahezu gleichauf. Die Geschwindigkeit wird ab Werk jeweils bei 250 km/h abgeregelt, was von vornherein die Frage nach der Notwendigkeit der gesamten PS-Treiberei aufwirft. Allerdings ist das Tempolimit in den USA bekannt streng.

Nur wer sich für das aufpreispflichtige "Drivers Package" entscheidet, darf den CLS bis 300 km/h von der Leine lassen - aber bitte nur on the German Autobahn, sofern's dort keinen Stau gibt! Auch optisch unterscheiden sich die beiden Versionen durch eine Karbon-Spoilerlippe und rot lackierte Bremssättel voneinander. Neben dem Hightech-Triebwerk glänzt der CLS 63 AMG mit einer modifizierten Vorderachse mit verbreiterter Spur, Siebengang-Sportautomatik und serienmäßigen Voll-LED-Scheinwerfern. Drei Fahrwerksmodi sind wählbar. Vorne gibt es Stahlfedern; hinten arbeitet eine variable Luftfederung.

Verkaufsstart ist im März nächsten Jahres; ein Sondermodell gibt es auch schon: Die "Edition 1" in Manganitgrau "shape" und speziellem Innenraum. Übrigens: Ab sofort kooperiert AMG-Mercedes mit dem italienischen Motorradhersteller Ducati und wird als Sponsor in der Motorrad-WM auftreten.

mid/stg

Über 100 Fotos von der Los Angeles Auto Show 2010 finden Sie hier.

Kommentare