Mercedes SLS AMG Roadster auf letzten Testfahrten

Bei letzten Testfahrten wird der noch leicht getarnte Mercedes SLS AMG Roadster zur Serienreife getrimmt.

Die sportlichste Modellreihe von Mercedes wird um einen offenen Roadster erweitert. Im Herbst wird die Serienversion des Mercedes SLS AMG Roadster auf der IAA zu bewundern sein. Noch zieht der offene Sportwagen seine Testrunden am Mercedes-Testgelände.

Trotz leichter Tarnung ist der SLS AMG Roadster als Familienmitglied der SLS-Reihe zu erkennen, seine Form ist auch ohne Flügeltüren und Dach einfach unverwechselbar. Bis zum Debüt im Herbst werden noch viele Testkilometer abgespult, damit dann die betuchte Klientel auch offen das gleiche Fahr-Feeling wie im geschlossenen SLS AMG erleben kann.

Wichtig ist dabei natürlich die Steifigkeit der Karosserie, die durch die hohe Leistung freilich noch wesentlich mehr stand halten muss als bei schwächeren Cabrios für die breite Masse. Mit einer Leistung von 571 PS (420 kW) zählt der offene Mercedes immerhin zu den stärksten Cabrios der Welt.

Mit der Steifigkeit der Karosserie hängt natürlich auch die Dichtheit des Verdecks zusammen, daher haben die Ingenieure auf diese Themen besonders Rücksicht genommen und den SLS AMG Roadster bis ins kleinste Detail perfektioniert.

So wurden zum Beispiel die Seitenschweller noch stabiler konstruiert, und auch der Träger der Instrumententafel stützt sich über zusätzliche Streben am Windschutzscheibenrahmen sowie auf dem Mitteltunnel ab. Zudem versteift eine Domstrebe zwischen Verdeck und Tank die Hinterachse. Alles das verhindert unerwünschte Schwingungen bereits im Ansatz.

Durch die hohe Steifigkeit ist es auch möglich, das elektrohydraulische Stoffverdeck bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h zu öffnen oder zu schließen. Das dreilagige Stoffverdeck soll dabei absolut ruhig sein, selbst bei Top-Speed von 317 km/h soll kein Flattern, Wummern, Zischen, Klappern, Pfeifen oder Heulen auftreten.

Die Ingenieure mussten aber noch weitere technische Kniffe löse, die konstruktionsbedingt beim Roadster aufgetreten sind. Der Platz für den 250-Watt-Subwoofer des Bang&Olufsen BeoSound AMG High-End-Soundsystems musste in den Querträger verlegt werden, da der Coupé-spezifische Einbauort auf der Hutablage wegen des Roadsterverdecks entfallen ist.

Bis der SLS AMG Roadster zu den Kunden rollt, werden die von den Technikern ausgetüftelten Kniffe aber noch ausgiebig getestet. So muss der teure Roadster mit extrem hohen Wassermengen zur Prüfung der Dichtheit des Verdecks zurecht kommen, oder die Hydraulik des Verdecks muss 20.000 Schließvorgänge auf einem stationären Prüfstand und 2.500 Schließvorgänge im Fahrbetrieb überstehen.

Wenn dann auch noch Hitze- und Kältetest erfolgreich absolviert worden sind und auch der Qualitätscheck danach einwandfreie Ergebnisse zeigt, dann geht der SLS AMG Roadster in die Serienfertigung und kann am 13. September zum Start der IAA in Frankfurt bewundert werden.

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