Neue Mercedes S-Klasse wird noch sicherer

Künftiges Spitzenmodell mit Brems-Assistent PLUS und PRE-SAFE® der 2. Generation

Noch leistungsfähiger: In der neuen S-Klasse, die im Herbst 2005 Weltpremiere feiern wird, kombiniert Mercedes-Benz das präventive Insassenschutzsystem PRE-SAFE® mit dem neuen vorausschauenden Brems-Assistenten PLUS, der vorausfahrende Autos mittels Radar erfasst und bei geringem Abstand warnt. Vor einem drohenden Unfall berechnet das System blitzschnell die notwendige Bremskraftunterstützung, die sofort zur Verfügung steht, wenn der Autofahrer bremst. Gleichzeitig werden in kritischen Bremssituationen vorsorglich die vorderen Sicherheitsgurte gestrafft, Stützpolster in den Sitzen aufgepumpt und die Sitze in eine günstige Position gebracht, um die Auto-Passagiere beim Aufprall bestmöglich schützen zu können.

Durch den vorausschauenden Brems-Assistenten lässt sich die Zahl der gefährlichen Auffahrunfälle deutlich verringern. Bei Tests mit 100 Autofahrern im Fahrsimulator der DaimlerChrysler-Forschung sank die Unfallquote dank des neuen Systems in typischen Situationen im Durchschnitt von 44 auf elf Prozent.

Der vorausschauende Brems-Assistent PLUS (BAS PLUS) nutzt zwei Radarsysteme, um die Verkehrslage vor dem Auto zu beobachten: Das DISTRONIC-Radar (77 GHz) wird durch ein neu entwickeltes Nahbereichsradar (24 GHz) ergänzt, das im Winkel von 80 Grad das unmittelbare Umfeld vor dem Fahrzeug abtastet. Die Reichweite der Radarstrahlen beträgt 150 Meter, sodass vorausfahrende Autos rechtzeitig erkannt werden. Verringert sich der Sicherheitsabstand, berechnet das System aufgrund der Radarinformationen, welche Bremskraftunterstützung in der jeweiligen Fahrsituation notwendig ist, um einen drohenden Auffahrunfall zu vermeiden. Diesen Bremsdruck kann der Autofahrer sofort beim Tritt auf das Bremspedal abrufen. Dadurch wird bei Unfallgefahr die bestmögliche Bremswirkung erzielt.

Übersteigt die Bremsverzögerung ein bestimmtes Niveau, schaltet sich automatisch auch der vorsorgliche Insassenschutz PRE-SAFE® zu, den Mercedes-Benz ebenfalls weiterentwickelt hat. So wird die künftige S-Klasse neben den bewährten PRE-SAFE®-Funktionen wie Gurtstraffung und Sitzpositionierung auch mit neuartigen Multikontursitzen ausgestattet, deren Luftpolster in Kissen und Lehne sich bei drohender Unfallgefahr automatisch aufpumpen. Diese Polster umschließen die Insassen, stützen sie ab und vergrößern dadurch beim Aufprall den Abstand zur Türinnenverkleidung. Der Sidebag kann so eine noch größere Schutzwirkung entfalten. Auch die Fondeinzelsitze werden mit aufblasbaren PRE-SAFE® Stützpolstern in den Rückenlehnen ausgestattet.

Zusätzlich integriert Mercedes-Benz künftig auch die Seitenscheiben in das präventive Schutzsystem. Sie werden vor einem drohenden Unfall automatisch geschlossen, um den Windowbag beim Seitenaufprall oder beim Überschlag bestmöglich abzustützen. Zudem verringert sich bei geschlossenen Seitenscheiben das Risiko, dass die Auto-Insassen beim Unfall aus dem Fahrzeug geschleudert werden oder dass Gegenstände in den Innenraum eindringen.

Testergebnisse: Unfallquote sank um drei Viertel

Die Wirksamkeit des vorausschauenden Brems-Assistenten PLUS hat Mercedes-Benz unter anderem mit Praxistests in Europa und den USA mit über 200 Autofahrerinnen und Autofahrer untersucht, die mit 24 Versuchswagen insgesamt über 400.000 Kilometer zurücklegten. Die Aufzeichnung der Fahrten mittels Datenspeicher und Videokameras ermöglichte eine präzise Analyse der BAS-Funktionen. Das neuartige System verbesserte die Fahrsicherheit maßgeblich.

Zudem führte Mercedes-Benz im Berliner Fahrsimulator der DaimlerChrysler-Forschung ein mehrmonatiges Testprogramm durch. Insgesamt 100 Autofahrer absolvierten eine jeweils 40-minütige Fahrt mit mehreren kritischen Situationen auf Autobahnen und Landstraßen. Unfälle konnten nur durch energisches Bremsen verhindert werden.

Dank des neuen Brems-Assistenten PLUS sank die Unfallquote bei diesen Testfahrten um drei Viertel -- von 44 auf elf Prozent. Besonders eindrucksvoll stellte die neue Technik ihre Funktion bei einer Kolonnenfahrt mit 80 km/h auf der Landstraße unter Beweis: Bei dem plötzlichen Bremsmanöver des vorausfahrenden Autos blieben 93 Prozent aller Fahrten bei Einsatz des radargestützten Brems-Assistenten unfallfrei. Ohne dieses System ereigneten sich bei mehr als jeder zweiten Testfahrt Auffahrunfälle.

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