Subaru BRZ - Fahrbericht

Mit dem BRZ hat Subaru wieder ein sportliches Coupé im Angebot, wir konnten schon erste Testrunden drehen.

Bei Subaru haben Coupés eine lange Tradition, doch die Fans der Marke mussten sich lange in Geduld üben, bis wieder ein sportliches Coupé von Subaru gebaut wurde. Jetzt ist es soweit, und mit dem BRZ hat die japanische Marke wieder ein ganz auf Fahrspaß konzipiertes Auto im Programm.

Der BRZ ist dabei baugleich mit dem Toyota GT-86, der bis auf das Logo und eine geänderte Farbpalette dem Subaru gleicht. Subaru möchte mit dem BRZ seine (verbliebenen) Fans ansprechen und ihnen ein sportives Auto bieten. Auf einer Länge von 424 cm bietet der Subaru vier Personen Platz. Sein Design kann als sehr gelungen bezeichnet werden, eine bullige Front und kurze Überhänge verleihen ihm einen sehr sportlichen Touch.

Die Eckdaten lassen Autofans das Herz höher schlagen: Mit der Kombination aus Frontmotor, Heckantrieb, niedrigem Fahrzeugschwerpunkt und geringem Gewicht erfüllt der Subaru so ziemlich alle Voraussetzungen für Fahrspaß. Der 2,0 Liter Boxermotor erreicht dabei eine Leistung von 200 PS (147 kW). Das Drehmoment von 205 Nm steht zwischen 6.400 und 6.600 U/Min bereit, 200 Nm hat man aber bereits bei 3.000 U/Min zur Verfügung.

Den dynamischen Japaner gibt es zudem wahlweise mit manuellem oder automatischem 6-Gang-Getriebe. Bei den Fahrleistungen hat der BRZ mit manueller Schaltung die Nase vorn, beim Verbrauch der Automatik-BRZ. Die Schalt-Version erledigt den Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,6 Sekunden und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 226 km/h, die Automatik-Version benötigt für die Beschleunigung 8,2 Sekunden und ist bis zu 210 km/h schnell.

Dafür verbraucht der automatisch schaltende BRZ mit 7,1 Liter pro 100 Kilometer um 0,7 Liter weniger als sein schnellerer Bruder. In der Praxis werden diese Werte jedoch nur unter Ausschluss von Fahrspaß zu erreichen sein, dreht man den herrlich klingenden Boxermotor öfters aus, sollte man auf jeden Fall die 10-Liter-Marke einkalkulieren.

Auf ersten Testrunden am ÖAMTC Gelände in Teesdorf konnten beide Modelle viel Fahrspaß vermitteln. Durch den extrem niedrigen Schwerpunkt und die Gewichtsverteilung von 53:47 liegt der Subaru perfekt in den Kurven, zumindest wenn diese trocken sind.

Trotz VDC (der ESP-Version von Subaru) neigt das Heck des Subaru bei nasser Strecke sehr stark zum Ausbrechen. Es reichen dabei schon wenige Tropfen, die noch in der Kurve sind, schon haben die elektronischen Helfer und der Fahrer jede Menge Mühe, den rund 1,2 Tonnen schweren Sportwagen auf Kurs zu halten.

Sehr gut gelungen ist der Sound des Boxermotors, der die Fahrdynamik musikalisch untermalt. Fahrwerk und Federung sind natürlich ganz auf Sport getrimmt, und jede Querfuge wird im Innenraum spürbar.

Das Platzangebot ist für ein Sportcoupé der Größenordnung sehr gut, wenngleich die hinteren Sitze eher als Notsitze betrachtet werden sollten. Vorne bietet der Subaru BRZ auf jeden Fall jede Menge Platz, und das sportliche Ambiente inkl. großem, mittig in den Armaturen platziertem Drehzahlmesser passt ebenfalls zum Charakter des Fahrzeugs. Das Kofferraumvolumen ist mit 243 Liter hingegen eher für den Wochenendausflug konzipiert, kann durch Umlegen der Rücksitze aber auf 330 Liter erweitert werden.

Bei der Ausstattung lässt der Subaru BRZ dann kaum noch Wünsche offen. Serienmäßig gibt es Xenon-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, LED-Rückleuchten, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, Keyless Entry & Go, sieben Airbags, Sportsitze in Leder/Velours-Ausstattung inkl. Sitzheizung vorne, elektrisch verstell- und einklappbare Außenspiegel, einen Tempomat und ein Audiosystem mit CD-Player und 6 Lautsprechern.

Trotz kompletter Ausstattung bleibt der Preis sehr günstig. Den Subaru BRZ mit manueller Schaltung gibt es schon ab 33.990 Euro, der BRZ mit Automatik kommt auf 34.990 Euro. Wer jetzt schon eilig zum Subaru-Händler stürzen möchte, sollte jedoch gewarnt sein: Laut dem Importeur werden nicht einmal genug Autos verfügbar sein, um das ohnehin nicht große Händlernetz mit jeweils einem Fahrzeug zu bestücken. Für 2012 erwartet der Importeur nur eine "niedrige zweistellige Zahl" an Fahrzeugen, die nach Österreich kommen sollen...

Mit dem Toyota GT-86 gibt es aber ein baugleiches Fahrzeug, dessen Verfügbarkeit weit besser aussieht: Bei Toyota erwartet man immerhin 280 Fahrzeuge im Jahr 2012 zu verkaufen.

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