Studie VW Up! Lite - Weltpremiere auf der L.A. Autoshow

Großer Aufwand, kleine Wirkung

Nach wie vor dreht sich bei allen großen Autofirmen (fast) alles um ein Thema: Spritsparen. Wenig überraschend, dass es auch auf der L.A. Autoshow Premieren zu diesem Thema gibt, eine davon ist die Studie VW Up! Lite . Ein Auto dieser Größenordnung entlockt in den USA zwar nicht einmal ein mildes Lächeln, Europa ist dafür umso interessierter. Kein Wunder bei den Eckdaten: Vier Sitze, ein Hybridantrieb aus Elektro- und Dieselmotor sowie das 7-Gang-DSG-Getriebe versprechen einen Verbrauch von nur 2,44 Liter auf 100 km, das entspricht 65g CO2 / km.

Der Up! Lite zählt zur neuen "New Small Family" von VW und ist somit ein Nachfahre des VW Lupo. Weitere Faktoren zu möglichst geringem Spritverbrauch sind das geringe Gewicht von nur 695 kg sowie die sehr gute Aerodynamik, der cw-Wert liegt bei 0,237. Das TDI-Aggregat verfügt über lediglich 0,8 Liter Hubraum und leistet 51 PS, unterstützt wird das Triebwerk von einem 10 kW starken Elektromotor, der natürlich auch Energie rückgewinnen kann. Trotz der geringen Leistung zählt die Studie zu den Vollhybriden, der Up! Lite kann kurze Strecken rein elektrisch bewältigen, im so genannten "Segel-Modus" - sprich beim Rollen des Fahrzeuges - wird der TDI-Motor völlig abgeschaltet. Dieses Feature ist alles andere als neu und kam bereits beim Golf III Ecomatic zum Einsatz.

Die Höchstgeschwindigkeit des Viersitzers liegt bei stolzen 160 km/h, in durchaus respektablen 12,5 Sekunden erreicht man Tempo 100 km/h. Auch die Sicherheit kommt nicht zu kurz, ESP und Airbags - VW verrät allerdings nicht wie viele - sind an Bord, zudem soll eine Alu-Sicherheitskarosserie die Insassen schützen. Bleibt freilich die Frage, ob und wann ein solches Auto die Serienreife erlangt, die verwendeten Zutaten klingen allesamt nicht wirklich günstig. Gegen einen konventionell betriebenen und in etwa gleich großen Polo hätte man preislich vermutlich keine Chance und der ist in der letzten Bluemotion-Ausbaustufe mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,3 Litern auch ohne die teuren Hightech-Zutaten bereits sehr sparsam.

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