Fahrbericht mit dem neuen Cupra Ateca

Ende des Jahres kommt der neue Cupra Ateca zu uns. Wir konnten schon erste Fahreindrücke mit dem ersten Modell der neuen Automarke "Cupra" sammeln.

Bislang hatten die sportlichsten Seat-Modelle den Zusatz "Cupra" am Heck stehen, jetzt wird daraus eine eigene Sub-Marke der Spanier. Das erste Modell ist der Cupra Ateca, der auf Basis des Seat Ateca entstanden ist. Der Cupra Ateca ist natürlich noch sportlicher gestaltet als das bislang sportlichste Seat Ateca-Modell. Komplett neue Front- und Heckschürzen verleihen dem SUV einen noch deutlich dynamischeren Auftritt. Die Karosserie wurde um 10 mm gesenkt, und es gibt spezielle Leichtmetallfelgen.

Zu erkennen ist der Cupra Ateca natürlich auch am Cupra-Logo und dem großen Cupra-Schriftzug am Heck. Im Innenraum geht es ebenfalls deutlich sportlicher zu als im Seat Ateca. Schalensitze sollen besten Halt bieten, und das virtuelle Cockpit verleiht dem Innenraum einen modernen Touch. Der Fahrer kann dabei aus verschiedenen Tacho-Darstellungen wählen.

Das Wichtigste ist aber natürlich die Motorisierung. Der Cupra Ateca hat den aus dem Leon Cupra bekannten 2,0 Liter-TSI mit 300 PS (221 kW) unter der Haube, der für viel Fahrspaß sorgt. Wir konnten in Spanien bereits erste Fahreindrücke sammeln. Schon auf Anhieb gefällt der Mix aus Sportlichkeit und Nutzbarkeit. Der Cupra Ateca bietet für Passagiere und Gepäck viel Platz, ist aber ganz auf Sportlichkeit getrimmt.

Gleich nach dem Start liefert er einen satten Sound, der über vier echte Auspuffendrohre geleitet wird. Hier gibt es nicht nur Blenden, die einen Auspuff vortäuschen, wie bei manchem Mitbewerber. Der Fahrer kann aus verschiedenen Fahrmodi wählen, bei denen sich die adaptive Dämpferregelung ganz dem gewählten Modus anpasst. So kann man den sportlichen SUV auch sehr komfortabel durch die Stadt bewegen und wird dank einer guten Geräuschdämmung von Störgeräuschen verschont.

Schaltet man in den Sport- oder Cupra-Modus, wird der 2,0 TSI zu Höchstleistungen angespornt, und man vergisst sehr schnell, dass man nicht in einem Sportwagen, sondern in einen SUV sitzt. Auf einer von der Polizei gesperrten, sehr kurvigen Strecke, konnten wir die volle Leistung und die Straßenlage perfekt testen. Wer das Gaspedal zum Start beherzt bis zum Bodenblech drückt, sprintet in nur 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Cupra Ateca zieht aber auch danach noch so locker weiter, wie man es sonst nur bei Sportautos gewohnt ist.

So erreichten wir vor der ersten Kurve schon ein Tempo von 180 km/h und konnten die Brembo-Bremsanlage testen, die auch nach einigen Kilometern und vielen Kurven noch beste Bremsleistungen erbracht hat. Sehr fein schaltet das 7-Gang-DSG-Getriebe, man bekommt von den Schaltvorgängen fast nichts mit. Die sehr direkte Lenkung rundet den Fahrspaß mit dem Cupra Ateca weiter ab.

Erstaunlich ist auch, welche Kurvengeschwindigkeiten mit dem SUV möglich sind. Wir hatten niemals das Gefühl, den Kontakt zur Straße zu verlieren, oder dass der Cupra Ateca ans Limit kommt, trotz wirklich sehr rasanter Fahrt. Die Kraft wird dank serienmäßigem 4Drive Allradantrieb jederzeit bestens auf die Straße gebracht, und die Sicherheitsreserven sind enorm. Der Wagen ist in jede Richtung hin perfekt abgestimmt und vermittelt so viel Fahrspaß, wie man ihn in dieser Klasse noch nie hatte.

Der Cupra Ateca ist auch preislich ein Hammer. Er ist inklusive adaptiver Dämpferregelung, Voll-LED-Scheinwerfern, Progressivlenkung, Umgebungskamera, Navi PLUS, dem digitalen Cockpit und einem Keyless Entry-System schon ab 46.990 Euro zu haben. Nach unserer Meinung gibt es derzeit keinen kompakten SUV dieser Klasse mit so viel Leistung und Fahrspaß. Die Chancen auf einen Erfolg stehen also äußerst gut. In Österreich wird der neue Cupra Ateca ab Ende 2018 bei acht speziellen Cupra-Händlern erhältlich sein.

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