Fahrbericht mit dem neuen Nissan Qashqai

Wir sind den frisch gelifteten Nissan Qashqai schon gefahren und verraten, was sich alles geändert hat und inwieweit er besser ist als bisher.

Der Nissan Qashqai zählt zu den beliebtesten Vertretern seiner Klasse und kommt jetzt in einer überarbeiteten Version auf den Markt. Optisch erkennt man den neuen Qashqai an der deutlich überarbeiteten Frontpartie, die auf Wunsch auch mit LED-Scheinwerfern ausgerüstet werden kann. Die neue Frontpartie lässt den Nissan-SUV noch dynamischer und moderner wirken. Leicht verändert zeigt sich auch das Heck, vor allem die neuen LED-Rückleuchten stechen dabei ins Auge.

Im Innenraum ist der Nissan Qashqai im Detail verfeinert worden, und es gibt mit dem Tekna+ auch eine neue Top-Ausstattungslinie. Ein neues Lenkrad haben alle Versionen bekommen, dem Topmodell bleibt aber ein deutlich luxuriöserer Innenraum vorbehalten. Die neuen Sitze, die ab N-Connecta-Ausstattung Serie sind, geben nun besseren Halt. Der Tekna+ hat zudem neue Nappaleder-Bezüge, weiters hat man auch Türgriffe und Mittelarmlehne mit Leder bezogen, was den luxuriösen Eindruck des Tekna+ deutlich erhöht.

Für mehr Sicherheit sorgen der Notbremsassistent, der jetzt auch über eine Fußgängererkennung verfügt, sowie die bewährten Assistenzsysteme, die schon bisher an Bord waren. Ab Frühjahr 2018 kommt mit dem ProPilot ein weiteres Sicherheits-Feature hinzu. Der ProPilot ist ein adaptiver Tempomat, der auch über einen Stauassistenten verfügt. Das Fahrzeug kann dabei auch dem Vordermann folgen und übernimmt Lenkeingriffe.

Im Detail verfeinert hat Nissan auch die Motoren. Für Benzin-Fans gibt es den 1,2 DIG-T mit 115 PS oder den 1,6 DIG-T mit 163 PS. Bei den Dieselmotorisierungen kann man zwischen dem 1,5 dCi mit 110 PS und dem 1,6 dCi mit 130 PS wählen. Der starke Diesel ist dabei in drei Varianten erhältlich: Mit Frontantrieb, mit Allradantrieb oder mit Frontantrieb und CVT-Getriebe.

Für eine erste Ausfahrt haben wir den Qashqai 1,6 dCi mit 130 PS und Allradantrieb gewählt. Sofort ins Auge sticht dabei die luxuriöse Tekna+ Ausstattung, die den Innenraum wirklich hochwertiger wirken lässt. Das neue Lederlenkrad liegt sehr gut in der Hand, und der Touchscreen in der Mittelkonsole hat jetzt eine schönere Grafikdarstellung der Inhalte bekommen. So fühlt man sich gleich sehr wohl. Extra für den Qashqai-Innenraum wurde auch ein neues Bose-Soundsystem mit 8 Lautsprechern entwickelt. Nissan hat im Zuge des Facelifts auch die Geräuschdämmung verbessert und die Lenkung verfeinert. Die Straßenlage ist ebenfalls nochmals besser geworden, und der Qashqai liegt auch auf kurvigen Bergstraßen perfekt auf der Straße.

Nicht ganz mit den sportlichen Seiten des Qashqai kann der 130 PS starke Diesel mithalten, der von unten heraus eine deutliche Durchzugsschwäche zeigt. Hat man das Turboloch überwunden, geht es aber sehr flott dahin, und auch Überholmanöver sind kein Problem, wenn man zuvor den richtigen Gang des fein zu schaltenden 6-Gang-Getriebes wählt. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen 10,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 km/h. Im Schnitt soll sich der Motor mit nur 4,9 Litern pro 100 Kilometer begnügen.

Die Überarbeitung hat dem Qashqai auf jeden Fall sehr gut getan. Er fühlt sich deutlich hochwertiger an und sieht noch moderner aus. Auch die Sicherheitsausstattung kann überzeugen, wenngleich das Highlight, der ProPilot, erst nächstes Jahr kommt. Bestellungen können ab sofort aufgegeben werden, der Qashqai ist in Visia-Ausstattung ab 21.690 Euro erhältlich, die Auslieferung startet Ende August 2017.