Der neue Toyota Yaris - Vorstellung

Er rollt wie ein Großer

Gleich 30.000 Stück will Toyota im kommenden Jahr von der zweiten Generation seines Yaris absetzen. Der Erfolg des ersten gibt den Japanern Recht. Aber der Wettbewerb ist hart, denn der Yaris tritt im B-Segment gegen Volkswagen Polo, Opel Corsa, Ford Fiesta sowie Peugeot 206, Renault Clio und Fiat Punto an .

Toyota bietet den Yaris als Zweitürer und als Viertürer - beide Varianten mit großer Heckklappe - und zur Zeit drei Motoren an: dem Dreizylinder-Benziner 1.0 VVT-i mit 51 kW (70 PS), dem Vierzylinder-Benziner 1,3 VVT-i mit 64 kW (87 PS) und dem Diesel 1.4 D-4D mit 66 kW (90 PS). Der kleinere Benziner erreicht 100 km/h nach 15,7 Sekunden, schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h und soll sich mit einem Durchschnittsverbrauch von nur 5,4 Litern begnügen. Der größere Benziner soll im Verbrauch bei durchschnittlich von 6,0 Litern liegen, in 11,5 Sekunden die 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h erreichen. Schnellster im Bunde ist der Diesel mit 175 km/h, 10,7 Sekunden und einem Verbrauch von 4,5 Litern.

Mit dem serienmäßig verbauten Fünf-Gang-Getriebe beschleunigen die drei Motorvarianten den Yaris ein bisschen schneller, dafür liegt der Verbrauch beim größeren Benzinern und beim Diesel um einige Zehntel niedriger, wenn man sich für das MulitMode-Getriebe entscheidet. Dieses schaltet elektromechanisch und mit deutlicher Unterbrechung des Vortriebs, ist aber dennoch ein sinnvolles Komfortelement.

Trotz der Anordnung der wesentlichen Anzeigen in der Mitte des Armaturenbretts ist das Innenleben für den Fahrer gar nicht gewöhnungsbedürftig. Gefällige runde Linien und für diese Klasse hochwertige Materialien in guter Verarbeitung prägen den ersten Eindruck. Eine Mittelkonsole präsentiert die Einstellräder und Anzeigen auf Kunststoff-Silber und setzt damit einen zusätzlichen und kräftigen Akzent.

Rasch wird deutlich, dass der neue Yaris den alten bei vielen Maßen übertrifft , was auch den Hinterbänklern mehr Platz verschafft. Leider geht dies auf Kosten des Kofferraums, der nur 272 Liter fasst, sich aber vielfach variieren lässt. Unter dem Kofferraumboden findet man einen "Keller", die Rücksitzbank läst sich verschieben und im Verhältnis 40 zu 60 umklappen. Beim Umklappen der kompletten Rücklehne entsteht eine ebene Fläche für insgesamt 1183 Liter Ladevolumen.

Verpackt hat Toyota den neuen Yaris in eine Karosse mit markantem, fast bulligem Gesicht und dynamischen Linien, die den Toyota zwar nicht verleugnen, aber erkennbar in Europa als Mischung aus Coupé- und Van-Optik entstanden sind. Zum dynamischen Äußeren passt auch die Aerodynamik, deren Qualität sich im recht niedrigen Luftwiderstandsbeiwert von 0,30 ebenso ausdrückt wie in den erstaunlich niedrigen Windgeräuschen.

Dieses geringe Geräuschniveau ist einer der sympathischen Charakterzüge des Yaris, die das Fahren und Reisen in ihm zu einem für diese Klasse ungewöhnlich angenehmen Erlebnis werden lassen. Er rollt komfortabel wie ein Großer. Nur bei schlechter Wegstrecke meldet sich sein Fahrwerk stramm bis ruppig, aber nicht unangenehm.

Besonderen Wert hat Toyota beim neuen Yaris auf das Thema Sicherheit gelegt. Kernelemente der passiven Sicherheit sind die extrem steife Fahrgastzelle kombiniert mit großen Prallelementen und die komplette Airbag-Ausstattung inkl. Knie-Airbag für den Fahrer. Bei der aktiven Sicherheit sind es vor allem die vier Scheibenbremsen in Kombination mit ESP, bei Toyota Vehicle Stabilty Control (VSC) genannt. Kein Wunder also, dass der neue Yaris beim Euro NCAP-Crashtest die Höchstwertung von fünf Sternen beim Erwachsenenschutz erhielt.

Das Gesamtpaket des Toyota Yaris aus europäischer Fertigung imponiert. Den Vergleich mit seinen schon aufgezählten Klassenkameraden muss er nicht scheuen. Ob er das hoch gesteckte Ziel in Europa erreicht oder - wie sein Vorgänger - gar übertrifft, entscheidet der Kunde. Bisherige Kunden aus dem A-Segment werden den Zuwachs an Auto und Komfort begrüßen. Aber auch jene, die ihr jetziges Auto eher für zu groß halten, werden vom Yaris wahrscheinlich nicht enttäuscht werden.

auto-reporter

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