Skoda Yeti : Erster Fahrbericht von der Österreich-Tour

Der Skoda Yeti ist ein Erfolgsmodell, keine Frage. Weil er nicht nur Bergfex ist, sondern auch Stadtindianer. Wir fahren mit ihm durch Österreichs Hauptstädte.

Der Skoda Yeti versteckt sich im Vergleich zu seinem haarigen Namensgeber aus dem Himalaya nicht, im Gegenteil: Man sieht ihn immer öfter auf Österreichs Straßen. Außen kompakt und innen geräumig, dazu kommt die faire Preispolitik des Hauses Skoda - den Yeti gibt's ab 18.980 Euro. Und Imagesorgen hat die tschechische VW-Tochter schon lange keine mehr. Dass sich der Yeti genauso gut zum Stadtfahrzeug wie zum Geländegänger eignet, wollen wir in den nächsten Wochen im wahrsten Sinn des Wortes erfahren. In Form einer Österreich-Tour mit dem Yeti, die uns jede Woche in eine andere Hauptstadt führen wird.

Los geht’s in der Stadt Salzburg, der Heimstätte von Importeur Intercar Austria. Dann werden wir zunächst Westösterreich bereisen, passenderweise mit einem Allrad-Yeti, samt kräftigem 160-PS-TSI. Durchs flachere Ostösterreich gleiten wir später mit der sparsamsten Benziner-Version, dem 105 PS starken TSI. TSI steht bei Skoda - wie übrigens beim gesamten VW-Konzern - für kleine, turbogeladene Benzinmotoren. "Downsizing" heißt das auf Neudeutsch, was für leichtere, sparsamere Motoren ohne Leistungsverlust steht. Für den Yeti gibt es sie in den Größen 1,2 (105 PS), 1,4 (122 PS) und 1,6-Liter (160 PS). Dazu kommt ein Zweiliter-TDI in drei Leistungsstufen (110, 140 und 170 PS). Mit der Doppelkupplungs-Automatik DSG sind der kleine Benziner und der mittelstarke Diesel erhältlich.

Genug der technischen Daten, wir suchen ein schattiges Platzerl für unseren Yeti und halten Ausschau nach einem netten Kaffeehaus in der Salzburger Innenstadt. Während wir relaxen, beobachten wir die Reaktionen der Passanten, die unser Yeti hervorruft. Diese Sympathiewerte, das wird schnell klar, hätten wohl alle Politiker gern. Kein Wunder, schließlich hat man das Gefühl, dass der Yeti von einer positiven Aura umgeben ist, ein Tag mit dem praktischen Tschechen und das Auto wirkt wie ein verlässlicher Kumpel. Kein Wunder, ist er doch das, was man landläufig als "g’raden Michel" bezeichnet. Schnörkellos gezeichnet, aber trotzdem weit pfiffiger als der durchschnittliche Familientransporter. Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf die nächsten Wochen und den Besuch weiterer acht Landeshauptstädte. Dass Eiskaffee auf weißen T-Shirts unschöne Flecken hinterlässt, sei hier nur am Rande erwähnt.

Während wir bezahlen, halten wir die Aufsperr-Taste auf der Fernbedienung des Yeti gedrückt, dadurch werden alle Fenster geöffnet und der Innenraum kühlt ab, bevor wir uns wieder hinters Steuer begeben. Simply clever. Dann eröffnet sich ein kleines Manko, das aber weniger mit dem Yeti als mit uns selbst und mangelnder Ortskenntnis zu tun hat. Weder Yeti noch wir haben ein Navi mitgebracht, was in ein paar unfreiwilligen Runden durch Salzburg endet. OK, soll uns nichts Schlimmeres passieren. Wer öfter auf unbekanntem Terrain unterwegs ist, dem sei das Navigationssystem "Amundsen" ans Herz gelegt. Für 775 Euro gibt’s eine watscheneinfache Bedienung mittels Touchscreen, zudem kann die SD-Karte mit den Navi-Daten auch gegen eine Karte mit MP3-Files getauscht werden. Das High-End-Navi "Columbus" mit integrierter Festplatte und etwas größerem Display kommt auf nicht ganz so günstige 2.150 Euro, aber nach Amerika wollen wir mit dem Yeti ja ohnedies nicht, zumindest nicht bevor wir unsere Österreich-Tournee abgeschlossen haben. Und da steht als nächstes Innsbruck auf dem Programm.

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