Skoda Fabia RS - Fahrbericht

Skoda legt beim Fabia ein Schäuferl nach: mit dem 180 PS starken Fabia RS, der ab sofort auch als Kombi erhältlich ist.

Die wunderbare Welt der Turbomotoren eröffnete dem VW-Konzern seit jeher zahlreiche Leistungsstufen. Schon vor Jahren gab es einen 1,8-Liter-Benziner (mit inzwischen nicht mehr modernen fünf Ventilen) zwischen 115 und 230 PS. Nunmehr ist Turbo mehr en vogue denn je, gilt er doch als kluges Downsizing - und ermöglicht hohe Leistungswerte bei geringem Hubraum und damit bescheidenem Verbrauch. Beim aktuellen 1,4-Liter-TSI greift zudem ein Kompressor ins Geschehen ein.

Unterm Strich bietet der Kleine derzeit 122, 125, 150, 160 und 180 PS - mit dem oberen Ende befasst sich der Skoda Fabia RS. Dessen Name übrigens auch schon auf eine (kurze) Tradition verweisen kann: von 2004 bis 2007 gab es ihn als 1,9-Liter-TDI mit 131 PS. Der neue Fabia RS ist jedoch, wie erwähnt, ein 180 PS starker Benziner, zudem gibt es ihn auch als Kombi und - hört, hört - ausschließlich mit dem formidablen Doppelkupplungsgetriebe DSG. Dieses erlaubt dank zweier, via Elektronik gekonnt arbeitsteiliger, Kupplungen Automatik-Komfort ohne Leistungsverlust und Mehrverbrauch. Handschalt-Freaks können sich via Manuell-Bedienung des Wählhebels, oder gegen Aufpreis über die Schaltpaddels hinter dem Lenkrad austoben. Der Antrieb erfolgt ausschließlich über die Vorderräder, die Traktion wird mittels elektronisch aktiviertem Sperrdifferenzial (beim Gasgeben in Kurven wird das innere Rad bei Schlupf gebremst) an der Vorderachse erhöht. Ein Sportfahrwerk ist obligatorisch.

Erkennbar ist der RS außen zum einen am tiefer gezogenen Front- und Heckspoiler sowie an ihm eigenen 17-Zoll-Alus, zum anderen an wahlweise von der Karosseriefarbe abgesetzten Dachfarben (Schwarz, Weiß und Silber). Innen gibt es Sportsitze mit RS-Symbol und auf Wunsch rote Sitzflächen, Dreispeichen-Lederlenkrad sowie Pedale mit Edelstahl-Trittflächen. Klimaanlage ist serienmäßig, nicht aber das Radio, sondern lediglich dessen Vorbereitung samt vier Lautsprechern.

Gibt man Gas, erfreut man sich zuerst an dem knurrend-bissigen Klang - der durchaus korrekt dosiert ist: nicht zu leise, aber auch nicht permanent nervend - und danach an der Beschleunigung von flockigen 7,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Dazu gibt es ein Drehmoment von 250 Nm zwischen 2.000 und 4.500 Touren. Dieses wird wie am Schnürchen bereitgestellt, denn der Kompressor macht Druck bis 2.400, bei Vollgas ausnahmsweise auch bis 3.500 Touren, danach übernimmt der Turbo. Und dessen großes Schaufelrad sorgt für Kraft bis zum Drehzahlbegrenzer. Die Traktion ist - selbst bei feuchtem Untergrund - absolut herzeigbar.

Preislich liegen RS und RS Combi extrem knapp beisammen: Der Fünftürer kostet 22.940 Euro, für den um 25 Zentimeter längeren und wesentlich geräumigeren Familien-Lader (maximales Kofferraumvolumen: 1.460 Liter gegenüber 1.160 Liter beim Fünftürer) sind lediglich 170 (!) Euro Aufpreis fällig - zumindest, solange der derzeitige "Combi-Bonus" von 230 Euro gilt.

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