Saab verkauft Fabriksanlagen

Autobauer Saab braucht dringend Geld. Dazu veräußert das Unternehmen jetzt seine Fabrikanlagen.

Ein Konsortium schwedischer Immobilienanleger übernimmt Unternehmensangaben zufolge 50,1 Prozent der Anteile an Saabs eigener Immobiliengesellschaft. Das spült rund 28 Millionen Euro (255 Mio. Kronen) in die klamme Kasse. Der Autobauer kann die Anlagen auf Leasingbasis weiterhin nutzen.

Erst gestern verkündete Saab, 13 Millionen Euro über eine kurzfristig von den Chinesen aufgegebene Bestellung von rund 580 Automobilen zu erwarten. Dringend benötigtes Geld, mit dem der Hersteller erst einmal seine fälligen Lohn- und Gehaltszahlungen für seine 3.700 Mitarbeiter im Monat Juni begleichen muss, will man dem drohenden Konkursantrag entgehen.

Seit der Übernahme der schwedischen Premiummarke von GM durch die Niederländer Spyker Cars Anfang 2010 ist das Traditionshaus nicht wieder richtig in Fahrt gekommen. Nachdem im ersten Quartal dieses Jahres nur 10.000 Fahrzeuge produziert wurden, standen die Produktionsbänder in Trollhättan seit April weitgehend still. Die Zulieferer haben zwischenzeitlich aufgrund von Saabs Zahlungsschwierigkeiten die Zuarbeit auf Eis gelegt. Erst in der vergangenen Woche war Saab-Chef Victor Muller auf der Suche nach dringend benötigten Soforthilfen sogar bei General Motors vorstellig geworden. Ob die Mission erfolgreich war, ist bislang nicht bekannt.

auto-reporter.net/arie

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