Nissan 370Z NISMO - Fahrbericht

Mit dem 370Z NISMO kommt nun das zweite NISMO-Modell nach Europa. Wir sind den schnellen Japaner schon gefahren.

Die Marke NISMO (NISsan MOtorsport) gibt es schon seit 1964 und ist in Japan und Amerika auch sehr bekannt und beliebt. Seit Frühjahr 2013 ist die sportliche Abteilung von Nissan auch in Europa vertreten.

Nach dem Juke NISMO kommt nun mit dem 370Z NISMO das zweite Modell zu den Händlern. Dabei wird der ohnehin schon sehr sportliche 370Z nochmals nachgeschärft und ganz auf Sportlichkeit getrimmt.

Optisch erkennt man den heißen Nissan an den NISMO-typischen Designmerkmalen wie dem Schriftzug am Heck, den eigens designten Leichtmetallrädern, den roten Zierelementen rundum sowie dem auffälligen Body-Kit, der dem 370Z NISMO im Vergleich zu den anderen 370Z-Versionen einen noch bulligeren Auftritt verleiht.

Der Body-Kit hat neben der optischen Extravaganz aber auch die Aufgabe, für eine perfekte Luftverteilung zu sorgen. Während der Unterboden und der Heckdiffusor so gebaut sind, dass der Wagen regelrecht auf die Straße gesaugt wird, ist der große Heckspoiler für einen besseren Anpressdruck an der Hinterachse wichtig. Härtere Federn und straffere Dämpfer verbessern die Straßenlage nochmals deutlich.

Natürlich hat der 370Z NISMO auch bei der Leistung zugelegt, der 3,7 Liter V6 leistet nun 344 PS (253 kW) statt der serienmäßigen 328 PS (241 kW). Sein maximales Drehmoment liefert der Motor bei 371 Nm.

Das reicht aus, um den flotten Sportwagen in 5,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h zu befördern; die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h limitiert.

Wir hatten schon Gelegenheit, die sportlichste Version des 370Z zu fahren, noch dazu in Deutschland, wo es oftmals kein Tempolimit auf Autobahnen gibt.

Hier konnte der 370Z NISMO zeigen, was ihn ihm steckt. Schon bei der ersten Begegnung stechen einem die optischen Änderungen ins Auge. Etwas überarbeitet präsentiert sich auch der Innenraum. Sehr bequeme NISMO-Sportsitze, Armaturen im NISMO-Look, rote Ziernähte und eine massive Strebe hinter den Vordersitzen, welche die Steifigkeit erhöht, sind die auffälligsten Änderungen im Vergleich zu den anderen Versionen. Auch das Alcantara/Lederlenkrad ist eine Neuheit im 370Z und fühlt sich nicht nur gut an, sondern liegt auch gut in der Hand.

Zwischen Mittelkonsole und Schalthebel verbirgt sich dann noch ein kleiner Schalter, der die manuelle 6-Gang-Schaltung auf "Sport" trimmt.

Fahrwerk und Federung sind nämlich ohnehin ganz auf die sportlichen Gene des 370Z NISMO ausgelegt und benötigen keine Extra-Taste für Veränderungen, bei der Schaltung wird im Sport-Modus aber eine automatische Zwischengas-Funktion hinzu geschalten, welche nicht nur einen Hörgenuss bietet, sondern den jeweils gewählten Gang auf einem idealen Drehzahlniveau hält.

Drückt man das Gaspedal bis zum Boden durch, werden die Passagiere wie beim Start eines Flugzeugs in die Sitze gepresst. Je weiter die Nadel des Drehzahlmessers Richtung roten Bereich wandert, umso kerniger wird der Sound des V6 und unterstreicht so auch akustisch die Sportlichkeit des Fahrzeugs.

Der Leistungsfluss hält dabei auch weit über die 200 km/h Marke ungebrochen an. Dabei ist der 370Z NISMO aber nicht nur für gerade Strecken gemacht, auch auf kurvigen Straßen bietet er jede Menge Fahrspaß und fährt wie auf Schienen.

Lediglich bei Nässe sollte man vorsichtig sein, da neigt das Heck des Sportlers dazu, trotz ESP mal dezent auszubrechen. Auf trockener Fahrbahn kann der 344 PS-Bolide seine Kraft aber perfekt auf die Straße bringen und ist im Vergleich zum normalen 370Z auch noch den entscheidenden Tick sportlicher zu bewegen.

So viel Fahrspaß hat aber auch seinen Preis: in Österreich kostet der Nissan 370Z NISMO 64.900 Euro, wobei Dank CO2-Strafsteuer und hoher NOVA der Steueranteil wieder einmal extrem hoch ist. In Deutschland ist der gleich ausgestattete 370Z NISMO rund 20.000 Euro günstiger, da dort lediglich 19% Steuer fällig sind.

Der 370Z NISMO kann dabei mit einer sehr großzügigen Serienausstattung aufwarten, unter anderem sind neben den bereits erwähnten optischen und technischen Änderungen auch noch Bi-Xenon-Scheinwerfer, ein Navigationssystem mit Touchscreen, eine Rückfahrkamera, ein Tempomat, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Sitzheizung, eine Klimaautomatik, eine High-End-Soundanlage, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und die Metallic-Lackierung im Preis enthalten.

Bestellungern werden ab sofort entgegen genommen, die ersten Exemplare sind ebenfalls schon am Weg zum Händlern.

Bis Anfang 2014 werden zudem noch zwei weitere NISMO-Modelle kommen. Den Anfang macht der Juke NISMO RS, der noch 2013 erhältlich sein wird, das zweite Modell ist dann der GT-R NISMO, der den Fahrspaß sicher noch weiter auf die Spitze treiben wird.

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