Fahrbericht: Der neue Seat Tarraco auf Schnee und Eis

Die Seat Snow Experience 2019 stand ganz im Zeichen des neuen Seat Tarraco. Wir waren mit dem neuen Top-SUV der Marke im verschneiten Südtirol unterwegs.

Schon Ende 2018 konnten wir erste Fahreindrücke mit dem neuen Seat Tarraco sammeln. Jetzt haben wir dem größten Seat-SUV nochmals genauer auf den Zahl gefühlt und seine Allroundqualitäten als Geländewagen geprüft. Für unsere Ausfahrt im winterlichen Südtirol haben den Tarraco 2,0 TDI mit 190 PS (150 kW) gewählt, der schon serienmäßig über den 4Drive Allradantrieb und ein 7-Gang-DSG-Getriebe verfügt.

Der geräumige Tarraco bietet einen sehr modern gestalteten Innenraum, der zudem auch viel Raum auf allen Plätzen bietet. Auf Wunsch können sogar bis zu sieben Personen mit dem 473,5 cm langen Seat unterwegs sein. Schon auf normalen Straßen kann der Tarraco mit viel Fahrspaß und einer sehr guten Straßenlage überzeugen. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 8,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h.

Mit seinem maximalen Drehmoment von 400 Nm, das zwischen 1.750 und 3.250 U/Min bereit steht, liefert der SUV schon von unten heraus viel Kraft. Das 7-Gang-DSG-Getriebe harmoniert dabei perfekt mit dem Motor und wechselt die Gänge sanft und sehr schnell. Um alle Vorzüge des Tarraco zu genießen, sind wir bis auf die Spitze des Ritten gefahren, wo man sonst nur mit der Seilbahn oder der Pistenraupe hinkommt. Schon im unteren Bereich des berühmten Südtiroler Berges hat der Tarraco mit seiner Straßenlage und Wendigkeit viel Spaß bereitet. Die kurvenreiche Bergstraße hat der Tarraco mit Bravour gemeistert.

Wer die befestigten Straßen verlassen möchte, kann für jeden Untergrund den passenden Fahrmodus wählen. Für die Fahrt über die Pisten bis zum Berggipfel haben wir den Snow-Modus gewählt, der auf Schnee die perfekte Traktion bietet. Selbst auf eisigen Flächen bleibt der Tarraco dabei souverän auf der vom Fahrer gewählten Spur, und wir sind so wirklich bequem und ohne Anstrengung bis zum Berggipfel gekommen.

Noch beeindruckender als die Fahrt zum Gipfel war aber die Abfahrt. Auch bei steileren Passagen packen die Bremsen noch gut, und man hat das Gefühl, mit Spikes unterwegs zu sein, weil die Elektronik die Kraft so perfekt regelt, als wäre man auf normalem Asphalt unterwegs. Wir hatten bei unserer Ausfahrt zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Fahrzeug mit irgendeiner Aufgabe überfordert wäre. Der neue Seat Tarraco ist auf Schnee und abseits befestigter Straßen genau so agil und mit viel Freude zu bewegen wie auf der Straße.

In Österreich stellt der Tarraco 2,0 TDI 4Drive mit 150 PS (110 kW) Diesel die günstigste Möglichkeit dar, einen Tarraco mit Allradantrieb zu fahren. Der Preis liegt hier bei 43.090 Euro, beinhaltet aber schon eine gute Basisausstattung. Serienmäßig gibt es unter anderem schon Voll-LED-Scheinwerfer, 17"-Alufelgen, ein Infotainmentsystem mit 8"-Touchscreen und ein Keyless-System.

Für den von uns gefahrenen 190 PS starken TDI muss man in Xcellence-Ausstattung 48.890 Euro einkalkulieren, kann sich aber dann auch noch über weitere Goodies freuen. Unter anderem gibt es zusätzlich noch 19"-Aluflelgen, eine 3-Zonen-Klimaautomatik, einen adaptiven Tempomat und noch vieles mehr.

Auch bei unserer zweiten Ausfahrt hat der Seat Tarraco auf ganzer Linie überzeugt. Beeindruckend war für uns, wie souverän er sich auf eisigen Pisten abseits befestigter Straßen bewegen lässt.