Toyota GR Yaris – Auf Eis und Schnee

Ski brauchen Schnee, Spikes brauchen Eis! Was wir mit dem Toyota GR Yaris im Lungau so alles erlebten, lesen Sie in diesem Bericht.

Der neue GR Yaris ist bereits optisch ein echter Hingucker. Man merkt sofort, dass die Japaner bei ihm nichts anbrennen lassen, weder stylisch noch in Sachen Performance. Die Umsetzung aus dem Motorsport auf die Straße gelingt Toyota immer wieder aufs Neue.

Allein die Frontansicht unseres Flohs zeigt, hier rollt nicht die zivile Straßenvariante heran, und spätestens beim Vorbeifahren hört man sehr deutlich, dass er nicht nur spielen will. Dafür sprechen auch seine knallharten Fakten: In dem 1,6 Liter-Turbobenziner wurden 261 ausgewachsene Pferde in drei Zylinder gequetscht.

Dass diese in Anbetracht des niedrigen Kampfgewichts von etwa 1.300 Kilo den Floh bereits in 5,5 Sekunden auf 100 km/h wuchten, überrascht nicht so sehr wie der subjektive Fahreindruck, wo man das Gefühl hat, auf einem raketengetriebenen Schreibtischsessel zu sitzen.

Kurz gesagt, der GR Yaris ist brettharter Fahrspaß. 360 Nm Drehmoment können dank dem manuellen Sechsganggetriebe voll ausgeschöpft werden. Dafür dass die ganze Kraft aus dem Dreizylinder auf die Straße kommt, sorgt der permanente Allradantrieb GR-FOUR, der mittels Drehschalter angepasst werden kann.

Fast gleichzeitig als die WRC in Finnland Hof hielt und das Toyota Gazoo Racing Team den zweiten Platz für sich verbuchen konnte, zog es auch uns zu Eis und Schnee in die winterlichen Gefilde des Salzburger Lungau, um dort auf einer Teststrecke den Toyota GR Yaris im Drift zu erleben.

Noch dazu meinte es der Wettergott an diesem Tag gut mit uns, und die Sonne schien aus vollen Kräften. Eis, Schnee, Sonne und 261 Rösser verpackt in einem smarten Dreitürer- Benzinbruder, was willst du mehr? „Driften“, schreit das Herz, und das Hirn denkt sich, „du bist irre“.

Wer, so wie die Schreiberin dieses Textes, zwar Schneefahrbahnen aus Erzählungen kennt und auch in Wien gelegentlich eine erlebt hat, aber noch nie ein Drifttraining absolviert hat, dem sei dies dringend ans Herz gelegt. Nicht nur zur Erweiterung der persönlichen Handlingkenntnisse des Fahrzeugs, sondern auch zur Steigerung der Glückshormonproduktion.

So geht es nach einer kurzen theoretischen Einschulung gleich zum scharfen Gerät. Sitz einstellen, Drehknopf auf Sport, um die Allradgewichtung im Yaris auf 30:70 zu legen und – um einen richtigen Drift zu schaffen – ESP aus. Wenn also das Armaturenbrett im Toyo leuchtet wie ein Christbaum, ist man ready to race.

Das Instruktorenteam von „razoon – more than racing“ besteht aus erfahrenen Rennfahrern – Rundstrecke bzw. Rallye und daher absolut kompetenten Lehrern. Kommuniziert wird per Funk. Der Puls steigt parallel zur Drehzahl. Die Winterteststrecke ist in drei Segmente geteilt. Rundkurs zum Einfahren mit kleinen Schikanen, eine Kreisbahn zum Zirkeln und zum Schluss zwei Handlingparcours. Einer davon mit weiten Driftmöglichkeiten, einer für die Fortgeschrittenen mit einer engeren Streckenführung.

Einlenken, Gasstoß, und schon kommt das Heck des kleinen Japaners quer. Man versucht alle Tipps so gut wie möglich umzusetzen – am leichtesten geht jener mit „Blick nicht durch die Seitenscheibe“. Mal ist man zu schnell, mal mangelt es am Talent, aber sicher nie mangelt es am Fahrspaß und an dem erstaunlich guten Handling des Toyota GR Yaris, und am Ende des Tages gelingt auch einer Anfängerin der eine oder andere schöne Drift. Bilder der Finnland Rallye erscheinen im Kopf, zugegeben selbst wenn man nicht wie Kalle Rovanperä fährt – man fühlt sich wie er.

Wer nun Benzin gerochen hat und auch einmal auf Eis und Schnee driften möchte, der muss sich nun einmal bis zum nächsten Winter gedulden, denn Corona hat den Veranstaltungen von razoon – more than racing einen Riegel vorgeschoben. Aber das Team hofft auf Lockerungen und die Möglichkeit, wieder Drifttrainings durchführen zu können.

Wer möchte, kann sich unter toyota-experience.com schon einen Gusto holen, denn das Sommerprogramm mit dem Toyota GR Yaris steht schon in den Startlöchern. Wenn nichts dazwischenkommt, so kann man am 25.4. am Wachauring auf nasser Fahrbahn ebenfalls mit dem Yaris driften.

Wir drücken dem Team von razoon- more than racing die Daumen, dass die Corona-Beschränkungen bald zu Ende sind und laden alle Driftfans und jene, die es werden wollen, ein, es mit dem kleinen Toyota krachen zu lassen. Das gesamte Portfolio der Benzinbrüder finden Sie auf www.razoon.at