SLK 55 AMG : Rennversion mit Strassenzulassung

Limitierte Sonderserie anlässlich der AMG Ultimate Experience Asia

Mercedes-AMG hat für einen asiatischen Investor einen puristisch-sportlichen SLK 55 AMG entwickelt, der im Rahmen des geplanten Lifestyle-Events "AMG Ultimate Experience Asia" zum Einsatz kommt. Bei der Konzeption des 265 kW / 360 PS starken Achtzylinder- Roadsters stand das SLK 55 AMG Safety-Car der Formel 1 aus den Jahren 2004 und 2005 Pate. AMG plant, dieses Fahrzeug in einer limitierten Sonderserien mit Straßenzulassung anzubieten.

Die AMG Ultimate Experience Asia ist eine exklusive Eventserie, die speziell auf die Wünsche fernöstlicher Sportwagen-Enthusiasten ausgerichtet ist. Motorsportbegeisterte können am Steuer der 35 AMG-Sportwagen bei insgesamt zehn Veranstaltungen in Ländern wie China, Indonesien und Thailand gegeneinander antreten. Das Lifestyle-Event startet anlässlich des Formel 1 Grand Prix in Sepang/Malaysia (17. bis 19. März 2006).

Auffälligstes Merkmal des SLK 55 AMG Ultimate Experience Asia ist sein Hardtop aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff (CFK). Das unlackierte, mattschwarze Dach mit sichtbarer Carbon-Struktur sorgt je nach Blickwinkel und Lichteinfall für reizvolle Effekte. Allein durch den Einsatz des Kohlefaser-Daches mit Kunststoff-Heckscheibe und den Verzicht auf die Mechanik und Hydraulik des Variodachs wurden rund 25 Kilogramm eingespart.

Damit wandert der Schwerpunkt des Fahrzeugs nach unten, was der Fahrdynamik durch reduzierte Nick- und Wankneigung sowie höhere Kurvengeschwindigkeiten zugute kommt. Weitere Leichtbaumaßnahmen wie Schmiederäder, optimierte AMG Sport-Abgasanlage, der Verzicht auf Dämmstoffe sowie der Einbau leichterer Tür-Innenverkleidungen und eines GFK-Schalensitzes kompensieren das zusätzliche Gewicht der Bremsanlage, des größeren 80-Liter-Renntanks, des Überrollbügels und der Feuerlöschanlage. Der SLK 55 AMG Ultimate Experience Asia bringt ein Leergewicht von deutlich unter 1.500 kg auf die Waage.

Bei Fahrwerk, Rädern und Bremsanlage orientiert sich dieser SLK am Safety-Car : So entspricht das Setup mit strafferer Feder-Dämpfer-Abstimmung und härterer Zugstrebenlagerung an der Vorderachse weitestgehend dem des offiziellen Formel 1-Einsatzfahrzeugs der Jahre 2004 und 2005. Auch die Rad/Reifen-Kombination der Dimension 235/35 R 19 (vorn) und 265/30 R 19 (hinten) wurde übernommen. Neu sind die besonders leichten 19-Zoll AMG-Leichtmetallräder in aufwändiger Schmiede-Technologie. Gegenüber konventionellen Aluminium-Gussrädern wiegen sie pro Rad rund ein Drittel weniger.

Vom Safety-Car stammt auch die Bremsanlage : An der Vorderachse übernehmen Verbundbremsscheiben der Dimension 360 x 22 Millimeter mit Sechskolben- Festsätteln und speziellen Rennbremsbelägen die Verzögerung. Durch die innovative Verbundbauweise, bei der die Graugussbremsscheibe mit einem Aluminiumtopf verbunden ist, können Temperaturspitzen besonders effektiv vermieden werden; davon profitiert die Standfestigkeit im harten Rundstreckenbetrieb. An der Hinterachse kommen 330 x 26 Millimeter große Stahlbremsscheiben mit Vierkolben-Bremssätteln zum Einsatz. Alle Scheiben sind rundum innen belüftet und perforiert; die besonders stark belasteten vorderen Bremsen verfügen über speziell entwickelte Kühlluftkanäle.

Unverändert von der Serie kommt der AMG 5,5-Liter-V8-Motor mit 265 kW/ 360 PS und 510 Newtonmetern. Die unter Rennstreckenaspekten überarbeitete AMG Sport-Abgasanlage mit zwei verchromten Doppelendrohren am Heck garantiert ein emotionaleres Sounderlebnis. In der neu gestalteten AMG Frontschürze ist ein Zusatz-Motorölkühler integriert, anstelle der serienmäßigen Nebelscheinwerfer sind ein weiterer Motorölkühler (rechts) sowie ein Getriebeölkühler (links) platziert. Über seitliche Öffnungen wird die warme Luft effektiv abgeführt. Zudem kommen eine leistungsfähigere Kühlung der Servo-Ölpumpe und eine aktive Kühlung des Hinterachsdifferenzials zum Einsatz. Diese Maßnahmen garantieren problemlose Betriebstemperaturen bei allen klimatischen Bedingungen.

Die Gänge können ausschließlich manuell gewechselt werden. Hierfür stehen zwei Fahrprogramme zur Verfügung - "M1" sowie "M2", das nochmals kürzere Gangwechsel ermöglicht. Wie im Rennsport üblich, wird mittels Lenkrad-Paddels geschaltet.

Durch die Verlegung der Batterie aus dem Motor- in den Kofferraum und den Einsatz eines im Kofferraum platzierten 80-Liter-Renntanks konnte eine nahezu ausgeglichene Verteilung zwischen Vorder- und Hinterachse von 52 zu 48 Prozent erzielt werden. Der Renntank mit seinen typischen Schaumstoff-Einlagen verhindert als Voraussetzungen für geringe Karosseriebewegungen in schnellen Wechselkurven das Hin- und Herschwappen des Kraftstoffs

Im Interieur dominiert die funktionelle Atmosphäre eines Rennwagens: Der Schalensitz aus GFK mit Sechspunkt-Gurt und feuerfestem Stoffbezug bietet optimalen Seitenhalt, der Überrollkäfig und die Feuerlöschanlage sorgen für Sicherheit.

auto-reporter

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