VW Nutzfahrzeuge mit Allrad - Fahrbericht

VW deckt mit der Einführung des Crafter 4Motion eine breite Palette an Allradmodellen im Nutzfahrzeugbereich ab. Wir waren auf einer ersten Testfahrt.

Die VW-Nutzfahrzeugschiene bietet ein breites Spektrum an Fahrzeugen mit Allradantrieb. Für so gut wie alle Einsatzgebiete gibt es das passende Allradmodell. Vom kompakten Caddy, den geräumigen T5, über den praktischen Amarok bis zum Crafter reicht die Allradpalette der VW-Nutzfahrzeuge.

Insgesamt stehen über 240 Modellvarianten zur Verfügung. Bei einer Testfahrt konnten wir uns von den Offroad-Fähigkeiten von Caddy, T5, Amarok und Crafter überzeugen.

Den Einstieg in die Welt der VW-Nutzfahrzeuge mit 4Motion-Antrieb macht der VW Caddy, der sowohl als PKW, wie auch als LKW mit dem 4Motion-Antrieb erhältlich ist. Für eine erste Ausfahrt haben wir den Caddy 4Motion mit dem 2,0 TDI und DSG Getriebe gewählt. Mit einer Leistung von 140 PS (103 kW) bietet der vielseitige Kombi auch schon jede Menge Fahrspaß.

Überraschend gut ausgefallen ist die Geräuschdämmung, selbst bei Autobahntempo ist es im Caddy sehr leise, hier erinnert nichts daran, dass man eigentlich in einem Nutzfahrzeug unterwegs ist. Der 4Motion-Allradantrieb sorgt zudem dafür, dass man auch abseits befestigter Straßen noch gut voran kommt, wobei der Caddy durch die geringere Bodenfreiheit nicht an die Geländegänigkeit seiner größeren Brüder heran kommt.

Bei der Motorisierung können die Kunden zwischen dem 2,0 TDI mit 110 PS (81 kW) und 140 PS (103 kW) wählen. Der Caddy ist sowohl für den Lieferverkehr, als auch als PKW oder Tramper mit dem 4Motion-Antrieb kombinierbar.

Für noch mehr Platz und den schon etwas härteren Einsatz im Gelände ist der T5 gemacht, der von allen VW-Nutzfahrzeugen auch den größten Allradanteil und die meisten Modellvarianten mit 4Motion-Antrieb vorweisen kann. Rund 120 verschiedene Fahrzeugkombinationen stehen beim T5 zur Wahl. Egal ob Business-Van oder Pritsche für den harten Arbeitseinsatz, VW kann mit dem T5 für so gut wie alle Einsatzgebiete das passende Allradmodell anbieten.

Den T5 mit 4Motion gibt es zudem auch in Kombination mit dem DSG-Automatikgetriebe, welches den Komfort nochmals steigert. Als Antrieb stehen zwei Dieselaggregate (2,0 TDI mit 140 PS oder 180 PS) und ein TSI-Benzinmotor mit 204 PS zur Verfügung.

Am Geländeparcours konnte der geräumige Van mit soliden Offroad-Fähigkeiten überzeugen. Durch eine Differentialsperre an der Hinterachse lassen sich auch gröbere Steigungen problemlos bewältigen. Begibt man sich dann wieder auf befestigte Straßen, glänzt der T5 mit einem PKW-ähnlichen Komfort, bei dem man ganz vergisst, eigentlich in einem Nutzfahrzeug unterwegs zu sein. So qualifiziert sich das Allroundtalent auch als ideales Shuttlefahrzeug für Hotels in Wintersportorten.

Mit einer beeindruckenden Geländegängigkeit können dann der Amarok und der Crafter überzeugen. Der Crafter ist eine Co-Produktion zwischen VW und dem Allradspezialisten Achleitner aus Wörgl. Für den Umbau können alle Karosserievarianten des Crafter verwendet werden. Egal ob kurzer, mittlerer oder langer Radstand, bzw. auch ob geschlossener Aufbau oder Pritsche, der Crafter lässt sich ab 19.950 Euro excl. Ust (23.940 inkl. Ust) zum Allradler verwandeln.

Einzige Einschränkung ist, dass man nur den Crafter 35 (3,5 Tonnen Nutzlast) oder Crafter 50 (5,0 Tonnen Nutzlast) mit dem 163 PS (120 kW) Diesel für den Umbau wählen kann. Im Offroad-Gelände hat der Crafter dann sein Können unter Beweise gestellt und Steigungen und Achsverschränkungen bewältigt, wie man es von einem Nutzfahrzeug so nicht glauben würde.

Mit bis zu 3 Differtialsperren lassen sich selbst die gröbsten Offroad-Parcours meistern, und der Crafter zeigt, dass hohe Nutzlast und große Geländegänigkeit einander nicht ausschließen müssen.

Über die gleichen Fähgkeiten im Gelände verfügt auch der Amarok, der ab April auch als Single Cab erhältlich ist. Mit einer Ladefläche von 2,2 Meter Länge können auch zwei Europaletten transportiert werden. Mehr für komfortorientierte Kunden gibt es den Amarok mit Doppelkabine und 8-Gang Automatik.

Die Version mit dem neuen Automatikgetriebe kann sich auch über eine Leistungssteigerung auf 180 PS, sowie eine Drehmomentsteigerung von 400 auf 420 Nm freuen. Zudem verträgt der Amarok auch eine Anhängelast von 3,2 Tonnen.

Im Offroad-Modus meistert der Pick-up die gleichen Steilhänge wie der Crafter, dank Bergabfahrhilfe werden im Amarok aber auch Bergabfahrten elektronisch geregelt, ohne dass der Fahrer bremsen muss. Möchte man etwas flotter ins Tal kommen, reicht ein leichter Tipp aufs Gaspedal, und schon ändert die Elektronik von Schrittgeschwindigkeit auf das gewünschte Tempo - zumindest bis 30 km/h, danach wird das System deaktiviert.

VW zeigt mit seiner allradgetriebenen Nutzfahrzeugpalette, dass man für jede Anforderung das passende Modell im Programm hat. Kein Wunder, dass VW seit 5 Jahren die Nr.1 bei leichten Nutzfahrzeugen in Europa ist, im Jahr 2011 konnten die Verkäufe sogar um 21,2 % gesteigert werden. Für 2012 erwartet man sich, nicht zuletzt durch die neuen Allradmodelle, eine weitere Steigerung.

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