Saab geht vom Netz

Das war's dann wohl bei Saab. Gestern hatte das schwer verschuldete schwedische Traditionsunternehmen Gläubigerschutz beantragt. Heute wurde das Begehren vom zuständigen Gericht im schwedischen Vänersborg abgelehnt.

Swedish Automobile alias Spyker Cars wollte Saab unter Gläubigerschutz stellen und somit ein Konkursverfahren abwenden. Immer wieder hatten Gewerkschaften und Zulieferer wegen ausbleibender Zahlungen von Gehältern und Rechnungen damit gedroht.

Der vor einem Jahr von GM durch Spyker Cars übernommene Autobauer hat nach eigenen Angaben Schulden in Höhe von 770 Millionen Euro. Lediglich 13.000 Fahrzeuge sind in diesem Jahr verkauft worden. Im April kam die Fertigung praktisch zum Erliegen, weil es an wichtigen Komponenten fehlte, die die Zulieferer ohne Begleichung offener Rechnungen nicht mehr bereitstellten. Auch die Lohnzahlung für August blieb Saab seinen rund 3.700 Mitarbeitern im Stammwerk Trollhättan schuldig.

Gläubigerschutz hätte dem Unternehmen eine dreimonatige Galgenfrist gewährt, in denen Löhne und Gehälter gezahlt worden wären und in denen Konzernchef Victor Muller das Traditionsschiff Saab wieder hätte stabilisieren wollen. Die Chance bekommt Muller nun nicht.

auto-reporter.net/arie

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