Millionärs-Power: Porsche 918 Spyder

In wenigen Monaten startet die Produktion des neuen Porsche Supersportwagens. Jetzt hat Porsche weitere Details zum 918 Spyder bekannt gegeben.

Mit dem 918 Spyder bringt Porsche einen neuen Supersportwagen mit Hybrid-Antrieb auf den Markt, der selbst den bisherigen Porsche-Spitzenreiter, den Carrera GT, in Bezug auf Leistung und Performance in den Schatten stellt.

Schon vor knapp einem Jahr konnten die ersten Prototypen den Nürburgring in 7:14 Minuten umrunden, die Serienversion soll dann noch besser abschneiden.

Aus den bislang angepeilten 770 PS Leistung sind jetzt auch insgesamt 887 PS (652 kW) geworden. Erreicht wird diese Systemleistung durch einen 608 PS (447 kW) starken V8-Benzinmotor, der von einem 115 kW starken Elektromotor an der Hinterachse und einem 95 kW starken Elektromotor an der Vorderachse unterstützt wird.

Das höchste Drehmoment liegt bei 1.275 Nm und sorgt so für einen gewaltigen Schub aus jeder Lage heraus. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h wird in 2,8 Sekunden erledigt, nach 7,9 Sekunden erscheint bereits die 200 km/h-Marke am Tacho, und nach 23 Sekunden ist Tempo 300 km/h angesagt.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 340 km/h. Dabei kann man mit dem Supersportwagen dank Plug-in-Hybrid Antrieb auch ganz sparsam unterwegs sein. Bis zu 30 Kilometer ist ein rein elektrischer Antrieb möglich, die Höchstgeschwindigkeit ist dabei auf 150 km/h limitiert. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird beim E-Antrieb in unter 7 Sekunden erledigt.

Wer den Porsche 918 Spyder zu Hause aufladen möchte, benötigt rund vier Stunden, via Porsche Universal-Ladegerät ist sogar eine Aufladung in zwei Stunden möglich. Wer gar die Porsche Schnell-Ladestation für zu Hause ordert, der kann die Batterien schon in knapp 25 Minuten aufladen. Der Verbrauch soll pro 100 Kilometer bei rund 3,3 Liter liegen, wobei hier natürlich die voll aufgeladenen Batterien vorausgesetzt werden.

Porsche hat in seinen neuen Supersportwagen aber auch jede Menge Rennwagen-Gene verpflanzt und dafür gesorgt, dass der 918 Spyder perfekt auf der Straße liegt.

Das variable Dämpfersystem PASM und die Hinterachslenkung ermöglichen zu jeder Gelegenheit die passende Abstimmung. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lenkt das System die Hinterräder entgegen den eingeschlagenen Vorderrädern, und Kurven können noch zielgenauer, schneller und präziser gemeistert werden.

Bei höheren Geschwindigkeiten lenkt das System die Hinterräder in dieselbe Richtung wie die eingeschlagenen Vorderräder. Damit wird bei einem schnellen Spurwechsel die Stabilität des Hecks signifikant erhöht.

Der Fahrer kann zudem mit der Porsche Active Aerodynamic (PAA) das Fahrzeug noch besser dem gewünschten Fahrmodus anpassen. In drei Stufen wird zwischen optimaler Effizienz und maximalem Abtrieb die Anpassung der aerodynamischen Anbauteile vorgenommen.

Im "Race"-Modus wird der ausfahrbare Heckflügel steil angestellt und erzeugt so einen hohen Anpressdruck auf der Hinterachse. Ergänzend fährt auch der Spoiler aus, der im Bereich des Strömungsabrisses zwischen den beiden Stützen des Flügels angebracht ist. Zudem werden zwei verstellbare Luftklappen im Unterboden vor der Vorderachse geöffnet und leiten einen Teil der Luft in Diffusorkanäle der Unterboden-Verkleidung.

Dadurch entsteht auch an der Vorderachse ein "Ground-Effect". Im "Sport"-Modus nimmt die Aerodynamik-Steuerung den Anstellwinkel des Heckflügels etwas zurück, was eine höhere Endgeschwindigkeit ermöglicht. Der Spoiler bleibt ausgefahren. Die Aerodynamikklappen im Unterboden schließen, was den Luftwiderstand ebenfalls reduziert und die erreichbaren Geschwindigkeiten erhöht. Im "E"-Modus geht die Steuerung ganz auf geringen Luftwiderstand, Heckflügel und Spoiler sind eingefahren und die Unterbodenklappen geschlossen. Verstellbare Lufteinlässe unter den Hauptscheinwerfern ergänzen das adaptive Aerodynamiksystem. Bei stehendem Fahrzeug, im "Race"- und "Sport"-Modus sind sie für maximale Kühlluftzufuhr geöffnet.

Zusätzlich stehen auch noch fünf Fahrmodi zur Verfügung, welche die drei Motoren steuern. Im Modus "E-Power" ist man rein elektrisch unterwegs, im "Hybrid"-Modus wird das System auf Effizienz und Komfort getrimmt, im "Sport-Hybrid"-Modus ist der Verbrennungsmotor immer in Betrieb, und die E-Motoren unterstützen den Antrieb, der "Race-Hybrid"-Modus ist für eine noch sportlichere Abstimmung gedacht, und die E-Motoren werden hier kurzzeitig an ihre maximalen Leistungsgrenzen gebracht, und im "Hot-Lap" Modus wird ohnedies immer die komplette Leistung aller Aggregate zur Verfügung gestellt.

Die Schaltung erfolgt dabei über das bewährte Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK), welches immer den passenden Gang parat hat und für extrem schnelle Gangwechsel sorgt.

Für noch mehr Performance gibt es das bewährte "Weissach-Paket", bei dem die Lackierung auf Wunsch an die legendären Porsche-Rennwagen angelehnt ist, Dach, Heckflügel, Rückspiegel und Rahmen der Frontscheibe aus Sichtcarbon sind und auch im Interieur auf Alcantara statt Leder gesetzt wird.

Auch die Geräuschdämmung wird zum Zwecke der Gewichtseinsparung reduziert, und das Gewicht wird insgesamt um 35 Kilogramm verringert, was eine noch bessere Fahrdynamik ermöglicht.

Die Produktion des Supersportwagens startet am 18. September 2013, die ersten Exemplare des 776.880,- Euro teuren Porsche 918 Spyder werden dann im November 2013 ausgeliefert.

Kommentare

Markenwelt