VW Bulli Studie am Genfer Autosalon

VW präsentiert am Genfer Autosalon mit dem E-Bulli eine Studie, die einen möglichen neuen Kommpaktvan zeigt.

Der Ur-Bulli startete 1950 und war auf allen Kontinenten sehr beliebt, bis heute zählt der Bulli noch als DAS Auto der 68er-Bewegung. Seit rund 10 Jahren präsentiert VW immer wieder Studien, die zeigen, wie ein Nachfolger der Legende aussehen könnte. Mit der neuesten Version, die am Genfer Autosalon gezeigt wird, kommt der Neue Bulli jetzt aber in greifbare Nähe. Die Studie hat das Potential neben dem Caddy, Touran, Sharan und dem Multivan eine neue, fünfte Van-Baureihe zu begründen.

Der neue Bulli soll dabei als E-Bulli mit rein elektrischem Antrieb die Welt erobern. Die Studie wird von einem 85 kW Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus einer 40 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie gewinnt. Die Reichweite soll bis zu 300 Kilometer betragen, und dank eines Drehmoments von 270 Nm soll beim neuen Bulli auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommen. Den Sprint von 0 auf 100 km/h soll der Micro-Van in 11,5 Sekunden erledigen, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 140 km/h begrenzt.

Alternativ soll der Bulli aber mit effizientem Benzin- und Diesel-Direkteinspritzer mit 1,0 oder 1,4 Liter Hubraum kommen.

Im Vergleich zum New Beetle soll der Bulli jedoch nicht als Retro-Auto auf den Markt kommen, sondern die neue VW-Design-DNA tragen. Der neue Bulli kommt mit L-förmigen LED-Tagfahrlichtern und wirkt beim Design sehr glatt, aber durchaus gefällig.

Einzig die optimale Raumausnutzung wollen sich die Designer vom Ur-Bulli abgeschaut haben. So soll der 3,99 Meter lange, 1,75 Meter breite und 1,70 Meter hohe Van wieder über viel Platz verfügen und eine individuelle Raumausnutzung ermöglichen. Klappt man die Rücksitzbank um, entsteht ein Ladevolumen von bis zu 1.600 Liter.

Im neuen Bulli sollen bis zu sechs Personen Platz finden. Bei voller Auslastung der Sitzkapazität steht noch immer ein Kofferraumvolumen von 370 Liter zur Verfügung. Die sechs Sitze teilen sich dabei auf zwei Reihen auf, durch den flachen Boden sollen sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Reihe drei Personen nebeneinander bequem Platz finden.

Ein weiterer Clou ist ein iPad in der Mittelkonsole, welches auch herausnehmbar ist. Neben den normalen iPad-Funktionen kann der Fahrer auch die Navigation oder die Bluetooth-Freisprecheinrichtung steuern. In die iPad-Halterung sind zudem die Bedienelemente für die Klimaanlage sowie der zentral angeordnete Warnblinkschalter integriert.

Prominent vor dem Fahrer thront ein als Halbkreis ausgeführter Tacho, der auch über ein Multifunktionsfarbdisplay verfügt, welches mit dem iPad verbunden ist.

Verzichtet hat man beim neuen Bulli auf einen Drehzahlmesser, den bei einem Elektroauto auch niemand braucht, und einen konventionellen Schalt- oder Wählhebel. Letzteren ersetzt im Bulli ein Drehschalter rechts im Cockpit, über den der Vor- und Rückswärtsgang aktiviert wird. Gleichzeitig startet und stoppt man über eine Taste in diesem Schalter den Motor.

Bleibt jetzt nur noch abzuwarten, ob soviel Innovationen auch wirklich den Weg in die Serie schaffen und der 2011 präsentierte Bulli diesmal auch wirklich einmal von einem Montageband laufen wird.

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