Seat Ibiza ST - Fahrbericht

Erste Ausfahrt mit dem Seat Ibiza Kombi: der Spanier überzeugt mit großem Laderaum und attraktiven Preisen.

Mit rund 8.000 Zulassungen im Vorjahr ist der Seat Ibiza ein echter Bestseller im Kleinwagen-segment. Übertroffen nur vom Konzernbruder VW Polo, aber noch vor Skoda Fabia, Opel Corsa, Ford Fiesta & Co. Dementsprechend groß ist die Freude über den Kombiableger Ibiza ST; künftig soll jeder vierte in Österreich verkaufte Ibiza ein praktischer Kombi sein. Wir waren bereits auf erster Testfahrt mit dem Spanier, vor allem das Ladeabteil überzeugt auf Anhieb.

Der Längenzuwachs von 18 Zentimeter gegenüber dem Fünftürer macht sich im Kofferraum sehr positiv bemerkbar. Mit 430 Litern Volumen übertrifft er das Hatchback-Modell um 138 Liter, bei umgeklappten Rücksitzlehnen schluckt der Ibiza ST bis zu 1.164 Liter. Die Ladekante ist angenehm niedrig und erleichtert das Beladen. Den Innenraum kennt man von den drei- und fünftürigen Modellen. Die VW-Konzern typische intuitive Bedienung und die nahezu perfekte Ergonomie gefallen auch im Ibiza ST. Und auch wenn man in dieser Preisklasse am Einsatz von Hartplastik nicht wirklich vorbeikommt, das Cockpit wurde mit einigen Soft-Touch-Oberflächen aufgewertet, es gibt keinen Grund zur Klage. Die Sitze sind straff und bieten auch auf längeren Etappen eine sehr gute Unterstützung im Kreuzbereich. Im Fond des Ibiza ST ist es hinter größeren Fahrern nicht sonderlich luftig, wie erwähnt kam der Längenzuwachs fast 1:1 dem Kofferraum zugute. Durch die nach unten abfallende Dachlinie ist zudem die Kopffreiheit für Fond-Passagiere etwas eingeschränkt. Wobei fairerweise erwähnt werden muss, dass man in diesem Fahrzeugsegment eher selten Erwachsene auf der Rückbank antrifft.

Kommen wir zum fahrdynamischen Teil. Den beherrscht der Ibiza ST ähnlich gut wie die anderen Modelle der Familie, der Spagat zwischen knackigem Fahrspaß und der nötigen Portion Komfort ist jedenfalls gelungen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Diesel- (75, 90 und 105 PS) und drei Benzinmotoren (70, 85 und 105 PS). Wer dem knackigen Fahrwerk des Spaniers gerecht werden und auch die "auto emocion" spüren möchte, der muss freilich zu den stärkeren Aggregaten greifen. Wobei im direkten Vergleich der nagelneue 1,2 TSI Benziner mit 105 PS gegenüber dem gleichstarken 1,6 TDI zumindest subjektiv besser abschneidet. Der neue, turboaufgeladene 1.200er gefällt durch gute Leistungsentfaltung bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch von 5,3 Litern. In der Ecomotive-Variante mit Start-/Stopp-Automatik sind es sogar nur 5,1 Liter auf 100 Kilometern. Während die anderen Modelle bereits ab 18./19. Juni beim Händler stehen, muss man sich aber bis Herbst gedulden, will man den 1.2 TSI erwerben. Dafür ist dieses Triebwerk dann auch das vorerst einzige im Ibiza ST, das auch mit dem DSG-Doppelkupplungsgetriebe zu haben ist.

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