Skoda Fabia RS - Fahrbericht

Mit dem Skoda Fabia RS bietet die VW-Tochter eine Alternative zum Polo GTI. 180 PS und DSG sorgen für großen Fahrspaß, der mit rund 23.000 Euro auch leistbar bleibt.

Kleine Autos mit leistungsstarken Motoren sind besonders bei jungen Leuten gefragt. Seit der VW Golf GTI das Segment begründet hat, haben die Abmessungen der PS-kräftigen Kompakten immer mehr zugelegt, so dass die darunter liegende Klasse bei der Kundschaft auch immer stärker ins Blickfeld rückt ist. Kurz nach der Präsentation des Schwestermodells Polo GTI zeigt Skoda nun seine Version eines sportlichen Kleinwagens, den Fabia RS .

Durch die gleiche Plattform und die Verwendung des gleichen Antriebs konnten die Tschechen dem Polo GTI rasch einen Bruder zur Seite stellen. Preislich fällt der Unterschied - ohne Berücksichtigung der besseren Serienausstattung des Fabia - gering aus, der Polo GTI kostet als Zweitürer 22.950 Euro, als Viertürer 23.500 Euro. Im Gegensatz zum VW kann der Fabia RS mit Kurzheck oder als Combi geordert werden. 22.940 Euro sind zumindest fällig, die Kombi-Version ist um lediglich 400 Euro teurer als die Limousine. Die Auslieferung der beiden RS-Modelle beginnt allerdings erst Anfang September.

Wie der Polo tritt der Fabia RS mit einem 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner an, der per Turbolader und Kompressor doppelt aufgeladen ist. Er leistet stramme 132 kW / 180 PS, das Drehmomentmaximum von 250 Newtonmeter liegt bereits bei 2 000 Touren an. Der Motor hat wenig Mühe den Fabia RS, dessen Gewicht bei niedrigen 1.300 Kilo liegt, auf Trab zu bringen. Den Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 absolviert der RS in nur 7,3 Sekunden, die Spitze erreicht er bei 224 km/h; beim Combi RS sind es sogar 226 km/h. Trotz der vorzüglichen Fahrleistungen ist der Motordurst vergleichsweise bescheiden: Im kombinierten Normverbrauch begnügt sich der Kleinwagen mit 6,2 Litern pro 100 Kilometer, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 148 Gramm je Kilometer.

Der Fabia RS ist immer mit dem siebenstufigen Direktschaltgetriebe DSG kombiniert. Gegen Aufpreis gibt es Schaltwippen am Lenkrad. Auf Gaspedaldruck legt sich der kleine aufgeladene Benzindirekteinspritzer spontan ins Zeug. Während er bei niedrigen Touren ruhig und vibrationsarm läuft, wird er in hohen Drehzahlen akustisch dann doch etwas aufdringlich. Auf den extrem schlechten tschechischen Landstraßen wirkt das sportlich abgestimmte und um 15 Millimeter tiefer gelegte Fahrwerk der RS-Variante etwas zu straff. Aber die Klientel des Fabia RS mag es vermutlich etwas härter. Am meisten Spaß bereitet der Kleinwagen in schnellen Kurven, in denen den Flitzer dank des serienmäßigen XDS-Differenzials nichts aus der Bahn bringen kann. Denn das Differenzial an der Vorderachse gleicht Abrollunterschiede durch sanftes Bremsen am kurveninneren Rad aus und sorgt selbst bei sehr zügiger Gangart für das Einhalten der Spur, sowohl beim Einlenken in die Kurve als auch beim Beschleunigen aus der Kurve heraus. Zur Fahrsicherheit trägt unter anderem auch der Schleuderschutz ESP bei.

Nicht nur außen, sondern auch innen macht der RS auf seinen sportlichen Charakter aufmerksam. Dazu gehören neue Stoßfänger mit integrierten Nebelscheinwerfern oder optional einem LED-Tagfahrlicht, 17-Zoll-Aluräder, und rot lackierte Bremssättel. Am Heck unterstreichen der Dachspoiler und Doppelrohrauspuff die Linie. Innen kommen gut konturierte Sportsitze und ein griffiges Dreispeichenlenkrad zum Tragen. Mit dem neuen Skoda Fabia RS erweitern die Tschechen ihr Programm um einen uneingeschränkt alltagstauglichen Kleinwagen mit harmonischer Leistungsentfaltung und eindrucksvollen Fahrleistungen. Bis hin zu Platzangebot und Ladevolumen von 300 bis 1.163 Litern beim Schrägheck und bis zu 1.460 Liter beim Kombi lässt der RS kaum Wünsche offen.

mid/ir

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