So stellt sich Nissan die Zukunft der Elektro-Mobilität vor

Mit dem Leaf hat Nissan das weltweit meisterverkaufte Elektroauto im Programm. Wie die Zukunft aussehen könnte, hat man jetzt verraten.

Im Rahmen eines EV-Workshops hat Nissan jetzt einen Ausblick in die Zukunft der Elektro-Mobilität gegeben und gemeinsam mit Partnern gezeigt, wie sich die E-Mobilität weiter entwickeln wird. Die Vision von Nissan hört sich eigentlich sehr gut an und zeigt eine Stadt, deren Einwohner alle rein elektrisch unterwegs sind. Jeder öffentliche Parkplatz hat eine eigene Ladesäule, wer ein Haus hat, kann sein E-Fahrzeug via Solar-Panels am Dach laden und die Energie auch zwischenspeichern und für den Haushaltsstrom verwenden. Sogar direkt ins Büro, an den arbeitenden Kollegen vorbei, geht es mit dem rein elektrisch betriebenen Fahrzeug, das sich, nachdem man ausgestiegen ist, selbst einparkt.

So gut sich das alles anhört, bis dieses Szenario 1:1 in heimischen Städten umgesetzt ist, wird man wohl auch schon den Mars besiedeln können. Dennoch hat die Elektro-Mobilität auch heute schon ihre Vorteile, und viele Dinge sind schon umsetzbar. So bietet zum Beispiel ab 2017 die Firma Eaton mit dem "xStorage" eine Möglichkeit, den über Solarenergie gewonnenen Strom Zuhause zu speichern.

Die Energie kann dann sowohl für den Haushalt, als auch für das Aufladen des Autos verwendet werden. Im xStorage finden zudem die ausrangierten Batterien aus dem Leaf ihre zweite Heimat, womit auch das Thema Batterien-Recycling nachvollziehbar erledigt ist. Aber auch der Nissan Leaf selbst kann schon als Energiespeicher verwendet werden, und die auf öffentlichen Ladesäulen eventuell sogar gratis bezogene Energie kann dann Zuhause für den Haushalt verwendet werden.

Dass die Energie im öffentlichen Raum gratis konsumiert werden kann, wird aber sicher ein recht schnelles Ablaufdatum haben. Vielmehr werden die Energieanbieter ihren Ladesäulenausbau weiter voran treiben, so wie etwa der heimische Marktführer Smatrics, der Österreich schon fast flächendeckend mit Ladesäulen überzogen hat. In der Praxis haben wir festgestellt, dass die Nachfrage nach Ladesäulen derzeit schon größer ist, als das Angebot und noch immer kleine technische Hürden auf die Besitzer von E-Autos warten.

Andere Länder sind beim Thema Elektro-Mobilität schon weiter, wie etwa Norwegen, wo es vom Staat vernünftige Förderungen und eine passende Infrastruktur gibt. Schlusslicht bei Städten in Bezug auf E-Mobilität ist leider Wien, was auch der Geschäftsführer von Smatrics im Rahmen des Workshops thematisiert hat. Als einzige westliche Weltmetropole gibt es in Wien noch keine öffentliche Lademöglichkeit für E-Autos, lediglich die privaten Anbieter haben Ladesäulen installiert.

Bremsklotz in Wien sind vor allem die Grünen, die jede Art von Individualverkehr aus der Stadt verbannen möchten und in den letzten Jahren ihr Bestmögliches gegeben haben, um das Autofahren in der Stadt so unattraktiv wie möglich zu machen. Der Verkehr ist dabei nicht weniger geworden, die Leute benötigen halt jetzt nur länger. Würde man in Wien eine vernünftige Infrastruktur und Anreize für Elektoautos schaffen, könnte man sicher ähnliche Erfolge wie in Oslo verzeichnen, wo die Elektromobilität heute schon einen deutlich höheren Stellenwert hat als bei uns.

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