Neues Gesicht und Motoren für die Saab 9-3 Modelle

Design inspiriert vom Aero X Concept

Nach der Auffrischung des Innenraums zum Modelljahr 2007 erhält die Saab 9-3 Reihe jetzt ein neues Gesicht. Damit ist die optisch und technisch weiterentwickelte Neuauflage nun rundum komplett. Sie präsentiert sich ihrem Publikum mit einem progressiven und geschärften Auftritt, deutlich sicht- und vor allem spürbar auch an den Verbesserungen des Antriebsstrangs. Dazu zählen die Einführung eines Allrad-Antriebs ebenso wie noch kräftigere Diesel-, Benzin- und BioPower (E85)-Motoren.

Das unverwechselbare Frontstyling - vom preisgekrönten Konzeptfahrzeug Saab Aero X inspiriert - hebt den sportlichen Charakter der Modellreihe noch deutlicher hervor. Hinzu kommt die Einführung der dritten Kraftstoff-Motorenreihe: Die Antriebspalette beinhaltet jetzt einen innovativen zweistufigen 1.9-Liter-Turbodiesel mit 180 PS (132 kW), einen in seiner Leistung gesteigerten 2.8 V6 Turbo-Benziner mit 280 PS (206 kW) und erstmals zwei umweltfreundliche BioPower-Motoren . Mit SuperEthanol (E85) betrieben leisten der 1.8-Liter-Turbomotor 175 PS (129 kW) und das 2.0t Aggregat satte 200 PS (147 kW). Das sind jeweils 25 PS mehr als im reinen Benzinbetrieb.

Das fortschrittliche Allrad-System Saab XWD (cross wheel drive) bleibt zunächst den Top-Modellen 9-3 V6 Aero SportLimousine und SportCombi vorbehalten. Es bietet ein völlig neuartiges Schlupfregulierungssystem für die Räder und die Verbindung mit einem Differenzial zur Schlupfbegrenzung im Heck. Der neue zweistufige 1,9-Liter-Turbodiesel überzeugt mit vorbildlicher Wirtschaftlichkeit und ist einer der ersten Diesel-Motoren im Premium-Segment, der ein integriertes zweistufiges Turboladesystem nutzt.

Progressives Design

Mit der komplett neu gestalteten Frontpartie, den Saab typischen Scheinwerfern sowie einer neuen Seiten- und Heckansicht hat die jüngste Generation der Saab 9-3 Baureihe an Ausdrucksstärke und Überzeugungskraft gewonnen. Weiterhin treten die geänderten Stoßfänger sowie die seitlichen Schwellerverbreiterungen optisch hervor. Die Kombination all dieser Elemente verleiht dem Fahrzeug eine unverwechselbare Markenidentität und einen frischen, markanten Auftritt.

Den höchsten Aufmerksamkeitswert erzielt zweifellos das geschärfte Frontdesign . Mit der Grafik des neuen Kühlergrills greift Saab eine Weiterentwicklung auf, die zum ersten Mal beim Konzeptfahrzeug Aero X zu sehen war. Vervollständigt wird dies durch neue Frontscheinwerfer-Gehäuse und Leuchteinheiten, die jetzt als spezielles Schlüsselelement der Marke Saab eine schmale Scheinwerferzone in "Eyebrow"-Optik aufweisen. Am Heck tragen SportLimousine und Cabrio jetzt wie mit Reif überzogene "Eisblock"-Rückleuchten. Die neuen Stoßfänger-Formen reichen tiefer und haben geschwungene Oberflächen "aus einem Guss". Der Kofferraum-Deckel von SportLimousine und Cabrio wurde ebenso verändert und dem Aussehen des SportCombi angepasst, um das neue mattchrome Markenlogo mit Typbezeichnungen unterzubringen.

Die neuen Türformen bilden mit den neu gestalteten Türgriffen in Wagenfarbe eine klare, unzerklüftete Form. Die Schwellerverbreiterungen, die bei allen Modellvarianten zur Serienausstattung gehören, sind optisch mit den geschwungenen Enden der neuen Stoßfänger-Formen verbunden. Zu den weiteren Highlights gehören flache Wischerblätter, die Windgeräusche verringern, sowie neue 18-Zoll-Aluminium-Räder .

Gesteigerter Fahrspaß

Das aktive Allrad-Antriebssystem Saab XWD ist auf optimales Handling und Stabilität bei allen Fahrbedingungen ausgelegt. Um bestmögliche Traktion zu gewährleisten, bietet Saab es für die Aero-Versionen der 9-3 SportLimousine und des SportCombi in Verbindung mit dem auf 280 PS (206 kW) gesteigerten 2.8 V6-Turbomotor an, der nun fast 15 Prozent mehr Drehmoment entwickelt. Zusätzlich besteht die Wahl zwischen manueller Sechsgang-Schaltung oder -Automatik. Das System der neuesten Generation verfügt gleich über zwei Innovationen in der Getriebe-Technologie : die Vorabaktivierung der Hinterräder für bessere Traktion beim Start sowie ein optional erhältliches aktives Sperrdifferenzial, das eine variable Drehmoment-Verteilung zwischen den Hinterrädern erlaubt.

Das Saab XWD ist ein vollautomatisches System, das bei Bedarf bis zu 100 Prozent des Drehmoments an die Vorder- oder Hinterräder liefert. Der neue Saab 9-3 Aero bietet so selbst bei schlechtem Grip beste Handling-Eigenschaften. Dank seiner ausgeklügelten Arbeitsweise sorgt das System für eine neue Dimension der Sportlichkeit und des Fahrerlebnisses, egal welche Straßenverhältnisse herrschen. Die ausgewogene Drehmoment-Verteilung erlaubt einen höheren Schwellenwert für den ESP-Eingriff an Drosselklappe und Bremsen. Dies garantiert mehr Spielraum für eine aktivere Rolle des Fahrers.

Während der Fahrt wird das Drehmoment des Motors fortwährend stufenlos zwischen den Achsen verteilt. Über ein Ventil des TTD wird dazu der hydraulische Druck auf die Scheiben der Nasskupplung verstärkt oder reduziert. Bei Autobahnfahrten , bei welchen die Traktion oder Stabilität kein wirkliches Thema ist, werden im Normalfall nur fünf bis zehn Prozent des Drehmoments an die Hinterräder abgegeben. Dies sorgt zum einen für eine höhere Stabilität und hilft zum anderen, Kraftstoff zu sparen. Bei Kurvenfahrten vermittelt Saab XWD dem Fahrer eine verbesserte, ausgeglichenere Fahrwerksdynamik. Eine entsprechende Programmierung in Verbindung mit den Sensoren von ABS und ESP, die Radgeschwindigkeit, Gierrate und Lenkwinkel messen, ermöglicht die Zuschaltung des Heckantriebs für ein neutrales Eigenlenkverhalten und sorgt so für maximale Stabilität und Spurtreue.

Das Sahnehäubchen des Allrad-Antriebes Saab XWD ist das optionale eLSD-System : Es ist die weltweit erste Serienanwendung eines elektronischen Sperrdifferenzials in diesem Marktsegment. Direkt neben dem Heckantrieb-Modul RDM eingebaut, arbeitet es mit über Druck betriebenen Kupplungsscheiben nach einem Prinzip, das dem größeren TTD-System ähnelt. So nutzt das System auf Fahrbahnen mit unterschiedlichen Reibwerten, zum Beispiel bei Eis oder Nässe, Informationen der Geschwindigkeitssensoren der Hinterräder, um bis zu 40 Prozent des Drehmoments an das Rad zu liefern, das mehr Grip hat. Das Sperrdifferenzial erlaubt dem Fahrer zudem mehr Kontrolle bei schneller Kurvenfahrt oder anderen Fahrmanövern mit plötzlichem Lastwechsel unter hoher Geschwindigkeit, wie zum Beispiel einem abrupten Spurwechsel. Eine sofortige Steigerung oder Verringerung des Drehmoments an einem der Hinterräder hilft, dass das Fahrzeugheck genau der Richtung der Vorderräder folgt. Auf diese Weise hält das eLSD das Auto besser in der Balance und ermöglicht eine größere Kontrolle, ohne dass das ESP eingreifen muss.

Zu den weiteren Verbesserungen zählen:

  • "Sport"-Schaltmodus für Automatik-Getriebe. Dieser Modus kann über einen Schaltknopf im Armaturenbrett gewählt werden und stimmt die Gangwahl noch enger auf die Wünsche des Fahrers ab: Geht der Fahrer kurz mit dem Fuß vom Gas, wird der eingelegte Gang für bessere Motorbremswirkung und schnellere Beschleunigung beibehalten. Während des Bremsens schaltet die Automatik früher zurück.
  • Optionales Bi-Xenon-Kurvenlicht für bessere Sicht bei Dunkelheit. Die mit der Lenkung verbundenen Scheinwerfer schwenken bis zu 15 Grad ein, sobald mit mehr als 15 km/h eine Biegung oder eine Kurve durchfahren wird. Bei Autobahnfahrten über 120 km/h wird das Abblendlicht zudem automatisch leicht angehoben, um eine bessere Ausleuchtung der Fahrbahn ohne Blendung entgegenkommender Fahrer zu erreichen.

Neuer 1.9 TTiD-Motor

Bei der Modelreihe 9-3 kommt weltweit zum ersten Mal im Premiumsegment ein neuer Vierzylinder-Dieselmotor mit einem einzigartigen zweistufigen Turboaufladungssystem zum Einsatz. Der 1,9-Liter-Motor mit 16 Ventilen - als TTiD bezeichnet - leistet 180 PS (132 kW) und 400 Newtonmeter maximales Drehmoment. Mit einem kombinierten Kraftstoffverbrauch von 6,4 Litern auf 100 Kilometer (vorläufige Angabe) ist der Motor in der SportLimousine auch bei der Wirtschaftlichkeit ganz vorne dabei und liegt beim Durchzug gleichauf mit dem Benzin-Turbomotor 2.8 V6.

Das Gehäuse des zweistufigen Turboladers ist in den Abgaskrümmer integriert und beinhaltet zwei unterschiedlich große Turbolader. Sie sind hintereinander montiert und können jeder für sich oder in Reihe geschaltet arbeiten. Diese Anordnung versorgt den Fahrer mit dem "Besten aus zwei Welten": Einerseits liefert der schnell ansprechende kleine Turbo , der schon bei geringem Abgasdruck arbeitet, gutes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen; andererseits steht bei hohen Drehzahlen eine starke Maximal-Leistung zur Verfügung, wenn der größere Turbolader zum Einsatz kommt.

Zu den weiteren technischen Verbesserungen gehören der Einsatz eines größeren Ladeluftkühlers sowie noch wirkungsvollerer Vorheiz-Elemente im Zylinderkopf, die für schnelleres Starten bei Kälte sorgen.

Mit dem TTiD-Motor wird Saab der wachsenden Nachfrage an Fahrzeugen gerecht, die ohne Einbußen bei Leistung und Fahrspaß wirtschaftlicher mit dem Kraftstoff umgehen. Der Motor bietet die Leistung eines hubraumstarken Triebwerkes ohne dessen übliche Nachteile wie hohes Gewicht, ausladende Baumaße und höheren Kraftstoffverbrauch. Aufgrund der außergewöhnlichen Leistung ist der TTiD-Motor von Saab neben den Basis-Modellvarianten auch für die Top-Version Aero zu bekommen. Er wird in allen drei Karosserieformen zusätzlich zu den beiden 120- und 150 PS-Varianten (88 sowie 110 kW) des 1.9 TiD-Motors angeboten. Der Kunde kann zwischen Sechsgang-Schaltgetriebe oder -Automatik auswählen.

Zwei neue BioPower-Motoren: 1.8t und 2.0t

Mit seinem BioPower-Konzept ist Saab auf dem in Europa wachsenden Markt der so genannten "Flex-fluel"-Fahrzeuge führend. Die Kombination der Saab Turboaufladung und der Verwendung von E85-Kraftstoff (85 Prozent SuperEthanol/15 Prozent Benzin) liefert höhere Motor- und bessere Fahrleistungen sowie reduzierte Emissionen von CO2 fossilen Ursprungs. Nach der 9-5 Reihe erweitert Saab das erfolgreiche Konzept nun um zwei BioPower-Motoren für die 9-3 Reihe.

Auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon vorgestellt und in den nordischen Ländern bereits eingeführt, ist der neue 1.8t BioPower nun auch bei uns erhältlich. Mit dem Kraftstoff E85 betrieben, verfügt der Motor über eine um 17 Prozent gesteigerte Höchstleistung (175 PS / 129 kW gegenüber 150 PS / 111 kW) und zehn Prozent mehr Drehmoment (265 statt 240 Nm) als im Benzinbetrieb. Die 9-3 SportLimousine beschleunigt damit von null auf 100 km/h in 8,4 Sekunden und im fünften Gang von 80 auf 120 km/h in 13,9 Sekunden gegenüber 9,5 beziehungsweise 15,0 Sekunden mit reinem Benzin.

Genauso eindrucksvoll sind die Werte für den 2.0t BioPower , der die neue Motorenreihe komplettiert: Er bietet eine um 14 Prozent höhere Maximalleistung (200 PS / 147 kW gegenüber 175 PS / 129 kW) und 13 Prozent mehr Drehmoment (300 gegenüber 265 Newtonmeter). Hier sprintet die SportLimousine in 7,9 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer und im fünften Gang in 10,0 Sekunden von 80 auf 120 km/h. Die Vergleichswerte für den Benzinbetrieb liegen bei 8,5 und 11,1 Sekunden.

E85 hat im Gegensatz zu Benzin (95 RON) eine höhere Oktanzahl von 104 RON, so dass die Turboaufladung einen höheren Ladedruck und einen früheren Zündzeitpunkt zulässt als beim Benzinbetrieb. Das wiederum erhöht die Motorleistung - ohne schädliches "Klopfen" oder Fehlzündungen.

Das Trionic-System überprüft nach jedem Tankvorgang die Kraftstoffzusammensetzung und führt dann automatisch die für das jeweilige Mischungsverhältnis von E85 und Benzin erforderlichen Anpassungen durch. Der größte daraus resultierende Vorteil: Sollte E85 einmal nicht verfügbar sein, kann der Fahrer eines Saab BioPower auch ohne Bedenken Benzin tanken.

Leistungsgesteigerter 2.8 V6 Turbo

Für die neuen 9-3 Aero XWD-Modelle wurde die Leistung des V6-Turbo mit 2,8 Litern Hubraum und 24 Ventilen auf 280 PS (206 kW) und 400 Newtonmeter Drehmoment gesteigert. Erreicht wurde dies durch eine Erhöhung des Turbo-Ladedrucks. Zur Leistungssteigerung tragen die Vollaluminium-Leichtbauweise, die variable Einlassventil-Steuerung, ein zweiflutiger Turbolader, im Hydroform-Verfahren hergestellte Abgaskrümmer mit Edelstahleinsätzen sowie die Lufteinspritzung für verbesserten Kaltstart bei. Für die Varianten mit Frontantrieb bietet der überarbeitete Motor eine Steigerung um 5 PS (4 kW) auf 255 PS (188 kW).

Zu den weiteren Verbesserungen zählen:

  • Reifendruck-Kontrolle TPM (Tire Pressure Monitoring). Zunächst ist das System für die Aero-Modelle mit 17- und 18-Zoll-Rädern serienmäßig. Es warnt den Fahrer, falls der Luftdruck in einem der Reifen unter den empfohlenen Grenzwert fällt. Sensoren in den Ventilen senden ein Funksignal, das eine Warnmeldung auf dem Hauptdisplay im Armaturenbrett auslöst und anzeigt, welcher Reifen vom Druckverlust betroffen ist.
  • Das Bose Surround Sound-System wird als Option für alle Varianten der SportLimousine und des SportCombi angeboten. Mit fünf Kanälen bietet es eine außergewöhnliche Wiedergabe-Qualität für CD- und MP3-Player oder Stereo-Radio. Surround Sound-Qualität wird automatisch gewährleistet, selbst wenn eine nicht dafür ausgelegte CD abgespielt wird. Dank elf Lautsprechern in der Limousine und zehn im Kombi genießt jeder Passagier optimalen Hörgenuss.

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