Premiere: Die neue Mercedes E-Klasse

Auf der Auto Show in Detroit hat Mercedes jetzt die 10. Generation der E-Klasse präsentiert.

Die E-Klasse startet im Frühling 2016 in ihre 10. Generation. Auf der Auto Show in Detroit hat die für Mercedes überaus wichtige Modellreihe jetzt ihre Weltpremiere gefeiert.

Optisch bietet die neue E-Klasse dabei wenig Neues, im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen hat die neue E-Klasse ihre Eigenständigkeit weitgehend verloren und ist nur noch sehr schwer von S- und C-Klasse zu unterscheiden. Erst wenn man alle drei Modelle nebeneinander sieht, wird man erkennen, welches Modell die neue E-Klasse ist.

Dabei ist die neue E-Klasse auch gewachsen und mit einer Länge von 492,3 cm schon in die Nähe der S-Klasse gerückt. Der Radstand ist ebenfalls größer als bisher und liegt jetzt bei 293,9 statt 287,4 cm, womit vor allem die Fondpassagiere mehr Platz haben dürften.

Während die Karosserie eine Mischung aus C- und S-Klasse bietet, ist der Innenraum jenem der S-Klasse sehr ähnlich. Auch in der neuen E-Klasse kommen jetzt die zwei 12,3" großen Displays zum Einsatz, bei denen der Fahrer drei verschiedene Stile der Darstellung wählen kann.

Zudem kann man im Innenraum auch eine eigene Lichtatmospähre mit 64 verschiedenen Farben erzeugen. Erstmals kommen bei der E-Klasse berührungssensitive Touch Controls im Lenkrad zum Einsatz. Wie die Oberfläche eines Smartphones reagieren sie exakt auf horizontale und vertikale Wischbewegungen und erlauben so die Steuerung des gesamten Infotainments per Finger-Wischbewegungen.

Für mehr Komfort sollen neue Sitze sorgen, die auf Wunsch auch klimatisiert werden können. Natürlich gibt es auch die Luftfederung "Air Body Control", die ebenfalls für viel Komfort sorgt.

Die neue E-Klasse bietet auch eine Fülle neuer Assistenzsysteme der nächsten Generation. Zu den Highlights zählt dabei der Drive Pilot, der den nächsten Schritt zum autonomen Fahren bedeutet. Das System hält bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h den Abstand zum Vordermann und folgt ihm. Dabei werden auch moderate Kurven vom Fahrzeug gelenkt.

Bis zu 130 km/h erkennt das System auch Bodenmarkierungen bei Baustellen, die nicht 100% klar definierbar sind. Zusätzlich kommen noch ein neuer aktiver Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion, ein Ausweich-Lenk-Assistent und weitere schon bekannte Systeme, wie der Tote-Winkel-Warner, zum Einsatz.

Eine Neuheit ist auch der "Remote Park Pilot", mit dem der Fahrer sein Auto auch von außen aus via Smartphone-App einparken kann, was vor allem in engen Parklücken ein Vorteil ist. Ob der nebenan stehende Verkehrsteilnehmer, der dann nicht mehr in sein Auto kommt, so erfreut darüber ist, darf bezweifelt werden.

Ein digitaler Fahrzeugsschlüssel und neue hochauflösende Multibeam LED-Scheinwerfer mit 84 einzeln angesteuerten Hochleistungs-LEDs pro Scheinwerfer runden das Feuerwerk an technischen Neuheiten weiter ab.

Neues gibt es aber auch bei der Motorisierung, so kommen erstmals in der E-Klasse völlig neu entwickelte 4-Zylinder-Benzin- und Dieselmotoren zum Einsatz. Zum Start der E-Klasse bleibt das Motorenangebot aber noch überschaubar, es wird den E200 mit 184 PS (135 kW), den E220 d mit 195 PS (143 kW), den E350 d mit 258 PS (190 kW) und den E350 e mit Plug-in-Hybridantrieb und einer Systemleistung von 279 PS (205 kW) geben.

Sparmeister soll dabei der E220 d sein, der sich mit 3,9 Liter pro 100 Kilometer begnügen soll. Dennoch ist ein Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden möglich, womit sich der Motor auch als überaus sportlicher Vertreter seiner Gattung erweist.

Später folgen weitere Motorisierungen, wie etwa ein 150 PS Diesel, oder Benziner mit einer Leistung von bis zu 333 PS. Auch eine AMG-Version wird man in Kürze erwarten dürfen.

Preise für die neue E-Klasse hat Mercedes noch keine verraten. Man kann aber davon ausgehen, dass diese auch wieder etwas höher liegen als bisher.

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