Rinspeed Zazen : Sportwagen-Vision

Studie experimentiert mit neuen Materialien

Der Schweizer Autovisionär Frank M. Rinderknecht wird in Genf eine neue Studie zeigen, die auf Basis des Porsche Carrera S neue Materialien Einzug ins Fahrzeug halten lässt. Der Clou: Das in Zusammenarbeit mit diversen Zulieferern entstandene Fahrzeug verfügt über eine Kunststoffkuppel, die bis zur Gürtellinie aus einem transparenten Polycarbonat (Makrolon von Bayer) gefertigt wurde. Auf Knopfdruck wird das Material durch die Veränderung der elektrischen Spannung undurchsichtig und soll die Passagiere vor neugierigen Blicken schützen.

Zudem erlaubt die Transparenz überflüssige Tasten und Displays im Cockpit auszublenden . Die transparente Heckscheibe wird zur holografischen Leuchtfläche. Wie aus dem Nichts erstrahlt aus dem scheinbar schwebenden, transparenten "Hardtop" das dritte Bremslicht. Innen setzt sich das High-Tech-Ambiente fort: Die mit so genannten Technogel-Polstern ausgestatteten durchsichtigen Kunststoff-Sitzschalen aus Makrolon entstanden in Zusammenarbeit mit Recaro. Helles Mango-Orange bestimmt auch das übrige Interieur in einer Leder-Stoff-Kombination. Gemeinsam mit dem - sogar im Armaturenbrettbereich - verarbeiteten Plantagenholz entsteht ein Innenraum, der Wärme und Entspanntheit ausstrahlen soll . Zen für den Autofahrer sozusagen.

Sportlich liebt es der Schweizer trotzdem. Den 1495 Kilogramm schweren "Zazen" beschleunigt ein 355 PS starker 6-Zylinder-Boxermotor auf 293 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit. Bis Tempo 100 vergehen 4,8 Sekunden. Die Karosserie, deren Formen auf Obomodulan-Modellschaum hergestellt wurden, sitzt auf einem eigens entwickelten vierfach verstellbaren Fahrwerk. Eine Kleinserie ist nach Angaben von Rinspeed möglich.

auto-reporter

Fotos von Rinspeed am Genfer Autosalon 2006 ...