Opel Studie Antara GTC : Sportliches Offroad-Coupé

Dynamisches Opel-Design im SUV-Format neu interpretiert

Wie dynamisch und athletisch ein SUV (Sport Utility Vehicle) aussehen kann, zeigt Opel mit dem allradgetriebenen Konzeptfahrzeug Antara GTC (Gran Turismo Crossover), das auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt seine Weltpremiere feiert. Mit dem charakterstarken Dreitürer präsentiert die Marke eine ausgeprägt sportliche Neuinterpretation des Themas SUV . Die Front des Viersitzers akzentuiert mit den weit in die Kotflügel gezogenen, markanten Scheinwerfern mit LED-Technologie und der markentypischen Bügelfalte in der Motorhaube die neue Opel-Designlinie. Im Profil fallen die mächtigen 20-Zoll-Rädern mit Felgen aus poliertem Aluminium ebenso auf wie die rahmenlosen, voll versenkbaren Seitenscheiben, die zur coupéartigen Silhouette beitragen. Im Gegensatz zu traditionellen Offroader-Konzepten zeigt der Antara GTC deutlich, dass sein wahres Revier eher auf der Straße als in schwerem Gelände zu finden ist.

Der Grundkörper der Karosserie (Abmessungen Länge/Breite mit Außenspiegeln/Höhe mit Dachreling 4.530/1.970/1.640 mm) ist einerseits charakteristisch für einen Geländewagen: Kurze Überhänge für große Böschungswinkel, stabile Flanken, kräftige Seitenschultern und Radausschnitte sowie steil stehende Fenster. Andererseits integriert er typische Wesensmerkmale eines Coupés: Zwei Türen und Heckklappe, eine geschlossene Seitenfenstergrafik ohne B-Säule, ein elegant nach hinten abfallendes Dach und eine dynamisch ansteigende Seitenlinie.

Vorderer und hinterer Unterfahrschutz wirken nicht nur wie aus dem vollen Aluminium gefräst - sie sind es auch. Das Gleiche gilt für den Ladekantenschutz des Gepäckraums. Der V-förmige Kühlergrill aus gebürstetem Aluminium, der in ähnlicher Form schon bei der Limousinenstudie Insignia debütierte, findet seine Entsprechung in der nach unten schmaler werdenden Heckklappe. Eine Reminiszenz an den Insignia sind auch die bündig in die Karosserie versenkten Türgriffe. Sie gleiten erst heraus, wenn sich der mit einem elektronischen Türöffner (Transponder) ausgerüstete Besitzer dem Fahrzeug nähert.

Vertrautes in neuer Form findet sich am Dach des GTC. Wie optional beim neuen Zafira verlaufen längs über den Köpfen der Passagiere zwei Fenster, die für Helligkeit im Innern sorgen . Der Längssteg dazwischen, innen mit Ablagefächern ausgestattet, wirkt wie der Haarkamm eines Irokesen und hat das Zeug dazu, ein wiederkehrendes Stilelement der Opel-Formensprache zu werden. Der Steg endet in einem speziellen Pantograph-Scharnier, an dem die Heckklappe befestigt ist. Dieses innovative Konzept, das in ähnlicher Form bereits bei Insignia und Trixx eingesetzt wurde, lässt beim Öffnen der Hecktür zwei Bewegungen gleichzeitig zu: Nach oben und nach vorn. So braucht man beim Öffnen und Schließen nicht zurück zu treten, und selbst in engen Parklücken bleibt der Zugang zum Gepäckraum frei.

Der spannende Kontrast zwischen hochwertig-luxuriöser Anmutung und muskulös-solider Ausführung setzt sich im Innenraum des Opel Antara GTC fort. Warme Farbtöne sowie die großzügige Verwendung von Leder stehen in reizvollem Wechselspiel mit technischen Materialien wie Kohlefaser (Sitzrücken) und Edelstahl sowie Aluminium (Cockpit). Die Farbgebung des Interieurs ist klar zweigeteilt: Während im oberen Teil von Instrumententräger und Türverkleidungen Dunkelbraun dominiert, sind die restlichen Bereiche hellbeige gehalten.

Ein prägnantes Detail ist die weit in den Innenraum gezogene Mittelkonsole. Sie beherbergt nicht nur den kompakt-griffigen Schalthebel des automatisierten Schaltgetriebes, sondern auch drei große runde Lüftungsdüsen sowie die Bedienelemente des Infotainment-Systems und der Klimaanlage. Seitliche Haltegriffe unten an der Mittelkonsole spiegeln den Offroad-Charakter der Studie wider. Der ungewöhnliche Materialmix des Antara GTC prägt ganz besonders die Mittelkonsole: Die Lüftungsdüsen treten plastisch aus der in glänzendem Klavierlack gehaltenen Umgebung hervor, und der Schalthebel wird umrandet von einer Fläche aus gebürstetem Edelstahl. Wie das eigentliche Cockpit sind die Bedienfelder für Infotainment-System und Klimaanlage türkis hinterleuchtet.

Ebenfalls türkis hinterleuchtet und in einem Aluminium-Gehäuse untergebracht, demonstriert die Instrumentierung strukturelle Stärke und optische Eleganz. Displays in den beiden Rundinstrumenten informieren beim Offroad-Einsatz, in welcher Steigung oder welchem Gefälle sowie welcher Schräglage sich der Antara GTC gerade befindet. Die Pedale sind mit rutschfestem Gummi bezogen, das das ungewöhnliche Profilbild der Antara-Reifen trägt. Anstelle eines herkömmlichen Teppichbodens ist die SUV-Studie mit Sisal ausgekleidet – eine überzeugende Lösung, die Strapazierfähigkeit mit Schick kombiniert.

Die insgesamt vier Sitze wirken mit ihrer starken Konturierung wie auf die Passagiere zugeschnitten. Die Frontsitze sind auf Mono-Schienen verankert und scheinen so im Innenraum zu schweben. Mit Hilfe eines EasyEntry-Systems gleiten sie auf Knopfdruck ganz nach vorn zur Instrumententafel, um den Einstieg in den Fond zu erleichtern. Eine Sitzbelegungserkennung stellt sicher, dass während des Vorgangs die Plätze frei sind. Die Rücksitze können automatisch komplett im Ladeboden versenkt werden. das Transportvolumen steigt dann auf stattliche 2.400 Liter nach VDA-Norm. Der Laderaum ist vollkommen eben bis zu den Vordersitzen und auch in der Tiefe leicht zu beladen. Dafür sorgt ein beweglicher doppelter Boden, dessen obere Hälfte nach dem Einladen wie ein Tablett spielend leicht nach vorn über die geklappten Rücksitze geschoben werden kann. Auch hier wird als Verkleidungsmaterial das unempfindliche Sisal eingesetzt.

Unter der Haube des Antara GTC steckt eine 212 PS starke TWINTURBO-Version des 1.9 CDTI-Vierzylinder-Motors . Das quer eingebaute Konzept-Triebwerk stemmt 400 Nm bereits ab 1.400 min-1 auf die Kurbelwelle und ist wie alle 1.9 CDTI in Opel-Modellen mit einem wartungsfreien Partikel-Filter ausgerüstet. In Kombination mit dem Sechsgang-Automatikgetriebe ergeben sich beachtliche Fahrleistungen: Per Computer Simulation ermittelt wurden über 210 km/h Spitze und eine Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h in rund acht Sekunden.

Ganz dem agilen Handling verpflichtet ist ebenso das moderne Fahrwerk des Antara GTC. An der Vorderachse kommen McPherson-Federbeine zum Einsatz, hinten verfügt er über eine Vierlenker-Achse. Präzise Lenkmanöver garantiert die servounterstützte Zahnstangen-Lenkung.

Fotos vom Opel Antara GTC auf der IAA 2005 finden Sie hier ...

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