Nissan Juke Nismo - Fahrbericht

Der Nissan Juke Nismo ist das neue Topmodell der Juke-Baureihe. Wir konnten schon jetzt erste Fahreindrücke sammeln.

Bei BMW kommen die sportlichsten Modelle von der M GmbH, bei Nissan ist das Adäquat dazu Nismo. In Asien und Nordamerika ist die Marke schon sehr bekannt, in Europa kennen die Nissan Nismo-Modelle vor allem die Playstation-Spieler der erfolgreichen Gran Turismo Spiele-Serie.

Mit dem Juke Nismo startet jetzt aber auch in Europa erstmals ein Modell der Tuningschmiede. Optisch hebt sich der Juke Nismo deutlich von seinen Brüdern ab.

Eine komplett neue Frontpartie inkl. LED-Tagfahrlicht, aerodynamisch ausgefeilte Spoiler rundum, rote Spiegelgehäuse, 18"-Nismo Leichtmetallräder und auch einige weitere rote Zierelemente schmücken den sportlichen Juke.

Der Auftritt erinnert stark an den Juke-R, dem er optisch näher ist als allen anderen Juke-Varianten. Zudem konnten die Nismo-Techniker aus dem bewährten 1,6 Liter Turbomotor weitere 10 PS herausholen, womit der Juke Nismo nun über 200 PS (147 kW) verfügt.

Die Kunden können auch zwischen dem 4x2-Modell mit manuellem 6-Gang Getriebe oder dem 4x4-Modell mit CVT-Automatik wählen. Der frontgetriebene Juke schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,8 Sekunden, die Automatik-Version in 8,2.

Auch bei der Höchstgeschwindigkeit hat der Juke mit manuellem Getriebe mit 215 km/h die Nase vor dem CVT-Juke, der nur 200 km/h schnell ist.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den Juke Nismo 4x2 mit 6-Gang-Schaltung näher kennenlernen. Gleich bei der ersten Begegnung stellt man fest, dass auch der Innenraum der sportlichen Außenoptik angepasst wurde. Feinste Leder-Sportsitze, ein Alcantara/Lederlenkrad mit roter 12-Uhr-Markierung, ein eigens gestalteter Schaltknauf und ein rot hinterlegter Drehzahlmesser vermitteln Sportwagen-Feeling pur.

Der Juke Nismo ist zudem das erste Juke-Modell mit neuem Navigationssystem, welches eine Spur größer und noch vielseitiger geraten ist. Die anderen Juke-Modelle werden dieses ab Frühjahr erhalten.

Gleich nach dem Start merkt man auch, dass die Techniker beim Sound einiges getan haben. Der 200 PS-Benziner hört sich bei voller Beschleunigung sehr kernig an, bleibt bei normalem Tempo aber angenehm leise.

Ein strafferes Fahrwerk, eine direktere Lenkung und eine noch knackigere Schaltung kennzeichnen das Juke Nismo-Modell zusätzlich. Auch wenn die Leistung nur um rund 5% gegenüber dem bisherigen Topmodell erhöht wurde - der Fahrspaß im Juke Nismo ist um 50% höher.

Der sportliche Juke liegt perfekt in den Kurven und vermittelt trotz seiner hohen Sitzposition Sportwagen-Feeling pur. Dabei verwöhnt der Juke Nismo serienmäßig mit einer ordentlichen Portion Luxus.

Neben den optischen Zusatzfeatures inkl. 18"-Rädern, Sportsitzen, Spoilern und LED-Tagfahrscheinwerfern gibt es auch noch eine Metallic-Lackierung, das Navigationssystem, eine Klimaautomatik, elektrische Fensterheber vorne und hinten, einen Tempomat, eine Rückfahrkamera und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung.

Das Ganze gibt es dann noch dazu zu einem Schnäppchenpreis von 27.890 Euro im Falle des Juke Nismo 4x2 MT, bzw. 31.990 Euro für den Juke Nismo 4x4 CVT. Sonderausstattung gibt es bei dem überkomplett ausgestatteten Juke keine mehr. Lediglich für eine der drei verfügbaren Farben (Schwarzmetallic, Graumetallic und Weißmetallic) muss sich der Kunde entscheiden.

Der Juke Nismo ist aber nur der Beginn einer ganzen Serie von Nismo-Fahrzeugen. Im Rahmen der Testfahrten konnten wir schon eine kleine Runde mit dem 220 PS starken Prototypen machen, welcher bei der Beschleunigung noch mehr Dampf macht und als nächster Juke Nismo kommen wird.

Vorher wird aber noch im Sommer der Nissan 370Z Nismo nach Europa kommen, der dann die ohnehin schon sportlichen Fahrleistungen des schnittigen Coupés nochmals um einiges toppen wird.

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