Einblick: Der Antrieb des Mercedes SLS AMG E-Cell

Mercedes erlaubt einen Blick unters Blechkleid des SLS AMG E-Cell und zeigt, wie der Hightech-Sportwagen funktioniert.

Nach dem Coupé und Cabrio kommt ab 2013 in einer Kleinserie mit dem SLS AMG E-Cell die dritte Version der SLS-Reihe auf den Markt. Mercedes zeigt jetzt erstmals, was sich unter dem hübschen Blechkleid abspielt und wie die Technik funktioniert.

Der elektrisch betriebene SLS AMG soll in den Bereichen "Leistung" und "Fahrspaß" dem mit Benzin betriebenen Flügeltürer in nichts nachstehen. Angetrieben wird der SLS AMG E-Cell von vier Synchron-Elektromotoren, die gemeinsam eine Höchstleistung von 392 kW ermöglichen.

Die vier kompakten Elektromotoren erreichen eine Maximaldrehzahl von jeweils 12.000/min und sind radnah angeordnet. Ein Getriebe pro Achse stellt den Kraftschluss her. Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,0 Sekunden ist der elektrisch angetriebene Sportwagen nur um 0,2 Sekunden langsamer als der 571 PS (420 kW) starke Benzin-SLS AMG.

Beeindruckend ist beim SLS AMG E-Cell sicher auch das enorme Drehmoment von 880 Nm, welches praktisch vom Start weg parat steht und den Flügeltürer ohne Zugkraftunterbrechnung auf Tempo bringt.

Durch die Anordnung und Steuerung der Motoren ergibt sich zudem ein permanenter Allradantrieb, der die Kraft einzeln auf alle vier Räder verteilen kann. Jedes Rad kann separat und je nach Fahrsituation elektrisch angetrieben und elektrisch gebremst werden.

Die Hochvoltbatterie, welche die Elektromotoren mit Energie versorgt, besteht aus 12 Modulen á 72 Lithium-Ionen Polymerzellen, die maximale elektrische Belastungsmöglichkeit liegt bei 480 Kilowatt. Durch die modulare Anordnung der Batterien unter dem Mitteltunnel bis vor der Hinterachse ergibt sich zudem ein sehr tiefer Schwerpunkt, der das Fahrverhalten weiter positiv beeinflusst.

So soll die Straßenlage des elektrisch angetriebenen SLS AMG E-Cell nochmals besser sein als jene des mit Benzin betriebenen Modells. Für eine dem Mehrgewicht und der Leistung entsprechende Verzögerung sorgt eine AMG Keramik-Verbundbremslanlage.

Für 2013 werden die ersten Serienautos erwartet, einen Preis für den Supersportwagen mit Elektroantrieb hat Mercedes noch nicht genannt.

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