Vorschau: Nissan GT-R Nismo Modell 2020

Optimiert für Rennstrecke und Straße

Auf der New York Auto Show hat Nissan jetzt auch den in Gewicht, Aerodynamik und Performance weiter verbesserten GT-R Nismo des Modelljahrs 2020 präsentiert. "Der neue Nismo treibt den GT-R Fahrspaß auf die Spitze und ist ein Auto, das eigentlich auf die Rennstrecke gehört - das sich aber auf der Straße genauso wohlfühlt", sagt Hiroshi Tamura, Chefentwickler für den GT-R.

Der Nissan GT-R des neuen Modelljahrs ist vollgestopft mit Rennsporttechnik - und macht sie für Fahrer aller Niveaus noch leichter zugänglich. Fahrzeugkontrolle und Berechenbarkeit sind bei der Entwicklung im Vordergrund gestanden. Als potentester Vertreter der Baureihe unterscheidet sich der GT-R Nismo dabei von seinen Schwestermodellen unter anderem durch den üppigen Einsatz von Karbonfaser: Zu finden ist sie in den Stoßfängern vorne und hinten, den vorderen Kotflügeln, der Motorhaube, dem Dach, den Schwellerabdeckungen, dem Kofferraumdeckel und dem Heckspoiler. Alle Komponenten wurden im Hinblick auf Gewicht, Abtrieb und Aerodynamik verbessert. Die vorderen Kotflügel ähneln nun denen vom GT3 GT-R. Bogenförmige Lüftungsschlitze leiten heiße Luft vom Motorraum weg und steigern den Abtrieb an den Vorderrädern, ohne den Luftwiderstand zu erhöhen. Zudem glätten sie den Luftstrom entlang der Karosserie, vermeiden dabei Kontakt mit dem Heckspoiler und tragen damit zur Fahrstabilität bei hohem Tempo bei. Das Karbonfaserdach besteht dank eines neuen Verfahrens aus einem besonders leichten und dichten Gewebe.

Leichter als zuvor sind auch die exklusiven Rays-Felgen aus geschmiedetem Aluminium im 20-Zoll-Format, deren Neun-Speichen-Design zur Steifigkeit beiträgt. Die neuen Dunlop-Reifen vergrößern mit breiterer Lauffläche und weniger Rillen die Aufstandsfläche um elf Prozent. Dies verbessert Kurvenverhalten und Lenkrückmeldung und verringert Rollbewegungen. Im Innenraum sorgen exklusive Nismo-Vordersitze für Unterstützung im Bereich der Schultern und in unteren Körperbereichen und intensivieren damit die Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug.

Nur wenige Modelle können dem Nissan GT-R bei den Fahrleistungen das Wasser reichen. Für das überarbeitete Modell ging es daher vor allem darum, mit kleinsten Anpassungen das Maximum aus Motor und Fahrwerk herauszuholen. Herzstück bleibt der 3,8 Liter große Bi-Turbo-V6; jedes einzelne Triebwerk wird in Handarbeit zusammengebaut. Das exklusive Turbolader-Design aus dem GT3 Rennwagen hat eine modifizierte Turbinenform und weniger Schaufeln, was die Durchflussmenge optimiert und das Ansprechverhalten um 20 Prozent verbessert. Das überarbeitete Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe besitzt einen verbesserten R Mode für schnellere Gangwechsel und eine optimierte Gangwahl insbesondere am Kurvenausgang. Dadurch verbessert sich das Beschleunigungs- und Bremsgefühl sowohl auf dem Rundkurs als auch auf der Straße. Die adaptive Schaltsteuerung ermöglicht eine Anpassung des Schaltverhaltens an die Vorlieben des Fahrers und an die jeweiligen Fahrbedingungen. Der Auspuffsound ist das Produkt einer neuen Titan-Abgasanlage mit polierten blauen Endrohren.

Modifikationen an der Radaufhängung erhöhen die Kurvenstabilität und den Fahrkomfort. Die Lenkung spricht noch gleichmäßiger und präziser an und erfordert selbst bei höchsten Geschwindigkeiten nur minimale Korrekturen. Zum Hochleistungs-Charakter des Supersportwagens passt auch die neue Karbon-Keramik-Bremsanlage. Kernbestandteile sind Brembo Karbon-Keramik-Scheiben - vorne mit 410 mm Durchmesser und hinten mit 390 mm - sowie hochfeste Brembo Bremssättel in hellgelber Lackierung, die Temperaturen von mehr als 1.000 Grad Celsius übersteht. Reaktionszeit, Haltbarkeit und die Bremsleistungen insgesamt konnten gegenüber der bisherigen Bremsanlage verbessert werden. Zugleich sorgt das geringere Gewicht der Bremsen an jedem einzelnen Rad für weniger ungefederte Massen. Dadurch folgt der GT-R Nismo präzise der beabsichtigten Linie. Die Karbon- und Siliziumkarbid-Struktur der Bremsscheiben ist fast so hart wie Diamanten. In Verbindung mit dem neuen Material für die Bremsbeläge erzeugen sie mehr Reibung und sorgen damit für ein besseres Bremsgefühl und mehr Kontrolle. Zudem konnten die erforderliche Bremskraft und die Pedalwege reduziert werden.