Fahrbericht: Der neue Seat Tarraco

Im Februar rollt der neue Seat Tarraco zu den Händlern. Wir haben schon jetzt eine erste Ausfahrt unternommen und verraten, was der neue SUV zu bieten hat.

Mit dem Tarraco rundet Seat sein SUV-Modellprogramm nach oben hin ab. Das neue Flaggschiff soll dabei neue Kunden zur aufstrebenden Marke aus Spanien locken, aber auch Aufsteiger innerhalb der Marke bedienen. Optisch zeigt der 473,5 cm lange Tarraco erstmals die neue Seat Designlinie, die vor allem an dem nun größeren Kühlergrill und den verfeinerten LED-Leuchteinheiten an Front und Heck zu erkennen ist.

Aber auch der Innenraum zeigt sich in ganz neuer Optik. Alle Tarraco verfügen serienmäßig über einen digitalen Tacho, der verschiedene Darstellungs-möglichkeiten bietet. Zudem gibt es serienmäßig ein Infotainmentsystem mit hoch positioniertem 8"-Touchscreen. Abgerundet wird der neue Innenraum-Look von feinen Dekorelementen und einer sehr übersichtlichen Anordnung aller Elemente.

Zum Start wird es den neuen Tarraco mit dem 1,5 Liter-TSI mit 150 PS (110 kW) und Frontantrieb, dem 2,0 TSI mit 190 PS (140 kW) und Allradantrieb sowie DSG-Getriebe sowie einem 2,0 TDI mit 150 PS (110 kW) oder 190 PS (150 kW) geben. Der schwächere Diesel ist wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältlich, der starke Diesel verfügt serienmäßig über Allradantrieb und ein 7-Gang-DSG-Getriebe.

Bei der Ausstattung wird es die Wahl zwischen der Ausstattungslinie Style oder Xcellence geben, später soll auch eine sportliche FR-Version kommen. Auf die Basisausstattung "Reference" verzichtet Seat bei seinem Topmodell aber bewusst. Dafür kann man zwischen 5- und 7-Sitzer wählen.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den 2,0 Liter-TSI mit 190 PS (140 kW), Allradantrieb und 7-Gang-DSG-Getriebe näher kennenlernen. Bei der Ausstattung haben wir die gehobene Xcellence-Version genossen, bei der man wirklich alles an Bord hat, was das Herz begehrt.

Schon auf den ersten Blick gefällt der neue Tarraco mit seiner sportlichen, aber dennoch sehr gediegenen Optik. Die Voll-LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten verleihen dem SUV zudem einen sehr hochwertigen Touch. Ein Highlight des Tarraco ist auch sein Platzangebot. Das Kofferraumvolumen liegt beim 5-Sitzer bei 760 Litern und kann auf bis zu 1.920 Liter erweitert werden. Serienmäßig gibt es auch schon eine elektrische Heckklappe, die das Beladen erleichtert.

Der Tarraco bietet aber auch für die Passagiere fürstliches Raumangebot. Selbst in der zweiten Reihe gibt es Beinfreiheit wie in der First-Class, auch dann wenn in der ersten Reihe groß gewachsene Personen sitzen. Sehr gut gefallen hat uns auch der neue Look des Armaturenbretts, der digitale Tacho verfügt zudem über eine sehr schöne Darstellung. Natürlich sind auch alle relevanten Assistenzsysteme für den Tarraco verfügbar, inklusive dem adaptiven Tempomat. Auf Wunsch gibt es zudem eine adaptive Dämpferregelung.

Eine sehr gute Wahl trifft man, wenn man sich für den 2,0 TSI mit 190 PS (150 kW) entscheidet. Der Motor hat schon von unten heraus viel Kraft, auch wenn er sein maximales Drehmoment von 320 Nm erst zwischen 4.200 und 6.000 U/Min liefert. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 8,0 Sekunden, die Höchstgeschwindgikeit liegt bei 211 km/h. Trotz seiner Größe lässt sich der SUV sehr agil bewegen und liegt wunderbar auf der Straße. Auch das 7-Gang-DSG-Getriebe überzeugt mit einem schnellen und sanften Gangwechsel. Auf Premium-Niveau angesiedelt ist auch die Geräuschdämmung, die zum noblen Charakter des Fahrzeugs gut passt.

Unsere erste Ausfahrt mit dem neuen Tarraco hat uns auf jeden Fall begeistert. Der erste Seat, der in Wolfsburg bei VW vom Band läuft, kann mit Premium-Feeling aufwarten und bietet jede Menge Platz sowie Fahrspaß. Auch abseits befestigter Wege kommt man dank dem Allradantrieb gut voran. Ein weiteres Highlight ist aber der Preis: Der neue Tarraco startet als 150 PS starker TSI mit Frontantrieb bei 33.490 Euro, hat aber schon Voll-LED-Scheinwerfer, das digitale Cockpit, 17"-Alufelgen, ein Infotainmentsystem mit 8"-Touchscreen, den Frontassist und vieles mehr an Bord.

Der günstigste Diesel wird bei 37.790 Euro starten, die weiteren Preise folgen rechtzeitig vor dem Marktstart im Februar 2019. Wer sich noch bis 2020 gedulden kann, wird den Tarraco dann auch als Plug-in-Hybrid mit rund 210 PS Systemleistung und 50 Kilometern rein elektrischer Reichweite ordern können.

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