Fahrbericht: VW Amarok und up!

Für das neue Modell hat VW dem up! und dem Amarok ein Facelift spendiert. Wir haben eine erste Ausfahrt gemacht und verraten, was neu ist.

Das kleinste Modell in der VW-Modellpalette, der up!, ist für das neue Modelljahr überarbeitet worden und zeigt sich optisch deutlich aufgefrischt. Schon auf den ersten Blick stechen die neuen Stoßfänger, ein neuer Heck-Diffusor, Außenspiegel mit integrierten Blinkleuchten und die Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht sowie neue LED-Rückleuchten ins Auge.

Deutlich aufgewertet zeigt sich auch der Innenraum, der frisch geliftete up! hat eine komplett neue Mittelkonsole bekommen und verfügt auf Wunsch auch über eine Klimaautomatik. Das Audiosystem ist ebenfalls viel moderner ausgefallen, sowohl beim Look, als auch bei der Funktionalität.

Neben den bewährten 3-Zylinder-Motoren mit 60 PS (44 kW) und 75 PS (55 kW), dem Erdgas-up! mit 68 PS (50 kW) und dem e-up! mit 82 PS (60 kW) steht nun als neue Topmotorisierung auch ein 1,0 Liter-TSI mit 90 PS (66 kW) zur Auswahl. Wir haben bei einer ersten Ausfahrt den up! mit 75 PS gewählt, der eine sehr vernünftige Wahl darstellt.

Der Motor ist recht spritzig, vor allem im Stadtbetrieb kommt man damit sehr gut zurecht. Auf Steigungen merkt man schon, dass dem Motor schnell die Puste ausgeht, dann hilft nur noch ein Zurückschalten, beim sehr leicht zu betätigenden 5-Gang-Getriebe. Die Geräuschdämmung dürfte beim Facelift auch noch eine Spur besser geworden sein, zumindest hat unser Testfahrzeug Störgeräusche weitgehend von den Ohren des Fahrers fern gehalten.

Sehr schön ist die neue Mittelkonsole geworden, die dem up! einen viel moderneren Look verleiht und das Interieur auch hochwertiger wirken lässt. Auf Wunsch gibt es den up! auch mit dem BeatsAudio-Soundsystem mit 300 Watt Leistung. Erhältlich ist der neue up! ab 9.990 Euro. Das Facelift hat dem kleinen VW jedenfalls sehr gut getan und ihn noch attraktiver gemacht.Ebenfalls technisch und optisch aufgewertet präsentiert sich der VW Amarok des neuen Modelljahrgangs.

Nach sechs Jahren Bauzeit hat VW dem Amarok ein dezentes Facelift spendiert und ihn technisch deutlich aufgewertet. Der Amarok soll dabei nicht mehr als Arbeitstier gesehen werden, sondern mehr als Lifestyle-Begleiter auf allen Lebenswegen. Deutlich zu erkennen ist das an der gehobeneren Ausstattung und dem neuen V6-Dieselmotor, der in drei Leistungsstufen zur Verfügung steht.

Als Einstiegsversion bietet der 3,0 Liter-V6-TDI eine Leistung von 163 PS (120 kW) und ein maximales Drehmoment von 450 Nm. Die Einstiegsmotorisierung ist zudem die einzige Version, die serienmäßig über ein manuelles 6-Gang-Getriebe verfügt, alle anderen Varianten haben schon eine 8-Gang-Automatik serienmäßig an Bord.
Die mittlere Leistungsstufe bietet 204 PS (150 kW) und ein maximales Drehmoment von 500 NM. Als Topmotorisierung steht eine Version mit 224 PS (165 kW) zur Wahl, deren maximales Drehmoment bei 550 Nm liegt.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir uns schon von den Vorzügen des neuen Topmodells überzeugen, das auch im Innenraum sehr nobel ausgestattet ist. Ledersitze mit einem hohen Maß an Komfort sind ebenso an Bord wie ein neues Infotainmentsystem inkl. Navi und Annäherungssensor. Der Motor bietet wirklich eine enorme Schubkraft und verleiht dem Amarok eine Leichtigkeit, die man von einem Pickup dieser Größe nicht erwarten würde. Hinzu kommt eine sehr gute Geräuschdämmung, die auf PKW-Niveau angesiedelt ist. Trotz seiner Größe fühlt sich der Amarok sehr handlich an und bereitet viel Fahrspaß. Dank dem 4Motion Allradantrieb sichert er auch abseits befestigter Straßen ein gutes Vorankommen. Serienmäßig an Bord ist auch die Multikollisionsbremse, die nach einem Unfall weitere Schäden vermeiden soll.

Preislich startet der neue Amarok als V6 Comfortline mit 204 PS V6-TDI und 8-Gang-Automatik bei 34.727,50 Euro exkl. Steuern bzw. 41.673 Euro inkl. Steuern. Der von uns getestete Amarok V6 Highline mit 224 PS starkem TDI und 8-Gang-Automatik kommt auf 37.681,67 exkl. bzw. 45.218 Euro inkl. Steuern.

Gleich zum Start gibt es auch das Sondermodell "Aventura", das über die elektrisch verstellbaren ErgoComfort-Ledersitze, 20"-Alufelgen, eine in Wagenfarbe lackierte Sportsbar, Chrom-Zierelemente, Car Net und vieles mehr verfügt. Die Preise für das Sondermodell starten bei 44.940 Euro exkl. oder 53.928 Euro inkl. Steuern. Das Einstiegsmodell mit 163 PS wird erst im Frühjahr 2017 zu uns kommen.

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