Suzuki auf der Tokyo Motorshow

Alternative Antriebe im Mittelpunkt

Der Auftritt von Suzuki auf der diesjährigen Tokyo Motorshow steht ganz im Zeichen alternativer Antriebstechnologien. Neben dem SX4-FCV mit einer Hochleistungs-Brennstoffzelle präsentiert der japanische Kleinwagenspezialist den kompakten Stadtflitzer Swift mit Hybridantrieb sowie einen Burgman Brennstoffzellen-Scooter.

Seine Weltpremiere feiert in Tokyo ein Swift mit Plug-in-Hybridantrieb . In dem kompakten Stadtflitzer haben die Suzuki-Ingenieure als Antriebseinheit einen Elektromotor installiert, der seine Kraft aus einem Akku gewinnt, welcher an haushaltsüblichen Steckdosen geladen werden kann. Gleichzeitig lädt ein aus den japanischen Kei-Cars bekannter 660 cm³-Verbrennungsmotor bei Bedarf den Akku während der Fahrt wieder auf, um so zusätzliche Reichweite zu generieren. Mit dem Swift Plug-in-Hybrid zeigt Suzuki seine Vision von umweltschonendem Fahrspaß. Leistung und Reichweite wurden dabei konsequent im Hinblick auf kurze Alltagsstrecken optimiert.

Der SX4-FCV kombiniert eine von General Motors produzierte Hochleistungs-Brennstoffzelle mit einem von Suzuki entwickelten Hochdruck-Wasserstofftank, der mit einem Fülldruck von 70 Megapascal arbeitet. Ein leichter und kompakter Kondensator erzeugt durch Bremskraftrückgewinnung Energie, die den Motor zusätzlich bei Beschleunigungsvorgängen unterstützt. Mit Blick auf eine mögliche Serienproduktion testet Suzuki derzeit einen Prototypen auf öffentlichen Straßen in Japan.

Mit einer luftgekühlten Kompakt-Brennstoffzelle arbeitet der Burgman Fuel-Cell Scooter . Sein Hochdruck-Wasserstofftank ist sicher in einem stabilen Rahmen untergebracht und ermöglicht ein flottes Fahren bei einer alltagstauglichen Reichweite. Mit seinen 70 Megapascal Fülldruck ist er ein echtes technisches Highlight: In keinem anderen Motorrad wurde bislang ein Tank mit ähnlich hohem Fülldruck verbaut.

Ein bei uns noch relativ unbekanntes Mobilitätskonzept zeigt Suzuki mit dem MIO . Der elektrische Rollstuhl wird von einer Direktmethanol-Brennstoffzelle angetrieben, die den konventionellen Bleiakku ersetzt. Das Methanol wird in einem Kartuschen-ähnlichen Behälter geführt, der ein einfaches und schnelles Austauschen ermöglicht und so zusätzliche Reichweite garantiert. In enger Zusammenarbeit mit der Regierung der Präfektur Shizuoka begann Suzuki im November 2008 mit den ersten Feldversuchen. Sie sollen weitere Erkenntnisse liefern, die Informationen im Hinblick auf eine mögliche Serienfertigung liefern.

M-C-N