Opel Insignia Allrad Diesel - Fahrbericht

Pünktlich zum ersten Schnee gibt es den Opel Insignia 4x4 auch mit dem 160 PS starken Turbodiesel. Die erste Testfahrt konnte überzeugen.

Opel hätte die Präsentation des Insignia 4x4 Diesel kaum besser timen können. Pünktlich zum ersten Schneefall denkt wohl so mancher Autofahrer an ein Allrad-Fahrzeug, nicht nur in westlichen Gefilden sondern auch im Flachland. Kein Wunder, liegen die Vorteile des Antriebskonzeptes doch auf der Hand. Vier angetriebene Räder sind ein deutliches Traktionsplus, aber auch bei Nässe und in Kurven bietet der Allradantrieb ein Sicherheitsplus. Allradantrieb im Opel Insignia ist prinzipiell nichts Neues, wohl aber in Kombination mit einem Dieselmotor. Denn gerade in der Mittelklasse machen die Selbstzünder nach wie vor den Löwenanteil aus, dementsprechend wichtig ist diese Kombination für Opel. Weiterhin zu haben ist der Allrad mit den Turbobenzinern mit 220 bzw. 260 PS sowie dem 325 PS starken OPC-Topmodell.

Wenn Opel von Allradantrieb spricht, dann ist das freilich mehr als nur eine zusätzliche Verbindung des Antriebsstranges zur Hinterachse. Das adaptive 4x4-System umfasst mehrere Komponenten. Herzstück ist eine Haldex-Lamellenkupplung, die den Kraftfluss zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Zusätzlich sorgt ein elektronisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse für die Kraftverteilung zwischen den beiden Hinterrädern. Ebenfalls im Paket dabei ist das adaptive Fahrwerk, das in drei Stufen zwischen dem komfortablen Tour-Modus über die normale Einstellung bis hin zu "Sport" reicht. Im normalen Fahrbetrieb schickt die Haldex-Kupplung 90 Prozent der Kraft an die Vorderachse. Beim Anfahren unter winterlichen Bedingungen wird der Kraftfluss zunächst zur Hinterachse umgeleitet, ein harmonisches Wegfahren ist dadurch möglich. Dank des Sperrdifferenzials an der Hinterachse hat der Insignia selbst dann noch Traktion, wenn drei Räder keinen Grip mehr aufbauen. So weit die Theorie, wir haben bereits erste Praxiskilometer gesammelt.

Ist bereits der normale Insignia dank des Frontantriebs im Winter ein tadelloses Auto, so lässt das 4x4-Modell so gut wie keine Wünsche mehr offen. Opel-Austria-Boss Mag. Alexander Struckl hat sich beim Stammhaus in Rüsselsheim für den 160 PS starken Diesel eingesetzt. Eine gute Wahl, wie bereits die ersten Kilometer zeigen. Das Triebwerk ist mehr als ausreichend für den Insignia und zeigte sich überraschend sparsam, die Werksangabe spricht von nur sechs Litern auf 100 km. Wie hoch der Verbrauch in der Praxis tatsächlich ausfällt, wird ein ausführlicher Test klären.

Dank des in Kombination mit dem Allrad serienmäßigen Flex-Ride-Fahrwerks bietet der Insignia seinem Fahrer die Möglichkeit, je nach Anforderung und Fahrbahnbedingung die ideale Abstimmung zu wählen. Das Sechsgang-Getriebe harmoniert sehr gut mit der Diesel-Allrad-Kombination, gegen Aufpreis - und als Tüpfelchen auf dem i - ist auch eine Sechstufen-Automatik zu haben.

Opel rechnet damit, dass jeder vierte Insignia das 4x4-Emblem am Heck trägt, 300 Vorbestellungen sind bereits eingetroffen. Der Aufpreis von rund 3.200 Euro beinhaltet Allradantrieb und Flex-Ride-Fahrwerk und darf in Anbetracht des Gebotenen als durchaus human bezeichnet werden. Für jene Modelle, die das adaptive Fahrwerk bereits standardmäßig verbaut haben, liegt der Allradaufpreis bei nur noch knapp 2.000 Euro. Die Preisliste des Opel Insignia 2,0 CDTi 4x4 beginnt bei der viertürigen Limousine bei 35.040 Euro, der 5-Türer kommt auf 35.240 Euro der Sports Tourer ist ab 36.340 Euro zu haben. Zum Schluss noch eine Information für die Fans das Insignia OPC: Der serienmäßig mit Allrad ausgestattete Sportler ist ab sofort auch mit Sechsgang-Automatik zu haben, der Aufpreis beträgt rund 2.500 Euro. Als Viertürer startet der Opel Insignia OPC bei 51.510 Euro.

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