VW Caddy Alltrack - Fahrbericht

Bei einer ersten Ausfahrt hat der neue VW Caddy Alltrack gezeigt, dass er nicht nur über eine Offroad-Optik verfügt, sondern auch im Gelände was taugt.

Mit dem Caddy Alltrack bringt VW jetzt seinen praktischen Hochdachkombi auch mit Offroad-Look auf den Markt. Der Caddy Alltrack wird dabei sowohl als Lieferwagen, wie auch als PKW-Variante angeboten und ist leicht von seinen Brüdern zu unterscheiden. Man erkennt ihn sofort an der dunklen Beplankung rundum, der etwas erhöhten Bodenfreiheit, speziellen 17"-Alufelgen, einer Dachreling sowie Außenspiegelgehäusen in Silber und abgedunkelten Rückleuchten.

Bei der Motorisierung stehen als Benziner ein 1,2 TSI mit 84 PS (62 kW), ein 1,0 TSI mit 102 PS (75 kW) und der 1,4 TSI mit 125 PS (92 kW) zur Wahl. Wer sich für einen Diesel entscheidet, bekommt einen 2,0 TDI und kann zwischen 75 PS (55 kW), 102 PS (75 kW), 122 PS (90 kW) und 150 PS (110 kW) wählen. Zusätzlich steht noch eine CNG Erdgas-Version zur Verfügung, deren 1,4 Liter TGI 110 PS (81 kW) Leistung liefert.

Der 2,0 TDI mit 122 PS und 150 PS ist zudem auch mit dem 4Motion-Allradantrieb erhältlich, der den Caddy Alltrack dann auch für alle Einsatzgebiete bestens rüstet.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon die deutlichen Unterschiede zwischen Caddy Alltrack mit Front- und Allradantrieb kennenlernen. Im normalen Betrieb erkennt man dabei keine Unterschiede. Beide Versionen fahren sich auf unseren Straßen überaus angenehm und bieten ein hohes Maß an PKW-Komfort, dabei aber viel Platz auf allen Plätzen und für das Gepäck.

Die Armaturenlandschaft ist sehr übersichtlich gestaltet, und man findet sich auf Anhieb leicht zurecht. Auf Wunsch gibt es den Caddy Alltrack auch mit einer Fülle von Assistenzsystemen, wie etwa einem adaptiven Tempomat, einem City-Notbremsassistenten, einem Toter-Winkel-Warner und vielem mehr.

Ändern sich die Wetterverhältnisse oder die Straßenbedingungen, stellt man schnell fest, dass der Caddy Alltrack 4Motion doch noch um einiges mehr kann wie der Caddy Alltrack mit Frontantrieb.

Im Driving Camp in Pachfurth hat man auf der simulierten Schneefahrbahn beim Berganfahren schnell gesehen, dass der 4Motion Allradantrieb die Kraft wirklich perfekt auf alle Räder verteilt und so reguliert, dass man zügig losfahren kann, während man im Caddy Alltrack mit Frontantrieb kaum vom Fleck kommt. Auch am Geländeparcours sind die Unterschiede rasch klar geworden, obwohl man hier mit der Frontantriebs-Version doch weiter gekommen ist, als man denken sollte. Bei einer starken Steigung kann man aber mit dem Allrad-Caddy gemütlich hochfahren, während bei der Version mit Frontantrieb bei der Hälfte der Steigung Schluss war.

Der Caddy Alltrack 4Motion hat auf jeden Fall bestens unter Beweis gestellt, dass der Allradantrieb durchaus seine Vorzüge hat und das Fahrzeug zu einem noch größeren Allroundtalent macht. Natürlich hat so viel Können auch seinen Preis. Der Caddy Alltrack 2,0 TDI mit 122 PS und 4Motion Antrieb kommt auf 25.080 Euro, der 2,0 TDI mit 150 PS, DSG-Getriebe und 4Motion Allrad kommt auf 30.948 Euro. Als günstigstes Caddy Alltrack-Modell steht der 1,2 TSI mit 84 PS um 18.372 Euro beim Händler. Alle Preise sind inklusive Steuern, für Unternehmer kommt bei der Lieferwagen-Version der Vorsteuerabzug zum Tragen.

Auch wenn nach Planung von VW nur 3% aller Caddy-Modelle ein Caddy Alltrack werden sollen, der Hochdachkombi im Offroad-Look ist eine interessante Alternative zum normalen Caddy. Durch die etwas höhere Sitzposition hat man einen besseren Überblick, und die Versionen mit Allradantrieb kommen noch besser abseits befestigter Straßen voran.

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