Opel Corsa Facelift – Fahrbericht

Schon seit 1982 ist der Opel Corsa eine Ikone am Automobilmarkt. Im Stammwerk in Rüsselsheim durften wir uns die aktuelle sechste Generation genauer anschauen.

Zunächst fällt das frische Design ins Auge. Das neue charakteristische Markengesicht, der Opel Vizor, sorgt für eine moderne Fahrzeugoptik. Unterschieden wird bei dem Modell zwischen dem Corsa und dem Corsa GS.

Wer den Unterschied erkennen möchte, der muss einen Blick auf die Logos werfen. Bei der GS-Version sind diese nämlich in Hochglanz Schwarz und bei der Corsa-Variante in Silber-Chrom ausgeführt. Die Frontoptik wird durch die Intelli-Lux LED-Matrix Scheinwerfer abgerundet. Diese wurden überarbeitet und sind jetzt mit 14 LEDs ausgestattet. Sie sorgen am Abend für eine noch sicherere und angenehmere Fahrt.

Für jeden etwas dabei

In Sachen Antrieb ist der Corsa vielseitiger denn je. Der Corsa Electric steht mit zwei Leistungsstufen zur Verfügung. Den Einstieg macht die 136 PS starke Variante, und für jene, denen das nicht reicht, steht auch die 156 PS-Version zur Verfügung. Die 51 kWh große Batterie soll in Kombination mit dem Topantrieb eine Reichweite von bis zu 405 Kilometern ermöglichen. Aufgeladen wird der Stromer mit bis zu 100 kW. So lässt sich der neue Corsa Electric in unter 30 Minuten von 10 auf bis zu 80 Prozent laden.

Doch Opel hat auch die traditionellen Fahrer nicht vergessen. Der benzinbetriebene Corsa ist mit einem 1,2 Liter-Motor und 75 PS zu einem Einstiegspreis von 18.499 Euro brutto erhältlich. Die Verbrenner-Varianten sind sowohl in Kombination mit einer Fünf- oder Sechsgang Handschaltung als auch einem Achtgang-Automatikgetriebe erhältlich.

In den kommenden Monaten wird die Antriebspalette um Hybridvarianten erweitert. Die 1,2-Liter-Motoren mit 100 PS oder 136 PS sind mit einem neuen Doppelkupplungs-Automatikgetriebe und einem Elektromotor ausgestattet. Wenn man diesen Hybridantrieb mit herkömmlichen, nicht-elektrifizierten Antrieben vergleicht, zeigt sich, dass der Kraftstoffverbrauch des neuen Corsa um etwa 15 Prozent geringer ist.

Dieses Hybridsystem ist besonders im städtischen Verkehr von Vorteil, da hier bis zu 50% der Fahrstrecke rein elektrisch und somit ohne jegliche Emissionen bewältigt werden können. Eine Motorisierung, die sicherlich viele umweltbewusste Fahrer anlocken wird, die noch nicht ganz bereit sind für ein Elektroauto.

Alles, was das Herz begehrt

Zur serienmäßigen Ausstattung zählen diverse Assistenzsysteme wie der Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgängererkennung, der intelligente Geschwindigkeitsregler und -begrenzer sowie Spurhalte-Assistent und die Verkehrsschild- und Müdigkeitserkennung. Verbaut wurde außerdem eine neue hochauflösende Rückfahrkamera, die beim Einparken gute Arbeit leistet.

Natürlich darf der Komfort nicht fehlen, deshalb sind die vorderen Sitze beheizt und der Fahrersitz mit einer Massagefunktion ausgestattet. Das neue Glaspanoramadach flutet den Innenraum mit Licht und sorgt für ein angenehmes Ambiente.

Nach unserer Testfahrt können wir unser Fazit ziehen. Nach mehr als 100 km im Corsa Electric können wir behaupten, dass der Corsa nun so gut da steht wie noch nie zuvor. Das Lenkgefühl ist sehr direkt, und der kleine Stromer liegt sehr stabil auf der Straße. Die Bedienung im Innenraum, typisch für den Corsa, ist schlicht gehalten und dadurch sehr benutzerfreundlich.

Besonders praktisch ist das Festhalten von Opel an Tasten und Drehreglern. Somit sind alle wichtigen Bedienelemente wie der Lautstärken-Regler oder die Klimabedienelemente sehr schnell und intuitiv zu bedienen. Auf unserer Strecke waren wir sowohl auf der Autobahn als auch auf den Landstraßen rund um Rüsselsheim unterwegs und konnten unsere Testrunde mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 14,2 kWh auf 100 km beenden.

Der neue Corsa ist ab sofort bei den Händlern erhältlich. Die ersten Fahrzeuge sind schon auf den österreichischen Straßen unterwegs und werden definitiv bald öfters zu sehen sein.

E-Rallye Power im neuen Opel Corsa

Als erstes voll elektrisches Rallye-Fahrzeug für den Breitensport im ADAC Opel Electric Rally Cup „powered by GSe“ zeigt er, dass Motorsport und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Mit einer Leistung von 136 PS und einem Drehmoment von 260 Nm direkt ab Start ist dieser Rallye-Stromer nicht nur leistungsstark, sondern auch umweltfreundlich.

Während der Elektromotor, der Inverter und die Batterie direkt aus dem Serienmodell stammen, wurden sicherheitskritische Komponenten wie der Überrollkäfig, ein modifiziertes Getriebe und ein Lamellen-Sperrdifferenzial speziell für den Rennbetrieb integriert.

Dank eines effizienten Schnellladesystems können die elektrischen Rennfahrzeuge problemlos an mobilen Ladepunkten Energie laden, sodass ihnen auf der Rennstrecke nie der Strom ausgeht. Das Team zapft dabei seinen Strom direkt vom Netz ab und stellt nicht, wie viele denken, einen Dieselgenerator in der Boxengasse auf.

Ein weiteres Highlight des Corsa Rally Electric ist sein fortschrittliches Rekuperationssystem, das die beim Bremsen entstehende kinetische Energie in elektrische Energie umwandelt und speichert, was die Effizienz des Fahrzeugs weiter erhöht. Dennoch ist man aufgrund des hohen Verbrauchs stark eingeschränkt. Nach rund 80 km muss man den Stromer wieder an die Ladestation hängen.

Doch es ist nicht nur die Technologie, die den Corsa Rally Electric auszeichnet. Die Berliner Künstlerin Elisa Klinkenberg hat dem Fahrzeug ein einzigartiges Design verliehen, das es zu einem echten „Art Car“ macht.

Die Zukunft des Motorsports ist somit gesichert, man muss sich lediglich an die neuen Gegebenheiten gewöhnen.

Weitere Infos zu Opel unter www.opel.at