Seat Leon ST - Fahrbericht

Mit dem Leon ST bringt Seat die dritte Karosserievariante seines Kompaktmodells auf den Markt. Wir haben schon eine erste Ausfahrt unternommen.

Der Seat Leon ist 2012 in seine dritte Generation gestartet. Erstmals hat Seat jetzt mit dem Leon ST auch einen praktischen Kombi im heiß umkämpften Kompaktsegment im Rennen.

Im Vergleich zu seinen Konzernbrüdern Skoda Octavia Combi und VW Golf VII Variant setzt Seat auf ein sportliches Outfit und eine sehr rassige Linienführung mit vielen Ecken, Kanten und Sicken, die den Leon ST wohl zum sportlichsten Kombi in seinem Segment machen.

Trotz aller Sportlichkeit kommt aber natürlich auch das Platzangebot nicht zu kurz, und der Leon ST zeigt sich als wahrer Lademeister.

Mit einem Kofferraumvolumen von 587 Liter bietet er schon in fünfsitziger Konfiguration viel Ladefläche. Dabei lässt sich der Laderaum noch ganz einfach vergrößern. Ein einfaches Ziehen an der praktisch im Kofferraum untergebrachten Entriegelung klappt die Rücksitze nach vorne, und es eröffnen sich bis zu 1.740 Liter Stauvolumen.

Wer den Beifahrersitz nach vorne klappt, kann sogar bis zu 267 cm lange Gegenstände transportieren. Ein doppelter Laderaumboden, ein Trennnetz und eine Gepäckraumabdeckung runden den praktischen Nutzwert des stylischen Spaniers weiter ab.

So wird der 453,7 cm lange Leon ST nicht nur für Familien interessant, auch Gewerbekunden wird die Flexibilität des Leon begeistern.

Bei Motorisierung und Ausstattung können die Kunden aus den gleichen Möglichkeiten wie bei 5-Türer und Sport Coupé wählen.

Die Einstiegsmotorisierung stellt der 1,2 TSI mit 86 PS (63 kW) dar, ihm folgen der 1,2 TSI mit 105 PS (77 kW), der 1,4 TSI mit 122 PS (90 kW), der 1,4 TSI mit 140 PS (103 kW) sowie der 1,8 TSI mit 180 PS (132 kW).

Wer lieber auf einen Diesel setzt, kann zwischen dem 1,6 TDI mit 90 PS (66 kW), 1,6 TDI mit 105 PS (77 kW), dem 2,0 TDI mit 150 PS (110 kW) und dem 2,0 TDI mit 184 PS (135 kW) wählen.

Als absoluter Sparmeister folgt dann im nächsten Jahr noch der 1,6 TDI mit 110 PS, der im Schnitt nur 3,3 Liter pro 100 Kilometer konsumieren soll. Der CO2-Ausstoß liegt damit bei nur 85 g/km.

Je nach Motorisierung können die Kunden auch zwischen einer manuellen Schaltung oder dem feinen DSG-Getriebe wählen.

Bei der Ausstattung stehen der Entry, Reference, Style und FR zur Wahl. Die meisten Kunden erwartet sich Seat dabei beim Leon ST Style, der schon mit sehr umfangreicher Ausstattung glänzt.

Seat bietet für den Leon ST aber auch eine umfangreiche Sonderausstattung an. So kann der Leon ST auch mit den radarunterstützten Sicherheitselementen wie dem adaptiven Tempomat, der Front Kamera oder dem City Notbremsassistenten ausgerüstet werden.

Mit dem Seat Drive Profile-Programm kann der Fahrer zudem seinen Leon den Wünschen entsprechend abstimmen, die Modi Normal/Sport/Eco und Individual stehen dabei zur Verfügung. Noch sportlicher wird es dann mit der dynamischen Fahrwerksregelung (DCC), die ebenfalls erhältlich ist und über die Modi Comfort, Normal und Sport verfügt.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den 1,4 TSI mit 122 PS (90 kW) sowie den 2,0 TDI mit 150 PS (110 kW) näher kennen lernen.

Eine sehr gute Wahl trifft man dabei mit dem ab 22.590 Euro erhältlichen 1,4 TSI, der um diesen Preis schon in der Style-Ausführung kommt.

Der Motor läuft sehr leise und laufruhig, kann aber auch mit viel Fahrspaß glänzen. Sein maximales Drehmoment von 200 Nm liefert der Motor zwischen 1.400 und 4.000 U/Min, wodurch fast über das gesamte Drehzahlband viel Schubkraft geliefert wird.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird in 9,6 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 202 km/h. Im Schnitt soll sich der Leon ST 1,4 TSI dabei mit 5,3 Liter Benzin pro 100 Kilometer begnügen.

Noch eine Spur flotter ist dann der ab 26.090 Euro erhältliche 150 PS starke Diesel, der in 8,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und bis zu 215 km/h schnell ist. Mit durchschnittlich 4,1 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer ist er zudem auch noch sparsamer. Dafür ist der Diesel nicht ganz so laufruhig, und bei schneller Beschleunigung dringt auch ein Nageln in den Innenraum.

Der sportlichen Optik angepasst sind Fahrwerk und Federung, beide Leon-Modelle haben sich bei unserer ersten Ausfahrt sehr agil bewegen lassen und viel Fahrfreude bereitet.

Das Plus von rund 27 cm in der Länge merkt man dabei gar nicht, immerhin ist auch der Radstand mit jenem des 5-Türers identisch, lediglich beim Einparken macht sich der Größenzuwachs bemerkbar.

Preislich startet die praktische Version des Leon als 1,2 TSI Entry bei 16.990 Euro, der günstigste Diesel, der 1,6 TDI Entry mit 90 PS, kommt auf 20.290. Die Preisliste endet dann mit dem 2,0 TDI mit 150 PS und DSG-Getriebe bei 29.690 Euro, der nur mit manueller Schaltung erhältliche 184 PS starke 2,0 TDI kommt auf 20.090 Euro.

Seat hat mit dem Leon ST auf jeden Fall einen sehr interessanten Mitstreiter im Kombi-Bereich des Kompaktsegments in den Startlöchern. Ab 22. November steht der Leon ST bei den Händlern, im Laufe der nächsten Monate kommen aber nicht nur neue Motorvarianten hinzu, sondern erstmals wird es den Leon ST auch mit Allradantrieb geben. Wer also nicht auf vier angetriebene Räder verzichten möchte, sollte noch etwas Geduld haben, der sportliche Kombi aus Spanien wird für manche in dieser Kombination sicher unwiderstehlich sein.

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