Erste Ausfahrt mit dem Mini Roadster

Mit dem Mini Roadster startet nun auch die offene Variante des Mini Coupé. Bei einer Testfahrt konnten wir schon erste Fahreindrücke sammeln.

Die derzeitigen Minus-Grade sind ein guter Anlass, sich auf den nächsten Frühling zu freuen und eine erste Kontaktaufnahme mit dem Mini Roadster zu starten. Der offene Zweisitzer rollt schon im Februar zu den Händlern und steht somit für die ersten warmen Tage im Jahr zur Verfügung.

Wir konnten schon eine erste Testrunde mit dem Mini Roadster drehen, der gleich mit vier Motor-Varianten an den Start geht. Basisversion ist der Mini Cooper Roadster, der um 23.390 Euro zu haben ist. Der 122 PS (90 kW) starke 1,6 Liter Motor reicht aus, um den rund 1,2 Tonnen schweren Mini in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu befördern und ihn 199 km/h schnell zu machen.

Preislich der nächste Schritt ist dann um 27.990 Euro der Mini Cooper S Roadster, der schon mit 184 PS (135 kW) an den Start geht. Mit der S-Version erreicht man nach nur 7 Sekunden die 100 km/h Marke und ist bis zu 227 km/h schnell. Trotz aller Sportlichkeit soll sich der Mini dabei im Schnitt mit 6,0 Liter Benzin pro 100 Kilometer begnügen.

Noch sparsamer ist man dann mit dem 28.790 Euro teuren Mini Cooper SD Roadster unterwegs. Der 143 PS (105 kW) starke Dieselmotor genehmigt sich im Schnitt nur 4,5 Liter pro 100 Kilometer. Trotzdem wird bei dem derzeit einzigen Diesel-Roadster in der Klasse der Fahrspaß groß geschrieben. In nur 8,1 Sekunden sprintet der offene Diesel aus dem Stand auf Tempo 100 und ist bis zu 212 km/h schnell.

Das Spitzenmodell ist auch beim Roadster die John Cooper Works-Version, die um 35.490 Euro erhältlich ist. Unter der Haube arbeiten dann 211 PS (155 kW), die den kleinen Roadster in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und 237 km/h schnell machen.

Bis auf die John Cooper Works-Version sind auch alle Modelle gegen Aufpreis mit einer Automatik lieferbar, was in dieser Klasse nicht selbstverständlich ist, aber sicher einige Käufer motivieren wird, doch zur bequemen Schaltmöglichkeit zu greifen, die in keinem Konflikt mit den sportlichen Genen des Minis steht.

Immerhin steht auch beim Roadster der Fahrspaß im Vordergrund, auch wenn Mini natürlich alles daran gesetzt hat, dass der Spaßmacher auch so sicher wie möglich ist. Serienmäßig verfügt der Mini über eine hochsteife Karosserie mit verstärkten A-Säulen, die im Falle eines Überschlags nicht nur Schutz bieten sollen, sondern auch die Steifigkeit der Karosserie verbessern. Zudem sorgen DSC (das ESP von Mini), DTC (Traktionskontrolle), ABS und vier Airbags für noch mehr Sicherheit.

Für eine erste Ausfahrt haben wir das Einstiegsmodell, den Mini Cooper, gewählt. Mit seinem günstigen Einstiegspreis und den 122 PS sollten Fahrspaß und geringe Kosten unter einen Hut zu bringen sein.

Wer schon einmal in einem Mini gesessen ist, wird sich auch im Roadster auf Anhieb wohl fühlen und auskennen. Das Armaturenbrett und die Sitze kennt man schon vom Coupé, und auch das Platzangebot ist für einen Roadster sehr gut. Selbst das Kofferraumvolumen von 240 Liter kann als sehr großzügig bezeichnet werden.

Das serienmäßig nur manuell zu bedienende Dach ist schön ausgeformt und bietet auch größeren Passagieren noch eine akzeptable Kopffreiheit. Bei der Auslegung des Dachs merkt man aber, dass Mini den Roadster vor allem für die warmen Tage des Jahres konzipiert hat.

Unter der dünnen Stoffhaut sind die nackten Verstrebungen des Verdecks zu sehen, und es ist auch nicht sonderlich dick ausgeführt, wodurch bei Autobahntempo schon einige Windgeräusche in den Innenraum dringen. Auf Wunsch gibt es auch um rund 700 Euro ein semi-elektrisches Dach, bei dem man nur die Verriegelung selbst bedienen muss.

Beim Fahrspaß kann schon das Basismodell voll überzeugen. Der Motor giert nach Drehzahlen, um die volle Leistung zu entfalten, was aber zur Charakteristik des sportlichen Minis sehr gut passt. Fahrverhalten und Straßenlage bietet das markentypische Go-Kart-Feeling, und man sehnt sich beim Kurvenausgang schon wieder nach der nächsten Kurve. Der Mini Roadster hat auch einen sehr guten Eindruck in Bezug auf die Verwindungssteifigkeit gemacht, man spürt selbst bei flotter Fahrt keinerlei Verzerrung der Karosserie.

Neben den flotten Fahrleistungen und dem damit verbunden Fahrspaß gefällt auch die Komfortausstattung, die bereits der günstigste Mini Roadster um 23.390 Euro mitbringt. Zusätzlich zu den schon eingangs erwähnten Sicherheits-Features gibt es noch das Radio Mini CD, eine Park Distance Control, eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber, ein Drei-Speichen-Lederlenkrad, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung und 15"-Alufelgen.

Es sind aber auch nach oben hin noch einige Optionen offen, und man kann sich seinen Mini sehr individuell gestalten. So gibt es auch für den Mini Roadster gegen Aufpreis Xenon-Licht, einen Komfortzugang, Mini Connected oder ein Navigationssystem.

Viele Farbkombinationen und zusätzliche Optik-Features ergänzen die Möglichkeiten zur Individualisierung. Wer das Frühjahr 2012 also schon mit einem Cabrio verbringen möchte, sollte bald den Mini-Händler seines Vertrauens aufsuchen und den neuen Spaßmacher aus dem Hause Mini näher betrachten.

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