VW 1-Liter-Auto : Serien-Produktion ab 2010

1-Liter-Auto ist eines, wo beim Verbrauch eine "1" vor dem Komma steht

Nach Aufsichtsratschef Piëch hat nun auch VW-Vorstandschef Winterkorn bestätigt, dass VW das 1-Liter-Auto in Serie bauen wird. Starten soll die Produktion 2010 .

Winterkorn schränkte gegenüber der "Rheinischen Post" allerdings ein, dass dieses Auto seiner Meinung nach kein Verkaufsschlager wird, er glaube aber, dass der Wagen technische Standards setzen könne. Denn die Karosse des Umweltautos soll vornehmlich aus Kunststoff und Magnesium bestehen. Motorisiert wird der Wagen mit einer 1-Zylinder-Maschine mit 300 Kubikzentimeter Hubraum. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 120 km/h liegen.

Wie schon anlässlich Piëchs Ankündigung im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt im September schwächte Winterkorn die Bedeutung der plakativen Bezeichnung 1-Liter-Auto ab: Bis der Wagen in Serie gehe, könne auch ein 1,5-Liter Auto daraus geworden sein . In Frankfurt war das 1-Liter-Auto als eines definiert worden, bei dessen Verbrauch eine "1" vor dem Komma steht, das also weniger als zwei Liter verbraucht.

Mit dem Prototypen von Frankfurt nach Hamburg

Piëch war 2002 zu seiner letzten Hauptversammlung als VW-Chef mit dem Prototypen eines 1-Liter-Autos, bei dem die Insassen hintereinander saßen, von Wolfsburg nach Hamburg gefahren. Das Sparmobil soll weniger als einen Liter Sprit auf 100 Kilometer verbraucht haben. 2005 wurde die Entwicklung aber gestoppt. Die Produktionskosten seien mit 35.000 Euro pro Wagen viel zu hoch gewesen. Heute koste die Herstellung dank der Kohlefaser-Werkstoffe nur noch 5.000 Euro , so der Aufsichtsratschef im September zur "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Am Vorabend der Pressetage der IAA hatte VW den Kleinwagen Up! gezeigt - mit herkömmlichen 2- und 3-Zylindermotoren. Er soll frühestens Ende 2009 in Serie gehen. Als Verbrauch hatte Winterkorn für bestimmte Varianten weniger als drei Liter versprochen.

Focus

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