Premiere: Der neue Mercedes SL

Zum 60. Geburtstag des SL kommt eine komplett neue Generation auf den Markt, die mit vielen technischen Neuheiten Kunden anlocken soll.

Der Luxusroadster von Mercedes kommt in komplett neuem Design, aber mit den typischen SL-Proportionen auf den Markt. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein etwas gestreckter SLK, wurde aber im Detail noch dynamischer und markanter gezeichnet.

Die schräg gestellten Scheinwerfer flankieren die Front und geben dem Roadster ein eigenes Gesicht. Serienmäßig sind die Scheinwerfer mit dem Intelligent Light System (ILS) bestückt. Mit fünf verschiedenen Lichtfunktionen, die auf die typischen Fahr- und Wettersituationen abgestimmt sind und sich je nach Fahrsituation einschalten, bietet der SL immer ein optimal ausgeleuchtetes Sichtfeld.

Doch der neue SL kann natürlich noch mit vielen weiteren technischen Neuheiten aufwarten. Als Weltpremiere gibt es den SL mit dem neuen FrontBass System, welches den freien Bauraum vor dem Fußraum als Resonanzvolumen für den Basslautsprecher nutzt und ein konzertsaalähnliches Klangerlebnis bieten soll.

Eine weitere Weltneuheit ist die "Magic Vision Control". Das neue Wisch-/Wasch-System bringt die Reinigungsflüssigkeit über die im Blatt integrierte Wasserzuführung immer direkt vor die Wischlippe - und das in beiden Wischrichtungen. Man erlebt beim Sprühen keinen Wasserschwall, der die Sicht behindert und hat gleichzeitig einen optimalen Reinigungseffekt.

Nicht neu, aber auch beim SL erhältlich ist das Magic Sky Control Variodach. Die sechste Generation des SL bietet auch wieder ein elektrohydraulisches Variodach, welches das Coupé in wenigen Sekunden zum Roadster verwandelt. Die Kunden können jetzt aber zwischen drei Dachversionen wählen: lackiert, mit Glasdach oder mit dem Panorama-Variodach Magic Sky Control, bei dem sich die Transparenz per Knopfdruck regeln lässt und je nach Wettersituation entweder abgedunkelt vor der Sonneneinstrahlung schützt oder bei Regen bzw. in der Nacht und auf hell gestellt eine Mischung aus Coupé- und Open-Air-Feeling bietet.

Im Innenraum bietet der SL einen guten Mix aus Sportlichkeit und Luxus. Der Armaturenträger erinnert dabei stark an jenen im SLS AMG Roadster. Neben feinsten Ledersitzen gibt es natürlich auch das Comand-Navigationssystem mit Internetzugang, Sitz-Klimatisierung und noch viele weitere Goodies als Extra.

Auch die bewährten Assistenzsysteme wie der adaptive Tempomat, Attention Assist oder die Adaptive Brake kommen im neuen SL zum Einsatz. Auf Wunsch gibt es auch das Pre-Safe-System, serienmäßig sorgen aber schon sechs Airbags und die crashaktiven Neck-Pro-Kopfstützen für ein umfangreiches Sicherheitssystem.

Für noch mehr Sportlichkeit haben die Mercedes-Ingenieure auch viel Energie in die Gewichtsreduktion gesteckt. Der neue SL ist mit einem Voll-Aluminium-Rohbau um rund 110 Kilogramm leichter als sein Vorgänger, dabei aber trotzdem bei der Steifigkeit besser. Der SL 500 kommt jetzt auf 1.785 kg, was rund 125 kg weniger sind als beim Vorgänger, der SL 350 sogar auf nur 1.685 kg.

Zum Start wird der SL mit zwei verschiedenen Motoren angeboten, als SL 350 und SL 500. Der SL 350 schöpft seine Kraft aus einem 3,5 Liter V6 und verfügt über eine Leistung von 306 PS (225 kW). Das reicht für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden.

Noch eine Spur flotter ist man im SL 500 unterwegs, der einen überarbeiteten 4,7 Liter V8 unter der Haube hat. Die Leistung des SL 500 liegt bei 435 PS (320 kW). Das maximale Drehmoment konnte von 530 auf 700 Nm gesteigert werden, wodurch schon bei niedrigen Drehzahlen genug Kraft zur Verfügung steht. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt der SL 500 in nur 4,6 Sekunden.

Beide Motoren verfügen serienmäßig über die Eco-Start-Stopp-Funktion und das optimierte 7G-Tronic-Plus Automatikgetriebe. Der SL 350 soll sich im Schnitt mit nur 6,8 Liter Benzin auf 100 Kilometer begnügen und ist somit nicht nur sehr sportlich, sondern auch sehr sparsam.

Neben der Motorisierung können die Kunden auch bei den Federungssystemen das für sie Optimale aussuchen. Es stehen zwei verschiedene Federungssysteme zur Wahl. Serienmäßig fährt der SL mit einem semiaktiven Verstelldämpfer. Alternativ ist auf Wunsch das aktive Federungssystem ABC (Active Body Control) erhältlich.

Erstmals wird man den neuen SL auf der Detroit Motor Show sehen, Bestellungen werden aber schon ab 15.12.2011 entgegen genommen. In Deutschland startet der SL 350 bei 93.534 Euro und der SL 500 bei 117.096 Euro. Durch Nova und CO2-Strafsteuer muss man in Österreich aber beim günstigsten Modell mit rund 105.000 Euro und beim SL 500 mit rund 132.000 Euro rechnen.

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