Smart forspeed Concept am Genfer Autosalon

Smart präsentiert am Genfer Autosalon eine Elektroauto-Studie, die einen Blick in die Zukunft der Kleinwagenmarke geben soll.

Der Smart forspeed soll umweltfreundliche Fortbewegung und Fahrspaß kombinieren. Auf den ersten Blick erinnert der forspeed an den Smart Crossblade, der sicher auch Pate für das neueste Werk aus dem Hause Smart gestanden ist. Wie der Crossblade hat auch der forspeed kein Dach und nur minimale Scheiben, allerdings verbirgt sich im Heck ein emissionsfreier Elektromotor. Technisch ist der forspeed dabei eine Weiterentwicklung des schon 2009 präsentierten Smart fortwo electric, der in einigen Modellregionen schon ausgeliefert wird.

Der 30 kW starke Permanentmagnetmotor verhilft dem Smart zu einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h, den Sprint von 0 auf 60 km/h erledigt der offene Zweisitzer in 5,5 Sekunden. Für einen kleinen Leistungsschub steht zudem in der Mittelkonsole eine Taste für die Boost-Funktion zur Verfügung, die dem Smart kurzzeitig 5 kW mehr Leistung einflößt, was beispielsweise für Überholvorgänge ideal geeignet ist.

Die Energie holt sich der Elektromotor aus einer 16,5 kWh starken Lithium-Ionen-Batterie, die an jeder 220-Volt-Steckdose wieder aufgeladen werden kann. Eine Batterieladung reicht für 135 Kilometer Fahrtstrecke. Bei der Schnellladung werden zudem innerhalb von 45 Minuten 80 Prozent der Batterie neu geladen, und dann kann die Fahrt nach einer Kaffeepause auch schon wieder weiter gehen.

Im Innenraum präsentiert sich der Smart forspeed dann auch ganz auf High-Tech getrimmt in kühlem Weiß, mit grünen Elementen, die den Umweltgedanken widerspiegeln sollen. Sonst hat man sich im Innenraum auf das Wesentliche konzentriert, erstmals gibt es im Mitteltunnel aber eine elektrische Feststellbremse, die per Knopfdruck aktiviert wird. Natürlich verfügt der forspeed auch wieder über die Tridion-Sicherheitszelle, die im Falle eines Unfalls für die Sicherheit der Insassen sorgen soll.

Für schlechtes Wetter erhält der forspeed eine Persening, die man über den gesamten Innenraum spannen kann und die an Riemen an der Karosserie befestigt wird. Man kann diese auch mit Hilfe eines Reißverschlusses in der Mitte teilen, damit zum Beispiel der Fahrersitz für die Weiterfahrt frei bleibt. Zwar wird dann der Fahrer nass, dem Auto fügt der Regen aber keinen Schaden zu, da der Innenraum über eine wasserdichte Beschichtung und Ablaufkanäle für das Wasser verfügt.

Ein weiteres witziges Highlight sind die turbinenähnlichen "Cockpits" für Fahrer und Beifahrer. Während der Fahrer den Tacho vor sich hat, hat der Beifahrer die Kommunikation und Navigation im Blick. In seinem Teil des Cockpits befindet sich nämlich ein Smartphone, bei dem die Halterung um bis zu 90 Grad Richtung Fahrer geschwenkt werden kann. So kann im Bedarfsfall auch der Fahrer alleine die Navigation bedienen oder schauen, wie voll die Batterien noch sind.

Bleibt die spannende Frage, ob wir den Smart forspeed so oder so ähnlich auch wirklich einmal auf unseren Straßen sehen werden. Die Chancen stehen aber gar nicht schlecht.

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