Der neue Nissan Micra - Fahrbericht

Der neue Nissan Micra steht kurz vor seiner Markteinführung. Wir konnten schon erste Fahreindrücke sammeln.

Bereits im September haben wir alle Details zum neuen Nissan Micra verraten, jetzt können wir auch unsere ersten Fahreindrücke präsentieren. Mit der vierten Generation des Kleinwagen möchte Nissan die Erfolgsgeschichte weiter fortschreiben. In Österreich wurden seit der Einführung der 1. Micra-Generation rund 60.000 Fahrzeuge verkauft, weltweit sind es schon 5,5 Millionen Autos.

Im Vergleich zum Vorgänger ist der kleine Nissan etwas gewachsen, das Plus von 61mm in der Länge und 20mm beim Radstand soll vor allem den Passagieren zu Gute kommen. Die neue Generation ist nicht mehr so extravagant wie ihr Vorgänger, kann aber mit klaren Linien überzeugen und besitzt nach wie vor den "Knuddel-Faktor". Der Innenraum wirkt jetzt hochwertiger, und das erhöhte Platzangebot ist durchaus merkbar. Erstmals gibt es für den Nissan Micra auch Ausstattungsoptionen, die in seiner Klasse bislang noch nicht so verbreitet sind.

Dazu zählen ein Parkassistent, der verrät, ob eine Parklücke passt oder nicht, das Keyless Entry & Go System inkl. Start/Stopp-Knopf, eine Mittelarmlehne für den Fahrer, ein Multifunktionslenkrad und das bereits aus anderen Modellen bekannte Navi- und Entertainmentsystem "Nissan Connect". Bei diesem System kann man via 5" Touch-Screen die gewünschte Fahrtroute wählen, oder auch mittels Bluetooth-Schnittstellte Songs vom Mobiltelefon über das Autoradio hören.

Bei der Top-Ausstattungslinie "Tekna" ist das System serienmäßig an Bord, für die mittlere Ausstattungslinie "Acenta" ist es zum moderaten Aufpreis von 500 Euro erhältlich. In der Basisausstattung kann der kleine Micra schon mit ESP, ABS, elektrischen Fensterhebern vorne, 6 Airbags, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und Stoßfängern in Wagenfarbe glänzen. Der Preis liegt hier bei 10.690 Euro.

Ab der "Acenta"-Linie gibt es dann um 12.790 Euro unter anderem noch eine Klimaautomatik, elektrisch verstellbare Außenspiegel, ein CD-Radio mit vier Lautsprechern, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Leder-Lenkrad und -Schaltknauf, eine Mittelarmlehne für den Fahrer und einen Bordcomputer.

Beim Top-Modell "Tekna" um 15.490 Euro kommen dann noch das Nissan-Connect System, Parkguide mit Parksensoren, Regen- und Lichtsensor, elektrisch anklappbare Spiegel, ein Panorama-Glasdach, Intelligent Key und Start/Stopp-Knopf, Leichtmetallfelgen und Nebelscheinwerfer hinzu.

Der Micra ist derzeit nur mit einem 1,2 Liter Benzinmotor mit 80 PS (59 kW) erhältlich, die Kunden können aber zwischen manuellem Getriebe und CVT-Automatik wählen. Der Verbrauch liegt bei rund 5 Liter, was einem CO2-Ausstoß von 115 g/km entspricht. Ab Herbst kommt dann der 1,2 DIG-S Direkteinspritzer mit Kompressor-Aufladung und 98 PS (72 kW) auf den Markt, der beim Verbrauch noch sparsamer ist, der CO2-Ausstoß soll hier bei 95 g/km liegen.

Bei einer kurzen Testfahrt in der Wiener City konnten wir uns schon ein kleines Bild von den Qualitäten des Nissan Micra der vierten Generation machen. Der Motor wirkt sehr quirlig und hängt gut am Gas. Die Laufruhe des 3-Zylinder-Motors kann dabei locker mit anderen 4-Zylinder-Motoren mithalten. Im Innenraum bleibt der Micra im Stadt-Betrieb angenehm.

Auch Schaltung und Lenkung gefallen sehr gut, mit einem nochmals verkürzten Wendekreis ist der Micra auch in engen Gassen wunderbar flink zu bewegen. Der neue Micra wirkt auch erwachsener als sein Vorgänger.

Wer bis 31.3.2011 einen Micra kauft, der kommt zudem in den Genuss eines Einführungsangebots. Bis dahin gibt es nämlich den Micra Connect Edition mit gratis Navigationsgerät Nissan Connect und einem iPhone4.

Kommentare