2010 war ein Spitzenjahr für Renault

Im Jahr 2010 erreichte Renault erstmals seit 2004 Rang drei der Zulassungsstatistik in Österreich und verkaufte um 9,3 % mehr Autos und leichte Nutzfahrzeuge als im Jahr davor.

Das abgelaufene Jahr war für Renault sowohl in Österreich, als auch in ganz Europa sehr erfolgreich. In Österreich liegt die Renault-Gruppe im Jahr 2010 erstmals seit 2004 wieder auf dem dritten Platz der Zulassungsstatistik, in Europa sogar auf Platz zwei. Mit 21.743 verkauften PKW konnten Renault und Dacia in Österreich einen Marktanteil von 6,6 % erreichen. Renault hat dabei seinen PKW-Marktanteil von 4,9 % halten können, Dacia hat mit einem Verkaufsplus von 27 % einen Marktanteil von 1,7 % erreicht. Somit war 2010 für Dacia das vierte Jahr in Folge, in dem sowohl die Verkäufe als auch der Marktanteil gestiegen sind. Erfolgreichstes Dacia-Modell ist dabei der Duster, von dem 2.059 Einheiten abgesetzt werden konnten. Seit Oktober rangiert der Duster sogar auf dem zweiten Platz im SUV-Segment.

Erfolgreichstes Modell der Renault-Gruppe ist aber der Scenic, von dem Renault im Jahr 2010 mit 3.971 Einheiten um 72,2 % mehr als im Jahr 2009 absetzen konnte. Besonders erfreut ist Renault-Generaldirekter Guillaume de Vulpian über den Erfolg auf dem Privatkundenmarkt. Während der gesamte Privatkundenmarkt um 11% geschrumpft ist, konnte Renault unterm Strich mehr Privatkäufer als Kunden gewinnen. Von Oktober bis Dezember war Renault sogar die Nr. 2 im Privatkundengeschäft. Aber auch bei den leichten Nutzfahrzeugen konnte Renault seinen Marktanteil auf 8,1 Prozent steigern und verkaufte im Jahr 2010 insgesamt 2.279 Nutzfahrzeuge.

Renault will sich aber nicht auf seinem Erfolg ausruhen, sondern startet das neue Jahr gleich mit einigen Highlights. Neben dem Laguna Facelift kommt Ende Jänner auch der Latitude auf den Markt. Ab Mai gibt es dann für den Kompaktvan Scenic einen neuen 1,6 Liter dCi Dieselmotor mit Start/Stopp-Automatik und 130 PS. Der neue Motor soll im Vergleich zum aktuellen 1,9 Liter Diesel 20 % weniger Sprit benötigen.

Schon 2010 hat Renault 61% der Neuzulassungen durch Autos mit einem CO2-Ausstoß von unter 140 Gramm pro Kilometer erreicht, ein Wert der sich 2011 noch bessern soll. Ab 2012 startet Renault nämlich mit seiner großen Elektroauto-Offensive. Den Start machen der Fluence Z.E. und Kangoo Z.E., Mitte 2012 folgt dann das Citymobil Twizy und im Herbst mit dem Zoe Z.E. ein Elektroauto in der Clio-Klasse. Beim Verkauf der Elektroautos geht Renault neue Wege und bietet das Auto zum Kauf oder Leasing an, die Batterien jedoch ausschließlich auf Leasingbasis mit speziellen Mobilitätsdienstleistungen.

Ob diese neue umweltschonende Technologie auch vom Kunden angenommen wird, hängt aber noch von einigen Parametern ab. Der Staat muss erst einmal für eine passende Infrastruktur sorgen und die Projekte von Autoherstellern und Stromanbietern unterstützen. Renault Generaldirektor Guillaume de Vulpain würde sich auch Förderungen beim Kauf eines Elektroautos wünschen, wie es in anderen europäischen Ländern schon jetzt gang und gäbe ist. Aber in Österreich ist man ja leider nur bei den Erhöhungen von CO2-Abgabe und sonstigen Besteuerungen für den Autofahrer schnell, bei Förderungen oder der Schaffung der Infrastruktur lässt man die Beteiligten jedoch gerne warten. So kann man nur hoffen, dass Renault und andere Hersteller doch noch Wege finden, um unsere Politiker von der Wichtigkeit der Förderungen für E-Fahrzeuge auch im Privatkundenbereich zu überzeugen.

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