Seat Pilotprojekte mit Mobike und ByBus

Seat testet in seinem Stammwerk im spanischen Martorell ein Bike-Sharing-Modell und einen On-Demand-Busdienst.

Seat testet in seinem Stammwerk im spanischen Martorell die Mobilität der Zukunft und startet gleich zwei wegweisende Pilotprojekte. In Zusammenarbeit mit Mobike und ByBus sollen sich Mitarbeiter künftig einfacher, effizienter und nachhaltiger innerhalb des Werks fortbewegen können. Gleichzeitig soll die Anzahl der Autos in dem Industriegebiet gesenkt werden. Christian Vollmer, Vorstand für Produktion und Logistik bei Seat, erklärt: "Mit mehr als 13.000 Mitarbeitern ist unser Werk in Martorell mit einer Kleinstadt vergleichbar. Hier haben wir die Gelegenheit, Mobilitätslösungen zu testen, die später auch außerhalb des Werks eingesetzt werden können. Unser Ziel ist es, zum Maßstab in Sachen Mobilität der Zukunft zu werden und unseren Beitrag dazu zu leisten, die Großstädte sauberer und nachhaltiger zu machen. Den ersten Schritt dazu machen wir in unserem Werk."

Seat verwandelt sein Werk in Martorell immer mehr in eine "Smart City". Dabei wird auch an einer nachhaltigen Stadtentwicklung gearbeitet, in deren Rahmen die umgesetzten Initiativen an die Bedürfnisse der Beschäftigten des Werks angepasst werden. Durch eine Kooperation mit dem beliebten Bike-Sharing-Service Mobike stehen den Mitarbeitern nun mehr als 100 Leihfahrräder zur Verfügung. In einer Versuchsphase wird das Mobilitätskonzept aktuell getestet. In den ersten zwei Wochen seit Einführung haben sich bereits über 2.000 Mitarbeiter für den SeatBike Dienst angemeldet und schon mehr als 4.700 Kurzstreckenfahrten zurückgelegt. Durchschnittlich waren die Mitarbeiter dabei auf einer Strecke von 800 Metern etwa 5 Minuten unterwegs. Allein durch dieses neue Fortbewegungskonzept konnten so schon 129 Stunden an Transferwegen eingespart werden.

Um den Dienst in Anspruch nehmen zu können, müssen Mitarbeiter lediglich die offizielle Mobike App herunterladen und sich einmalig registrieren. Ein Fahrradhelm ist Pflicht und bei nächtlichen Fahrten muss zusätzlich eine reflektierende Sicherheitsweste getragen werden. Zudem dürfen die Fahrräder nicht innerhalb der Werkshallen gefahren werden. Im gesamten Werk wurden spezielle Bereiche eingerichtet, in denen die Fahrräder abgestellt werden können.

Das ByBus-Projekt wurde vom Seat Metropolis:Lab in Barcelona entwickelt. Ziel ist es, den öffentlichen Personennahverkehr durch einen On-Demand-Busdienst, der sich nach seinen Nutzern und deren Bedürfnissen richtet, effizienter zu gestalten. Im Zuge der Initiative werden derzeit Busstrecken optimiert, indem die Routen flexibler gestaltet werden und der Echtzeitbedarf der Nutzer berücksichtigt wird. Nachdem bereits für das Volkswagen Werk in Wolfsburg ein Pilotprojekt ins Leben gerufen wurde, findet die zweite Versuchsphase nun in Martorell statt. Den Mitarbeitern stehen drei Seat Alhambra zur Verfügung, mit denen sie nach Bedarf zu verschiedenen Punkten innerhalb des Seat Werks transportiert werden. Um den Transferservice von ByBus nutzen zu können, müssen Mitarbeiter lediglich circa 10 Minuten vor der geplanten Abfahrt ihren Beförderungswunsch mitteilen und Aufenthaltsort, Ziel und Anzahl der Passagiere angeben. Nachdem die Reservierung eingegangen ist, werden die Mitarbeiter an der nächstgelegenen Haltestelle von einem Fahrer abgeholt und an ihr Ziel gebracht. In den ersten Wochen nach der Einführung dieses On-Demand-Busdienstes wurden bereits mehr als 3.000 Mitarbeiter befördert.

Die Dienste SeatBike und ByBus sind für alle Mitarbeiter kostenfrei und werden in den nächsten Monaten weiter getestet.