Porsche stellt aufgeladenen Ottomotor mit VTG vor

Die neue Technologie wird erstmals im neuen Porsche 911 Turbo zum Einsatz kommen

Porsche wird weltweit erstmals einen aufgeladenen Ottomotor mit variabler Turbinengeometrie (VTG) präsentieren. Das System - bisher nur in Dieselmotoren im Einsatz - soll insbesondere bei niedrigen Drehzahlen eine deutliche Verbesserung der Elastizität und der Beschleunigung ermöglichen. Die Zuffenhausener hatten 1974 bereits den ersten Seriensportwagen der Welt mit einem Abgasturbolader entwickelt.

Bisher galten die im Vergleich zu Diesel-Turbomotoren wesentlich höheren Abgastemperaturen von bis zu 1000 Grad Celsius als unüberwindbare technische Hürde. Porsche hat das Problem in enger Zusammenarbeit mit dem Turboladerhersteller Borg Warner Turbo Systems gelöst und setzt an dieser Stelle hochtemperaturfeste Materialien aus der Raumfahrttechnik ein. Kernelemente der VTG sind verstellbare Leitschaufeln, die den Abgasstrom des Motors variabel und gezielt auf das Turbinenrad des Abgasturboladers leiten. Damit verknüpft das Prinzip der variablen Turbinengeometrie die Vorteile von kleinen und großen Abgasturboladern.

Porsche wird VTG mit dem seit dem Jahr 2000 verbauten VarioCam Plus kombinieren. Das System senkt Verbrauch sowie Emissionen und verbessert die Laufkultur. Wann der neue Porsche 911 Turbo , der über beide Technologien verfügen wird, auf den Markt kommt, wurde noch nicht verlautbart.

auto-reporter

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