Der neue Renault Master

Sparsamer Transporter mit großer Variantenvielfalt

Der komplett neu entwickelte Renault Master bietet mit drei Radständen, vier Fahrzeug-längen, drei Laderaum-höhen, einem Motor mit drei Leistungs-stufen sowie Vorder- oder Hinterradantrieb eine große Variantenvielfalt. Damit erhalten Kunden in der leichten Nutzfahrzeugklasse von 2,8 bis 4,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht einen Transporter, der sich auf höchst unterschiedliche Ansprüche maßschneidern lässt. Die niedrigen Kraftstoffkosten und der deutlich verringerte Wartungsaufwand senken zudem die Betriebskosten erheblich. Der Marktstart in Österreich erfolgt im Mai 2010.

Der neue Master ist in drei Radständen von 3,18 bis 4,33 Meter und vier Längen von 5,05 bis 6,85 Meter erhältlich. Hinzu kommen drei Laderaumhöhen von 1,7 bis 2,14 Meter. Sie ermöglichen im Kastenwagen zwischen 8,0 und 17 Kubikmeter Laderaumvolumen. Die komplett neuentwickelte Plattform ist auf ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 4,5 Tonnen ausgelegt und so intelligent gestaltet, dass neben dem Front- auch Hinterradantrieb geordert werden kann. Hinzu kommt die Zwillingsbereifung, die eine Anhängelast von bis zu drei Tonnen ermöglicht, sowie die "PLUS-Versionen" die technisch gesehen 4,5 T Versionen sind, jedoch auf 3,5 T typisiert sind.

Für Kunden, die häufig auf Baustellen oder in schlecht befestigtem Gelände unterwegs sind, hat Renault zudem in Verbindung mit dem Heckantrieb die optionale Differenzialsperre zur Erhöhung der Traktion im Programm. Renault will die Master-Palette schrittweise ausbauen; insgesamt soll sie mehr als 200 Varianten umfassen.

Zum Markstart ist das Renault Nutzfahrzeug als Kastenwagen in den gängigsten Versionen erhältlich. An Optionen stehen z.B. Nebenantrieb an Motor oder Getriebe, Heckflügeltüren mit 270 Grad Öffnungswinkel oder Holzboden und verkleidete Seitenwände zur Wahl. Im Lauf des Jahres 2010 folgen das Fahrgestell mit Einzel- oder Doppelkabine - optional auch mit Aluminiumpritsche. Weiters bietet Renault ab Mitte 2010 erstmals Aufbaulösungen ab Werk an, wie verschiedene Kofferaufbauten oder einen Kastenwagen mit Doppelkabine. Ab Herbst 2010 ist zudem der Kastenwagen L1 in der Basislänge 5,05 Meter verfügbar. Voraussichtlich ab 2011 komplettieren der Combi mit bis zu neun Plätzen für den gemischten Güter-/Personentransport und der Bus mit 17 Plätzen das Modellprogramm.

Beim Antrieb setzt Renault auf das Downsizing-Konzept. Dahinter stehen besonders kompakte, aber leistungsstarke Motoren mit Turboaufladung, die sparsam im Verbrauch sind und nur wenig Schadstoffe ausstoßen. So steht für den Master exklusiv der neuentwickelte 2.3 dCi-Common-Rail-Diesel in Leistungsstufen mit 74 kW / 100 PS, 92 kW / 125 PS und 107 kW / 146 PS zur Verfügung. Der moderne Selbstzünder ersetzt das 2.5 dCi-Aggregat aus dem Vorgängermodell. Sein geringeres Hubvolumen produziert weniger Reibungsverluste, was in Kombination mit optimierten Turboladern zu einem insgesamt günstigeren Wirkungsgrad führt. Auch in puncto Durchzugskraft ist die neue Motorengeneration den Vorgängeraggregaten überlegen.

Das Basistriebwerk dCi 100 mit 74 kW / 100 PS ist ausschließlich mit Frontantrieb erhältlich. Der Common-Rail-Diesel mobilisiert sein Höchstdrehmoment von 285 Nm bereits bei 1.250 1/min und ermöglicht im Master Kastenwagen je nach Länge und Karosserievariante einen Kraftstoffverbrauch von 8,0 bis 8,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer . Das sind 0,7 Liter pro 100 Kilometer weniger als im Vorgängermodell und entspricht einem CO2-Ausstoß von 211 bis 215 Gramm pro Kilometer. In der Basisausstattung Ecoline sinken der Verbrauch auf 7,8 Liter pro 100 Kilometer und die CO2-Emissionen auf 207 Gramm pro Kilometer.

Die Variante dCi 125 mit 92 kW / 125 PS stellt ein Zugkraftmaximum von 310 Nm bei 1.250 1/min bereit und kommt im Master Kastenwagen mit Frontantrieb mit 8,0 bis 8,1 Liter Diesel pro 100 Kilometer aus. Die CO2-Emissionen betragen 211 bis 215 Gramm pro Kilometer. Mit Durchschnittsverbräuchen von 9,3 bis 9,4 Liter pro 100 Kilometer (245 - 249 g CO2/km) ist das Triebwerk auch in Kombination mit dem Heckantrieb zeitgemäß sparsam.

Die Spitzenmotorisierung dCi 150 mit 107 kW / 146 PS ist zum Marktstart exklusiv für den Master mit Heckantrieb reserviert. Das Triebwerk mobilisiert sein Drehmomentmaximum von 350 Nm bei 1.500 1/min. Das durchzugsstarke Triebwerk bietet im Master Kastenwagen einen Kraftstoffverbrauch von 9,3 bis 9,4 Liter pro 100 Kilometer. Der CO2-Ausstoß liegt bei 245 bis 249 Gramm pro Kilometer.

Neben ihrem geringen Kraftstoffverbrauch zeichnen sich die Master-Motoren durch günstige Wartungskosten aus. So ist der Ölwechsel nur alle 40.000 Kilometer bzw. alle zwei Jahre fällig. An Stelle des Zahnriemens kommt die wartungsfreie Steuerkette zum Einsatz. Die Kühlflüssigkeit muss erst nach 160.000 Kilometern bzw. sechs Jahren gewechselt werden.

Sämtliche Motorisierungen sind serienmäßig mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe kombiniert, welches das Sparpotenzial der drehmomentstarken Triebwerke optimal ausnutzt. Zudem hat der Master in der Standardausführung serienmäßig eine Schaltpunktanzeige an Bord, die den Fahrer zur Reduzierung von Verbrauch und CO2-Emissionen auf den optimalen Gang hinweist.

Für alle Master-Motorisierungen können die Kunden den Dieselpartikelfilter ordern, der sich in regelmäßigen Abständen und ohne den Zusatz von Additiven selbst regeneriert. Dies umfasst auch den innerstädtischen Betrieb, bei dem die Fahrzeuge zumeist mit niedrigen Geschwindigkeiten unterwegs sind und häufig vor roten Ampeln stehen. Da in dieser Situation die zur Regeneration erforderliche Abgastemperatur normalerweise nicht erreicht wird, leitet das System den Prozess eigenständig ein. Die DPF-Varianten entsprechen der Abgasnorm Euro 5.

Alternativ zum manuellen 6-Ganggetriebe offeriert Renault für die Motorisierungen dCi 125 DPF und dCi 150 DPF mit Dieselpartikelfilter voraussichtlich ab Mitte 2010 für die Versionen mit Frontantrieb und ab Ende 2010 für die Varianten mit Heckantrieb das automatisierte Quickshift-6-Ganggetriebe. Die komfortable Kraftübertragung basiert auf der manuellen Schaltbox, erlaubt aber den Gangwechsel ohne Kupplungspedal. Insbesondere im innerstädtischen Verteilerverkehr erleichtert dies die Arbeit. Außerdem ermöglicht das System jederzeit den Wechsel zwischen manuellem Betrieb und Automatikmodus.

Wichtig für Lieferfahrten in der Stadt und beim Rangieren: Die tief nach unten gezogenen Seitenscheiben und die groß dimensionierte Windschutzscheibe gewährleisten ein gutes Sichtfeld: Mit 39,9 Grad bietet der neue Master den größten vertikalen Blickwinkel seiner Klasse. Große Außenspiegel mit integriertem Blinker bieten zudem gute Sicht nach hinten.

Der neue Master verfügt ab Werk über einen längen- und höhenverstellbaren Fahrersitz mit Mittelarmlehne. Alternativ lässt sich ein gefederter Schwingsitz nach Lkw-Vorbild ordern. Das höhenverstellbare Lenkrad steht steiler als im Vorgängermodell. Zusammen mit der aufrechten Sitzposition ermöglicht dies auch auf langen Strecken entspanntes und ermüdungsfreies Fahren. Hierzu trägt auch der in Joystick-Manier griffgünstig aus der Mittelkonsole ragende Schalthebel bei. Serienmäßig an Bord sind die Ablagegalerie über den Vordersitzen und eine Arbeitsfläche, die durch Umklappen der mittleren Beifahrersitzrückenlehne zum Vorschein kommt. Das optionale Office-Paket beinhaltet unter anderem Staufächer in den Türen, ein geschlossenes Ablagefach in der Armaturentafel, ein Staufach unter der Beifahrer-Doppelsitzbank, ein ausziehbares und aufstellbares Klemmbrett im Instrumententräger sowie die Arbeitsfläche des mittleren Beifahrersitzes, die um 30 Grad zum Fahrer drehbar ist und sich daher gut zum Arbeiten am Laptop oder Ausfüllen von Dokumenten eignet.

Renault bietet den Master in der gewichts- und verbrauchsoptimierten Ausstattung Ecoline sowie in der umfangreichen Standardausstattung an. Diese umfasst ab Werk unter anderem elektrische Fensterheber mit Impulsfunktion auf Fahrerseite, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel sowie die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und Drei-Tasten-Schlüssel und Bordcomputer. Damit mehrere Mitarbeiter ein Fahrzeug nutzen können, ist der neue Master auf Wunsch mit drei Schlüsseln erhältlich. Die Liste nützlicher Seriendetails und Optionen umfasst darüber hinaus die getrennte Türverriegelung für Laderaum und Fahrerkabine. Der Vorteil: Der Fahrer kann den Master be- und entladen ohne Gefahr, dass Papiere oder Wertgegenstände aus der Kabine gestohlen werden.

Auch das Thema Sicherheit wird im neuen Master groß geschrieben. Alle Sitzplätze sind mit Dreipunkt-Sicherheitsgurten, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer ausgerüstet. Den Fahrerairbag ergänzen auf Wunsch ein Beifahrerairbag im Full-Size-Format sowie Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer. Die aktive Sicherheit steigern der serienmäßige Bremsassistent und das ebenfalls ab Werk an Bord befindliche Antiblockiersystem. Als Option lässt sich zudem das adaptive Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) mit Antriebsschlupfregelung (ASR) ordern, das abhängig von der Beladung in Aktion tritt. Für den Master mit Heckantrieb gehört das ladungsabhängige ESP zur Serienausstattung. Als Sonderausstattung sind darüber hinaus Nebelscheinwerfer, Licht- und Regensensor, Einparkhilfe hinten und Rückfahrkamera erhältlich.

Für die Master-Varianten mit ESP offeriert Renault zudem das fixe Abbiegelicht. Dabei schaltet sich automatisch ein fest in die vorderen Leuchteinheiten installierter, um 40 Grad zur Seite gerichteter Zusatzscheinwerfer hinzu, sobald das Lenkrad um mindestens 25 Grad eingeschlagen ist. Der Hauptscheinwerfer leuchtet währenddessen die Straße nach vorne aus.

Kommentare